
Nach angekündigten Schließungen von Konsulat und Russischem Haus reagiert Moskau scharf mit Vorwürfen und wirft Berlin Terrorismus-Sponsoring vor.
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Deutschland plant die Schließung des russischen Konsulats in Bonn und die Kündigung des Vertrags für das Russische Haus in Berlin als Reaktion auf politische Spannungen.
Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden soll. Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt. In Moskau wurde mit Blick auf die nicht neuen Diskussionen über die Schließung des Russischen Hauses bereits mehrfach diskutiert, dass im Gegenzug dann das Goethe-Institut seine Arbeit einstellen müsse. Mehr zu den angekündigten Strafmaßnahmen lesen Sie hier.
»Berlin sponsert den Terrorismus«
Moskau mache Deutschland verantwortlich für die Beteiligung an Terroranschlägen gegen russische Bürger, erklärte Sacharowa. Deutschland ist der größte Unterstützer der Ukraine. »Berlin sponsert den Terrorismus«, sagte sie mit Blick auf die Waffenlieferungen und Milliardenhilfe Deutschlands an die Ukraine.
Russland hatte eine Beteiligung an dem Vorfall bestritten und behauptet, es handle sich um eine Provokation, die »ausschließlich den Zielen Kyjiws und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse dient«. Die Ukraine und die Regierungen in Europa bräuchten Argumente, um weiter »unbegrenzte finanzielle Mittel in die Hände eines korrupten Regimes« in Kyjiw fließen zu lassen, hieß es in einer früheren Stellungnahme der russischen Botschaft in Berlin.
Der russische Auslandsgeheimdienst SWR teilte vorige Woche mit, dass es in der Ukraine eine große Zufriedenheit gebe mit dem medialen Effekt um den Leipziger Drohnenfund. »Kyjiw jubelt«, teilte der Spionagedienst mit. Ziel sei es womöglich auch gewesen, in der deutschen Gesellschaft jenen oppositionellen Kräften die Argumente zu nehmen, die sich für pragmatische Beziehungen zu Russland einsetzten. In Sachsen-Anhalt hofft die russlandfreundliche AfD auf einen Sieg bei der Landtagswahl am 6. September.
Der Auslandsgeheimdienst kritisierte, dass wie bei den Sprengungen an den Ostseepipelines Nord Stream 1 und 2 sofort auf Russland gezeigt worden sei. In dem Fall werden inzwischen ukrainische Verdächtige genannt. Der Geheimdienst hatte immer wieder vor Aktionen ukrainischer Geheimdienste unter falscher Flagge gewarnt, die das Ziel hätten, Russland dafür verantwortlich zu machen – und neue Sanktionen gegen Moskau zu erwirken.
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Mögliche Schließung des Goethe-Instituts in Moskau als Gegenmaßnahme
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