SPD-Politiker Fiedler wirft AfD vor, Putin Türöffner zu sein und kritisiert rauen Ton im Bundestag
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- Im Maischberger-Interview kritisiert SPD-Politiker Fiedler den rauen Ton im Bundestag anhand von AfD-Abgeordnetem Brandner, wirft der AfD vor, von Putins Informationskrieg zu profitieren und warnt vor einer "Türöffnerproblematik für Putin", sollte die AfD in Sachsen-Anhalt in Sachsen-Anhalt Regierungsverantwortung übernehmen.
- Brandner weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer "links-woke-verrückten" SPD.
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Why It Matters
Der Beitrag stammt aus einem Fernsehinterview bei Maischberger, in dem SPD-Politiker Fiedler und AfD-Abgeordneter Brandner über den Ton im Bundestag, die Wählerwanderung zur AfD und sicherheitspolitische Risiken diskutieren. Dabei wird eine Umfrage von Infratest zitiert, wonach 65 Prozent der finanziell benachteiligten Wähler die AfD gewählt hätten.
Fiedler will seine Kritik am raueren Ton im Bundestag nicht im Allgemeinen belassen. Er nimmt sich Brandner als konkretes Beispiel vor und verweist auf dessen zahlreiche Ordnungsmaßnahmen. Brandner, so Fiedlers Vorwurf, stehe bei den Abgeordneten, die sich in den Debatten besonders „unflätig“ benehmen, „ganz weit oben“. Brandner geht daraufhin empört auf Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ein und wirft ihr eine „absolut parteiische Führung“ vor: „Sie wollte uns aus dem Saal werfen. Das scheint sie jetzt irgendwie jedes Mal machen zu wollen.“
Moderatorin Maischberger hält Fiedler dann eine Umfrage von Infratest vor: Wähler, die sich in einer schlechten finanziellen Lage wähnen, haben zu 65 Prozent bei dieser Wahl die AfD gewählt. „Was haben Sie falsch gemacht, um diese Wählergruppe zu verlieren?“, fragt sie den SPD-Politiker.
Auf die unbequeme Frage findet Fiedler zunächst eine bemerkenswert offene Antwort: „Sicherlich viel“ habe seine Partei falsch gemacht. Doch konkret wird es danach kaum. Statt über eigene politische Fehler spricht der SPD-Innenpolitiker vor allem über Telegram, soziale Netzwerke und die Emotionalisierung des AfD‑Wahlkampfs. Die Mediennutzung der Wähler wird zur zusätzlichen Erklärung – ohne dass Fiedler die zentrale Frage wirklich beantwortet.
Brandner hat hierzu eine direktere Antwort. Früher habe die SPD „richtigen Kontakt zu den Arbeitern“ gehabt, so Brandner. Mittlerweile habe sie sich zu einer „links-woke-verrückten Partei entwickelt, die von den Linken, von den Grünen überhaupt nicht mehr zu unterscheiden ist“.
Fiedler weist das als „erwartbaren Klassiker“ zurück. „Wenn ich vor der Sendung was hätte aufschreiben sollen, dann hätte ich genau das aufgeschrieben. Sie versuchen, eine Geschichte aufzumachen, die tatsächlich nicht stattfindet.“ Brandner verkürze nach seiner Ansicht komplexe wirtschaftliche und globale Zusammenhänge auf genau solche Geschichten. Bemerkenswert ist dabei Fiedlers Vorwurf, die AfD produziere bewusst kurze, zugespitzte Redebeiträge, die sich auf YouTube und anderen Plattformen gut verbreiten ließen. Gleichzeitig wirft er der Partei vor, sie verspreche Dinge, obwohl sie wisse, dass sie diese politisch oder rechtlich nicht vollständig realisieren kann.
SPD-Politiker Fiedler sieht bei AfD-Regierung „Türöffnerproblematik für Putin"
Im weiteren Schlagabtausch geht Fiedler auf die Sicherheitsbedenken gegenüber der AfD ein. „Das allergrößte Risiko, das von Ihnen ausgeht, Herr Brandner, und das müssen Sie sich sagen lassen, ist, dass Sie im System Putin eine maßgebliche, große Rolle spielen.“ Er sagt ausdrücklich, Putin führe nicht nur einen Krieg mit Waffen, sondern auch einen „Informationskrieg im virtuellen Raum“, von dem die Partei profitiere. Fiedler spricht von einer möglichen „Türöffnerproblematik für Putin“, falls die AfD in Sachsen-Anhalt Regierungsverantwortung übernehmen sollte.
Brandner bleibt eine konkrete Antwort zunächst schuldig. Maischberger hakt deshalb nach – und übersetzt die abstrakte Warnung in ein konkretes Szenario: Wie müsste Deutschland mit Russland umgehen, wenn sich herausstelle, dass Moskau hinter einem versuchten Anschlag in Leipzig steckt? Brandner spricht von „Konsequenzen“, nennt aber keine. Stattdessen verweist er auf Nord Stream und die Ukraine. Maischberger hakt mehrfach nach, bis eine fast verzweifelte Moderatorin selbst erkennen muss: „Darf ich einfach festhalten, dass Sie der Frage ausweichen? Und dann lassen wir es einfach dabei.“ Mehr Klarheit war von Brandner zu diesem Punkt nicht zu bekommen.
Im weiteren Verlauf greift Maischberger den Begriff „kulturfremde Menschen“ auf, der offenbar im Zusammenhang mit „Remigration“ im AfD-Programm bzw. in den von Brandner vertretenen Positionen vorkommt. Sie verlangt eine Erklärung: Wer gilt für die AfD eigentlich als „kulturfremd“?
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die AfD wird bei der kommenden Wahl in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft werden.
Possible · Within months
Die SPD wird ihre Kritik an der AfD wegen deren angeblicher Nähe zu Putin fortsetzen.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Welche konkreten Schritte plant die SPD, um verlorene Wähler zurückzugewinnen?
- Wie genau soll die AfD von Putins Informationskrieg profitieren, und welche Beweise gibt es dafür?
- Welche spezifischen Maßnahmen würde eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt ergreifen, die Russlands Interessen stärken könnte?
- Wie definiert die AfD den Begriff "kulturfremd" im Kontext ihrer Remigrationspolitik?


