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Wer in Schleswig-Holstein ein Haus um- oder ausbauen möchte, soll künftig weniger Regeln beachten müssen. Das Kabinett hat eine entsprechende Änderung der Landesbauordnung auf den Weg gebracht. «Der Um- und Ausbau im Bestand ist oft schneller, kostengünstiger und ressourcenschonender als ein Neubau», teilte die für Bau zuständige Innenministerin Magdalena Finke (CDU) mit. «Wir sehen große Ausbaureserven im Bestand, die noch nicht genutzt sind.»
Wichtigster Punkt der Neuregelung ist, dass bei baulichen Änderungen der baurechtliche Bestandschutz erhalten bleibt und keine teuren Nachrüstpflichten entstehen. So können etwa in Gründerzeitgebäuden Holztreppen erhalten bleiben, die so im Neubau nicht mehr zulässig sind. Auch beim Schallschutz müsse das veränderte Gebäude nicht mehr leisten als das alte. Beim Ausbau von Dachgeschossen oder Aufstockungen werden keine neuen Abstandsflächen ausgelöst, sofern keine neuen Bauteile wie Balkone an die bisherigen Außenwände angebracht werden.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und fünf EU-Kollegen fordern eine EU-weite Übergewinnsteuer für Ölkonzerne. Angesichts steigender Spritpreise und massiver Gewinne der Energiebranche soll das Thema Mitte September in Dublin diskutiert werden.

Im Liveblog: Bayerns BSW-Chef Klaus Ernst schließt AfD-Duldung aus. Bundeskanzler Merz verspricht Wirtschaftsentlastung. Mario Voigt als Thüringer CDU-Chef wiedergewählt. Antisemitismusbeauftragter Klein fordert schärferes Strafrecht gegen Hamas-Sympathisanten.

Bundeskanzler Merz besucht nach seinem Urlaub den Hürtgenwald. Währenddessen äußert sich Alexander Dobrindt vage zu einem Waffenfund bei Berlin, und Rüstungsstaatssekretär Jens Plötner betont die Notwendigkeit schneller technologischer Anpassungen im Ukrainekrieg.

Dirk Kurbjuweit analysiert die aktuelle Sicherheitslage nach einem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig und einem Vorfall in einem Waffenlager nahe Berlin, zu denen sich die Bundesregierung bisher nicht äußert.
Im Iran wurde ein Mann hingerichtet, der wegen seiner Teilnahme an regierungskritischen Protesten zum Tode verurteilt worden war. Ihm wurden unter anderem »Kriegsführung gegen Gott« und operative Aktivitäten für Israel und die USA vorgeworfen.

Die Bahngewerkschaft EVG droht mit bundesweiten Streiks im Januar, falls die Bundesregierung nicht noch dieses Jahr ein Gesetz für härtere Strafen bei Angriffen auf Zugpersonal einbringt. Das Verkehrsministerium betont, dass eine Anpassung bereits in Arbeit sei.