
Trotz sinkender Preise vor dem Stichtag gibt es Uneinigkeit über die vollständige Weitergabe der Steuersenkung an die Verbraucher.
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Der Tankrabatt ist eine staatliche Maßnahme zur Senkung der Energie- und Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits im Mai und Juni umgesetzt.
München. Der Tankrabatt gilt ab Donnerstag, die Spritpreise haben bereits zuvor nachgegeben. Am Mittwochvormittag um 10.00 Uhr war Super E10 laut Daten des ADAC um 4,2 Cent billiger als zum gleichen Zeitpunkt am Dienstag. Bei Diesel ging es um 3,9 Cent nach unten. Kurz vor dem Preissprung am Mittag waren Benzin und Diesel laut Daten des Spritpreisportals Tankerkönig sogar rund 5 Cent billiger als 24 Stunden zuvor. Der Mittagssprung am Mittwoch fiel dennoch etwas höher aus als zuletzt.
Am Dienstag waren die Preise bereits im bundesweiten Tagesdurchschnitt gesunken. Ein Liter E10 kostete laut ADAC 2,258 Euro und damit 1,8 Cent weniger als am Montag, Diesel verbilligte sich um 1,6 Cent auf 2,409 Euro.
Die Gründe für den spürbaren Preisrückgang an den Zapfsäulen ließen sich nicht eindeutig benennen, heißt es vom ADAC. „Eine Rolle dürfte jedoch die jüngste Entspannung an den internationalen Ölmärkten spielen. Hinzu kommt, dass die Kraftstoffpreise zuletzt ein außergewöhnlich hohes Niveau erreicht hatten.“ Die Preisentwicklung zeige zudem, dass bei dem derzeit sehr hohen Preisniveau durchaus Spielraum für Preisnachlässe vorhanden sei.
In der Nacht zum Donnerstag dürften die Preise dann noch einmal fallen. Dann gilt der Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter auf Sprit. Er betrifft zwar nur Sprit, der nach Mitternacht die Tanklager und Raffinerien verlässt, der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) erwartet aber, dass der Rabatt sofort in vollem Umfang weitergegeben wird. „Die neuerliche Senkung von Energie- und Mehrwertsteuer wird ab 1. Oktober um Mitternacht ohne Einschränkungen und Aufschläge weitergegeben - wie schon im Mai und Juni“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Christian Küchen.
Der ADAC ist hier skeptischer. „Die Preise werden sukzessive zurückgehen“, sagt Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. „Wir fordern eine vollständige und möglichst schnelle Weitergabe, es ist aber zu befürchten, dass es Mitnahmeeffekte gibt, der Steuerrabatt also nicht komplett beim Autofahrer ankommt.“
Dem widerspricht der en2x mit Verweis auf den „intensiven Wettbewerb“ von 14.000 Tankstellen in Deutschland. „Untersuchungen, die etwas anderes behaupten, berücksichtigen zumeist nicht, dass sich neben den Steuersätzen andere Kostenfaktoren häufig ändern, die für die Preisbildung an Tankstellen ebenso relevant sind“, betont Küchen.
Es gibt aber weitere kritischer Stimmen zu diesem Thema: Beim Tankrabatt im Mai und Juni waren unter anderem das Ifo-Institut, die Monopolkommission und auch das Bundeskartellamt zum Schluss gekommen, dass der Rabatt weitgehend, aber nicht zu 100 Prozent weitergegeben wurde. Der en2x hat dem stets widersprochen.
Dass Tankstellen am Donnerstag durch die erwartete hohe Nachfrage der Sprit ausgeht, erwartet man beim ADAC nicht. „Das war auch beim letzten Mal im Mai nicht der Fall und damals gab es das zusätzliche Problem, dass der 1. Mai ein Feiertag ist“, sagt Kraftstoffmarktexperte Laberer.
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Preise fallen in der Nacht zum Donnerstag aufgrund des Steuernachlasses.
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