Putin verkündet Wachstum, doch Experten sehen Stagnation in der russischen Wirtschaft
Quick Look
- Wladimir Putin erklärte im März 2026, die russische Wirtschaft müsse auf einen stabilen Wachstumspfad zurückkehren, und kündigte im August ein Wachstum von 0,6 Prozent im ersten Halbjahr an.
- Die Moskauer Wirtschaftsprofessorin Natalja Subarewitsch widerspricht und weist darauf hin, dass Investitionen im Vergleich zu den Vorjahren gefallen seien und nur Rüstungsbetriebe sowie Hersteller von Gold und medizinischen Produkten wachsen würden, während der Rest der Wirtschaft stagniere oder schrumpfe.
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Why It Matters
Im März 2026 forderte Wladimir Putin eine Rückkehr der russischen Wirtschaft auf einen stabilen Wachstumspfad. Im August verkündete er ein Wachstum von 0,6 Prozent im ersten Halbjahr gemäß Rosstat-Zahlen.
Wenn es mit der russischen Wirtschaft schlecht läuft, tritt der oberste Befehlshaber ans Mikrofon und sagt: »Die Wirtschaft muss unbedingt auf einen stabilen Wachstumspfad zurückkehren!« So sprach Wladimir Putin im März 2026. Da merkten alle auf, ob Unternehmer, Politiker oder Statistiker. Und siehe da, im August konnte Putin die neuesten Zahlen der Statistikbehörde Rosstat verkünden: ein Wachstum von 0,6 Prozent im ersten Halbjahr. »Die ökonomische Dynamik ist im Ganzen verhalten, aber positiv!", sagte Putin.
Wirklich? Zumindest fehlt bei dieser Beschreibung etwas. Die Moskauer Wirtschaftsprofessorin Natalja Subarewitsch weist auf die Zahlen hin, die Putin in seiner Rede nicht erwähnte: Im Vergleich zu den Vorjahren seien die Investitionen gefallen. »Derzeit wachsen nur noch die Rüstungsbetriebe und die Hersteller von Gold und medizinischen Produkten«, sagt sie im Gespräch mit der ZEIT, »alles andere stagniert oder schrumpft."
Open Questions
- Wie hoch ist der genaue Rückgang der Investitionen gegenüber den Vorjahren?
- Welche spezifischen Sektoren außerhalb von Rüstung, Gold und Medizin schrumpfen am stärksten?
- Wie nachhaltig ist das Wachstum in den genannten Wachstumssektoren?




