Moskau reagiert verärgert auf geplante US-Waffenlieferungen über die Türkei an die Ukraine und spricht von einer geöffneten Büchse der Pandora.
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Ein US-Mitteilung an den Kongress enthüllte einen größeren Waffenkauf der Ukraine über die Türkei im Wert von 283 Millionen US-Dollar.
Mit deutlicher Verärgerung hat Moskau auf ein türkisch-amerikanisches Waffengeschäft für die Ukraine reagiert. Dies werde nur „das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern“, sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit „eine weitere Büchse der Pandora geöffnet“, wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert.
„Den kürzlich vom US-Kongress veröffentlichten Dokumenten zufolge könnte es sich um ein beträchtliches Arsenal handeln, das auch Offensivwaffen umfasst“, kritisierte Sacharowa über den Online-Dienst Telegram.
Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kaufte demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst.
Zu dem Geschäft – das ausschließlich Waffen älterer Bauart umfasst – gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition. „Es bleibt unklar, wer dieses Projekt zur Wiederausfuhr von Waffen initiiert hat, wie der Transport erfolgen soll und wann diese große Lieferung tödlicher Güter an die Empfänger in Kiew geschickt wird“, beanstandete Sacharowa dazu. „Was haben sich die an diesem Geschäft beteiligten Parteien – namentlich die USA und die Türkei – dabei gedacht?“
Sacharowa bemühte sich darum, in ihrem Statement Selbstsicherheit auszustrahlen. „Das Vollpumpen der Selenskyj-Junta mit Waffen wird den Verlauf der militärischen Spezialoperation in keiner Weise maßgeblich beeinflussen oder gar von dem von Russland verfolgten, rechtmäßigen Szenario abbringen“, kommentierte sie.
Die US-Regierung befürwortet das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro). Es gilt als genehmigt, wenn US-Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen.
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