
Nach historischen Tiefstständen entspannt sich die Lage am Rhein leicht, doch die Binnenschifffahrt bleibt weiterhin stark eingeschränkt.
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Der Rhein litt unter historischen Tiefstständen, die den Fährbetrieb und die Binnenschifffahrt wochenlang massiv behinderten. Die Pegelstände in Kaub waren Mitte August auf ein Rekordtief von sechs Zentimetern gefallen.
Kräftige Regenfälle vor allem in Süddeutschland haben dem Rhein nach seinen historischen Tiefstständen wieder etwas mehr Wasser gebracht. Nach wochenlanger Zwangspause nahmen mehrere Fähren den Betrieb wieder auf - unter anderem in Köln, Düsseldorf und Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen sowie bei Kaub in Rheinland-Pfalz.
"Wir waren kurz davor, Kurzarbeit zu beantragen", erklärte der Betreiber der Rheinfähre zwischen Düsseldorf und Zons, Jens Jansen. Der finanzielle Schaden ist zum Teil erheblich. So rechnet etwa die Stadt Leverkusen durch den Ausfall der Personenfähre nach Köln mit Einbußen von etwa 30.000 Euro. Wegen des teilweise immer noch recht niedrigen Pegelstandes können viele Fähren weiterhin keine Wohnmobile oder Transporter befördern.
Entspannung erst "Ende September, Anfang Oktober"
Der niedrige Wasserstand behindert seit Wochen auch die Binnenschifffahrt auf dem Rhein - und tut dies auch weiterhin. Ein Großteil des Güterverkehrs musste von Europas wichtigster Binnenwasserstraße auf Lastwagen und Züge verlagert werden, was die Transportkosten steigen ließ. Um Unterbrechungen im Verkehrsfluss zu vermeiden, wurden Gegenmaßnahmen ergriffen. Zahlreiche Bundesländer lockerten das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für einige Lastwagen.
Laut der Betreibergesellschaft des größten deutschen Binnenhafens Duisburg sind Güterschiffe wegen der niedrigen Wasserstände nur mit etwa 20 Prozent der sonst üblichen Ladung unterwegs. Zwar gehe man von einer leichten Erholung aus, sagt der Hafen-Konzernbevollmächtigte Binnenschifffahrt Joachim Holstein am Freitag. Eine wirkliche Entspannung werde aber erst "in Richtung Ende September, Anfang Oktober" erwartet. Abhängig ist dies in erste Linie von der Menge Regen, die im Einzugsgebiet des Rheins fällt.
Pegel Kaub wieder bei 46 Zentimetern
Die Pegelstände im Rhein waren teilweise auf Werte gesunken, die noch nie gemessen wurden. Sie fielen etwa in Kaub in Bereiche, in denen die meisten Schiffe den Fluss nicht mehr befahren konnten. Dort lag der Pegelstand Mitte August bei nur nur noch sechs Zentimetern. Kaub gilt als neuralgischer Punkt im Rhein.
Am Sonntag lag er immerhin wieder bei 46 Zentimetern, wie aus Pegeldaten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervorging. Das ist aber noch weit unter dem sogenannten Gleichwertigen Wasserstand von 77 Zentimetern, der bei Fachleuten als Orientierungswert für die Schifffahrt gilt. Die Pegelstände sagen nicht direkt etwas über die Wassertiefe im Fluss aus, da die Fahrrinnen tiefer liegen.

Beim Abrutschen einer Müllkippe im Vorort Dar-es-Salam bei Conakry, Guinea, starben mindestens 30 Menschen. Schwere Regenfälle lösten das Unglück aus, das eine angrenzende Siedlung unter sich begrub. Rettungsarbeiten dauern an.

Wegen des 'Hawk Fire' bei Reno, Nevada, wurden fast 90.000 Menschen zur Evakuierung aufgerufen. Der durch Menschen verursachte Brand hat bereits sechs Verletzte gefordert und führt zu massiven Stromausfällen sowie Straßensperrungen.
Im Gleiwitzer Kanal, einem Nebengewässer der Oder, sind über vier Tonnen Fische durch die giftige Goldalge verendet. Polnische Behörden haben den Schleusenbetrieb gestoppt und überwachen die Lage, um eine weitere Ausbreitung der Algenblüte zu verhindern.
Drei Tage nach heftigen Unwettern im Norden von Rheinland-Pfalz ist die Stromversorgung im Westerwald wieder vollständig hergestellt. 65 Ortsgemeinden waren betroffen. In Waldorf kam zudem eine Frau ums Leben.

Nach einer 29-tägigen Zwangspause aufgrund von Niedrigwasser fahren wieder viele Rheinfähren. Trotz gestiegener Pegelstände sind jedoch viele Passagiere wegen des wechselhaften Wetters abwesend, was zu erheblichen wirtschaftlichen Folgen für die Fährenbetreiber führt.

Die Halbinsel Saint-Tropez setzt verstärkt auf Naturschutz, insbesondere am Strand Pampelonne. Trotz strengerer Bauauflagen und reduzierter Strandbewirtschaftung boomt das Luxusimmobiliensegment, da die Regulierung die Exklusivität der Region sichert.