Software: Mit der Microsoft-Strategie gegen Microsoft: Wie Open Desk zur Office-Alternative werden soll
Nach US-Sanktionsdrohungen wechselt der IStGH zu Open Desk, doch das deutsche Unternehmen Zendis kämpft mit der hohen Nachfrage.
Quick Look
- Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag nutzt aufgrund von US-Sanktionsrisiken die Open-Source-Software Open Desk des deutschen Unternehmens Zendis.
- Der plötzliche Erfolg überforderte die Kapazitäten des Anbieters.
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Why It Matters
Der IStGH befürchtet durch US-Sanktionen den Verlust des Zugriffs auf US-Software. Zendis ist ein staatseigenes deutsches Unternehmen.
Berlin. Im Herbst 2025 traf der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) eine Entscheidung, die in der Technologiewelt Aufsehen erregte. Die Institution befürchtete wegen Sanktionen der USA gegen sich, dass sie den Zugriff auf die Software von amerikanischen Anbietern wie Microsoft verlieren könnte – und suchte nach Alternativen, die sich nicht per Dekret aus Washington abschalten lassen.
Fündig wurde der Gerichtshof bei Zendis, einem staatseigenen Unternehmen aus Deutschland. Inzwischen setzt die Institution in Den Haag auf Open Desk, ein quelloffenes Programmpaket, das Alternativen zu Word, Excel, Outlook und Onedrive bieten soll. Der Gerichtshof ist der prominenteste Anwender.
Doch mit dem Prestigekunden hat sich ein Problem aufgetan: Der IStGH machte Open Desk schlagartig bekannt – und löste eine Nachfrage aus, der Zendis nicht gewachsen war. „Mit unserer bisherigen Aufstellung konnten wir die enorme Nachfrage nicht bedienen“, sagte Co-Geschäftsführer Leonhard Kugler dem Handelsblatt. Zwar hat das Unternehmen Lizenzen für mehr als 200.000 Büro-Arbeitsplätze verkauft. Doch einen Großteil der Anfragen, so der Manager, habe man im vergangenen Jahr ablehnen müssen. Seither hat sich bei Zendis viel getan.
Open Questions
- Wie hat Zendis seine Kapazitäten seit dem letzten Jahr angepasst?






