Breaking
RUEsipenko won the Russian Chess Championship Superfinal ahead of scheduleTRVerstappen wins F1 Singapore!BRAccident involving two cars leaves one dead and four injured in Pitangueiras, SPRUA man who threatened the prime minister of a European country was detainedTRAttack on King Khalid International Airport passenger terminalBRPope Leo 14 announces surgery to remove lung nodule in the coming daysBRDrunk driver at high speed hits another car, causes fire and flees on Paraná highway; one person burned to deathESTrump claims Russia and Ukraine have reached an "energy ceasefire," but Zelensky claims to have been unawareUSFantasy football rankings, projections, lineups, sleepers for NFL Week 5, 2026 from proven modelTRHuge Recall from Skoda: 1.7 Million Vehicles Recalled for ServiceRUEsipenko won the Russian Chess Championship Superfinal ahead of scheduleTRVerstappen wins F1 Singapore!BRAccident involving two cars leaves one dead and four injured in Pitangueiras, SPRUA man who threatened the prime minister of a European country was detainedTRAttack on King Khalid International Airport passenger terminalBRPope Leo 14 announces surgery to remove lung nodule in the coming daysBRDrunk driver at high speed hits another car, causes fire and flees on Paraná highway; one person burned to deathESTrump claims Russia and Ukraine have reached an "energy ceasefire," but Zelensky claims to have been unawareUSFantasy football rankings, projections, lineups, sleepers for NFL Week 5, 2026 from proven modelTRHuge Recall from Skoda: 1.7 Million Vehicles Recalled for Service
BackSchiffsunglück: Mindestens 139 Migranten sterben bei Bootsunglück
Schiffsunglück: Mindestens 139 Migranten sterben bei Bootsunglück
Developing
Handelsblatt1 hour agoWorld2 min readGermanyView translation

Schiffsunglück: Mindestens 139 Migranten sterben bei Bootsunglück

Ein Boot mit äthiopischen Staatsangehörigen kenterte auf dem Weg in den Jemen; 84 Personen werden noch vermisst.

Quick Look

  • Vor der Küste Dschibutis sind mindestens 139 äthiopische Migranten bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen, darunter 15 Kinder.
  • 84 Personen werden vermisst, während über 80 Menschen gerettet werden konnten.

AI-generated summary

Why It Matters

Dschibuti dient als zentraler Ausgangspunkt für Migranten vom Horn von Afrika, die über die Meerenge Bab al-Mandab in den Jemen und weiter auf die arabische Halbinsel gelangen wollen.

Font size

Dschibuti. Bei einem Schiffsunglück vor der Küste Dschibutis sind nach UN-Angaben mindestens 139 Migranten ums Leben gekommen. Unter ihnen seien auch 15 Kinder. 84 Passagiere des gekenterten Bootes auf dem Weg von Dschibuti nach Jemen werden noch vermisst, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Die Suche nach Toten und möglichen Überlebenden dauerte an. Mehr als 80 Menschen überlebten das Schiffsunglück. Nach UN-Angaben handelt es sich bei allen um äthiopische Staatsangehörige.

IOM-Generaldirektorin Amy Pope forderte angesichts der Tragödie sichere und legale Zugangswege für Migranten. „Niemand steigt in ein solches Boot, wenn er nicht glaubt, dass es keinen anderen sicheren Weg gibt“, sagte sie in einer Stellungnahme. „Wir dürfen diese Todesfälle nicht länger als Normalität hinnehmen. Ich fordere Regierungen und Geldgeber auf, zu handeln, bevor das nächste Boot sinkt.“

„Dies ist ein verheerender Verlust an Menschenleben. Unsere Gedanken sind bei den Überlebenden und den Familien, die Angehörige verloren haben oder noch immer keine Nachricht von ihren Verwandten haben“, sagte Alexandre Coissac, Leiter der IOM-Mission in Dschibuti. „Unsere Teams sind gemeinsam mit den örtlichen Behörden vor Ort, um Nothilfe zu leisten. Diese Tragödie ist eine eindringliche Erinnerung an die Gefahren, denen Migranten auf diesem Migrationskorridor auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen ausgesetzt sind.“

Dschibuti ist der Ausgangspunkt der sogenannten östlichen Migrationsroute vom Horn von Afrika über die Meerenge Bab al-Mandab auf die arabische Halbinsel. Die meisten Migranten warten in Obock nach dem gefährlichen Weg durch die Wüste darauf, dass ihnen Schmuggler Plätze auf Fischerbooten organisieren. Vor der Küste von Obock kenterte nun auch das Schiff der Migranten.

Die IOM hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass innerhalb von drei Wochen mehr als 20.000 Migranten aus Äthiopien in Dschibuti eingetroffen waren. Dem Land am Horn von Afrika droht derzeit nach neuen Kämpfen in der Region Tigray ein weiterer Bürgerkrieg. Auch aus Somalia versuchen immer wieder Menschen über den Hafen von Dschibuti vor allem nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate oder nach Oman zu gelangen, wo sie auf Arbeit und mehr Stabilität hoffen.

Nach IOM-Angaben ist nicht nur die Überfahrt über das Meer mit erheblichen Gefahren verbunden. Migranten, die den Jemen erreichen, seien Risiken wie Gewalt, willkürlichen Festnahmen und Inhaftierungen, Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt, heißt es.

Nach Angaben des Projekts „Missing Migrants“ der IOM kamen im Jahr 2025 auf dieser Route mehr als 900 Migranten ums Leben oder gelten als vermisst, während die Zahl derjenigen, die sich auf den Weg machten, um 18 Prozent stieg. Bei einem weiteren Schiffsunglück im März 2026 kamen neun Menschen ums Leben, 45 weitere wurden vermisst.

Open Questions

  • Wie viele der 84 Vermissten können noch lebend geborgen werden?
  • Welche konkreten Maßnahmen ergreifen die Behörden zur Verhinderung weiterer Unglücke?

Related Topics

This article was originally published by Handelsblatt.

Related Stories

More on this topicdschibuti