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Der Ukraine-Krieg dauert mittlerweile fünf Jahre an, wobei Russland zunehmenden internen Druck erlebt. In Deutschland stehen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bevor, bei denen die CDU unter Druck steht und die SPD über mögliche Kooperationen mit der Linken nachdenkt, um die AfD zu blockieren.
Aber Russlands Präsident spürt natürlich, dass in seinem Riesenreich im fünften Kriegsjahr zunehmend Väterchen Frust regiert. Die Frage ist, ob ihn der wachsende Druck noch unberechenbarer macht. Für die Ukraine, für ihre Unterstützer, für Deutschland.
Die Schuldzuweisungen der Bundesregierung nach dem gescheiterten Drohnenangriff von Leipzig hat Moskau wenig überraschend zurückgewiesen, Putin spricht drohend von einem »schweren Fehler«. Bei seinem Auftritt in Wladiwostok wird er womöglich noch einmal nachlegen. Dass der Machthaber im Kreml auf die deutschen Strafmaßnahmen reagieren wird, ist klar. Aber wie weit wird er gehen? Wagt er die weitere Eskalation? Berlin hat vorgesorgt für diesen Fall, der Gegenschlag fällt bisher moderat aus (mehr dazu hier ). Sollte Putin die Grenzen weiter austesten, müsste Merz noch entschlossener gegen die hybride Bedrohung vorgehen.
Im Ernst, es ist Merz’ zweiter und letzter Auftritt kurz vor der wichtigen Landtagswahl, und wie schon am Montag in Quedlinburg soll der CDU-Bundesvorsitzende auch in Leuna möglichst nicht Gefahr laufen, in Kontakt zu einer breiteren Öffentlichkeit treten zu müssen. Ein Firmenrundgang gemeinsam mit Ministerpräsident Sven Schulze, ein Statement vor der Presse, das war’s – Bürgerinnen und Bürger werden Merz in Leuna nicht zu Gesicht bekommen. Bei einem späteren Treffen mit Vertretern der Kommunen, der Wirtschaft und der Landwirtschaft in Braunsbedra sind nicht einmal Journalisten zugelassen.
Schulze und seine Mitstreiter setzen bis zum Schluss auf maximale Distanz zum maximal unpopulären Parteichef und Kanzler (mehr dazu hier ). Merz wird versuchen, es auch in Leuna mit Fassung zu tragen. Doch in seinem Inneren dürfte es arbeiten: Der Liebesentzug der Menschen im Osten muss ihn hart treffen, hatten sie hier zum Ende der Merkel-Ära doch besonders auf ihn gezählt. Als Reiner Haseloff vor fünf Jahren in Sachsen-Anhalt um sein Amt kämpfte, war ihm Merz, damals noch ohne Amt und Mandat, ein gern gesehener Unterstützer. Wenn Haseloffs Erben nun am Samstag um die letzten Stimmen kämpfen, wird Merz in Langenhagen bei Hannover weilen, bei einer Veranstaltung der niedersächsischen Parteifreunde. Die sind auch gerade im Wahlkampf, am 13. September finden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt.
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Eine Zusammenarbeit mit der Linken könnte die CDU zerreißen. Sie sollte es trotzdem tun: Will die CDU den demokratischen Rechtsstaat vor der AfD schützen, muss sie in Sachsen-Anhalt auf die Linke zugehen.
Den Sommer über brodelte es an der Basis, der Frust über die Parteispitze ist groß (mehr dazu hier ). Die Parlamentarier bringen diesen Unmut nun aus ihren Wahlkreisen mit nach Berlin und könnten ihn an Bärbel Bas und Lars Klingbeil weiterreichen. Die Parteichefs haben sich zur Aussprache angekündigt, der Vizekanzler für heute, die Arbeitsministerin für morgen. Gut möglich, dass sich die eine oder der andere dann kritisch zu Wort melden wird, den großen Knall aber muss das Duo kaum fürchten. Vor den wichtigen Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werden sich die meisten auf die Zunge beißen.
Und so wird es wohl weniger um eine Abrechnung als vielmehr um Selbstvergewisserung gehen, nach der es bei den Sozialdemokraten gerade in unruhigen Zeiten stets eine große Sehnsucht gibt. So hat der Fraktionsvorstand ein Papier für die Sozi-Seele vorbereitet, in dem ein Spritpreisdeckel oder notfalls gar die Zerschlagung von Ölkonzernen gefordert wird (mehr dazu hier ). Vor allem aber ist als »besonderer Gast« der Entertainer Hape Kerkeling eingeladen, um mit den Abgeordneten über die Grenzen von Toleranz in der Demokratie und sicher auch ein mögliches AfD-Verbotsverfahren zu sprechen (mehr dazu hier ). Da kann die SPD auf jeden Fall große Geschlossenheit demonstrieren.
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…werden heute in Zürich gekürt. Dort verleiht eine Jury der Zeitschrift »Annals of Improbable Research«, einer Fachpublikation für wissenschaftlichen Humor, den sogenannten Ig-Nobelpreis für wissenschaftliche Leistungen, die »Menschen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen«. Hinter dem Titel verbirgt sich ein Wortspiel: »Ignoble« heißt auf Deutsch so viel wie »unehrenhaft«.
Im vergangenen Jahr wurden unter anderem japanische Biologen ausgezeichnet, die herausgefunden hatten, dass Kühe seltener von Stechfliegen belästigt werden, wenn man sie im Zebralook anmalt. Wissenschaftler aus den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland bekamen einen Preis für den Nachweis, dass Alkoholkonsum dabei helfen kann, eine Fremdsprache zu sprechen.
Ich finde, das klingt für die heutige Zeremonie durchaus vielversprechend.
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Putin wird auf deutsche Strafmaßnahmen mit einer weiteren Eskalation reagieren.
Likely · Within weeks
Die SPD wird bei ihrem Treffen mit Hape Kerkeling über Toleranz und ein mögliches AfD-Verbot sprechen.
Very likely · Within days
Aktuelle Infratest-dimap-Umfrage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeigt SPD bei 32%, AfD bei 35%; SPD-Kandidatin Manuela Schwesig führt in Direktwahl.
Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der "Ostsee-Zeitung" sieht die AfD mit 37 Prozent deutlich vor der SPD mit 28 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Die Linke kommt auf 11 Prozent, CDU und Grünen liegen deutlich dahinter. Bei der Wahl 2021 hatte die SPD noch mit 39,6 Prozent gewonnen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verspottete zwei junge kanadische Kadettinnen auf X, was Kanadas Premierminister Mark Carney empört reagieren ließ. Gleichzeitig griffen die USA und der Iran erneut an, und das US-Heer verlor seinen Staatssekretär Dan Driscoll.

Die letzten TV-Debatten der Spitzenpolitiker in Sachsen-Anhalt vor der Wahl waren ruppig und teilweise chaotisch. Sven Schulze konnte punkten, während sein AfD-Kontrahent blass blieb und einen seltsamen Satz sagte.
Landeswahlleiter Stephan Bröchler warnt vor zunehmender Desinformation über soziale Medien vor den Landtagswahlen in Berlin und sieht eine neue Dimension der Delegitimierung von Wahlen in Deutschland. Er betont die Seriosität der Wahlverfahren und weist Vorwürfe über Unregelmäßigkeiten bei Briefwahlen in Altenheimen zurück.

Russland schließt nach Anschuldigungen wegen einer Drohne am Flughafen Leipzig/Halle deutsche Goethe-Institut-Niederlassungen; Bundesregierung kündigt weitere Sanktionen an; Moskau bestreitet Beteiligung und nennt Schritte Wahlkampfmanöver.