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In Venezuela suchen Rettungskräfte mit Spürhunden weiter ohne Pause nach Überlebenden. Noch immer gelingt es, Menschen lebend aus den Trümmern zu bergen. Eine große Unterstützung bei der Suche sind die ausländischen Teams. Laut der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez entsandten inzwischen 24 Länder Rettungsteams in das südamerikanische Land. Insgesamt hätten diese Länder mehr als 2.700 Helfer und 521 Tonnen an Hilfsgütern geschickt.
Offiziell liegt die Zahl der Todesopfer bislang bei 1.450. Mehr als 3.200 Menschen sind verletzt worden, Zehntausende werden weiter vermisst. In der Bevölkerung wächst derweil der Zorn auf die Regierung. Kritisiert wird die mangelnde Unterstützung: Vielerorts seien die zivilen Helfer auf sich allein gestellt, grüben mit bloßen Händen nach den Verschütteten.
Bürger organisieren sich selbst
Tausende Bürger organisierten wegen fehlender staatlicher Präsenz selbst spontane Hilfsaktionen, knüpften Netzwerke und bildeten Konvois mit Spenden und Lebensmitteln, die sie in die betroffenen Regionen brachten.
Die Regierung schränkte den Zugang zum Bundesstaat La Guaira ein und entsandte Militär in die Region. Freiwillige Helfer mussten für den Zugang einen Sicherheitspass beantragen - oftmals stehen sie aber vor den Registrierungsstellen vor verschlossenen Türen, wie Videos in sozialen Netzwerken zeigen.
Proteste wegen fehlender Koordinierung
Die fehlende staatliche Koordinierung und das Verhindern eigener ziviler Hilfen sorgen für immer größere Proteste. Bei einem Besuch in einem erdbebenbetroffenen Stadtteil ist Interimspräsidentin Rodríguez ausgebuht worden.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und fünf EU-Kollegen fordern eine EU-weite Übergewinnsteuer für Ölkonzerne. Angesichts steigender Spritpreise und massiver Gewinne der Energiebranche soll das Thema Mitte September in Dublin diskutiert werden.

Im Liveblog: Bayerns BSW-Chef Klaus Ernst schließt AfD-Duldung aus. Bundeskanzler Merz verspricht Wirtschaftsentlastung. Mario Voigt als Thüringer CDU-Chef wiedergewählt. Antisemitismusbeauftragter Klein fordert schärferes Strafrecht gegen Hamas-Sympathisanten.

Bundeskanzler Merz besucht nach seinem Urlaub den Hürtgenwald. Währenddessen äußert sich Alexander Dobrindt vage zu einem Waffenfund bei Berlin, und Rüstungsstaatssekretär Jens Plötner betont die Notwendigkeit schneller technologischer Anpassungen im Ukrainekrieg.

Dirk Kurbjuweit analysiert die aktuelle Sicherheitslage nach einem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig und einem Vorfall in einem Waffenlager nahe Berlin, zu denen sich die Bundesregierung bisher nicht äußert.
Im Iran wurde ein Mann hingerichtet, der wegen seiner Teilnahme an regierungskritischen Protesten zum Tode verurteilt worden war. Ihm wurden unter anderem »Kriegsführung gegen Gott« und operative Aktivitäten für Israel und die USA vorgeworfen.

Die Bahngewerkschaft EVG droht mit bundesweiten Streiks im Januar, falls die Bundesregierung nicht noch dieses Jahr ein Gesetz für härtere Strafen bei Angriffen auf Zugpersonal einbringt. Das Verkehrsministerium betont, dass eine Anpassung bereits in Arbeit sei.