Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig/Halle kündigt Bundesaußenminister Johann Wadephul in Irland umfangreiche Vorschläge für EU-Strafmaßnahmen an.
Nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig/Halle fordert Bundesaußenminister Johann Wadephul weitere EU-Sanktionen gegen Russland und weist Putins Kritik zurück.
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Am Flughafen Leipzig wurde am 4. August eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge entdeckt. Die Bundesregierung machte Russland verantwortlich.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig/Halle weitere EU-Sanktionen gegen Russland gefordert. Bei einem Treffen der EU-Außenminister in Irland werde es umfangreiche Vorschläge für Strafmaßnahmen geben, kündigte der CDU-Politiker an. Die Kritik des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der deutschen Reaktion auf den Anschlagsversuch wies Wadephul zurück.
»Russland hat eskaliert (...) und Russland muss jetzt mit diesen Konsequenzen leben«, sagte er bei dem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen in der irischen Küstenstadt Wicklow. In den kommenden Wochen solle gezielt an der Aufnahme weiterer Personen in die Sanktionsliste gearbeitet werden. Er gehe davon aus, dass »eine große Zahl von Personen« betroffen sein werde, ergänzte Wadephul.
Am Flughafen Leipzig war am Abend des 4. August eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Die Bundesregierung machte am Dienstag Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich und verhängte Strafmaßnahmen. Das russische Generalkonsulat in Bonn sowie das als Kulturinstitut gegründete Russische Haus in Berlin müssen schließen.
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Ausweitung der EU-Sanktionsliste auf weitere Personen in den kommenden Wochen
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