Staatsbesuch in Frankreich: Steinmeier: Deutsche werden gute Europäer bleiben
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron betonen die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit für die Zukunft Europas.
Quick Look
- Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Staatsbesuch in Frankreich bekräftigt, dass Deutschland trotz innenpolitischer Veränderungen ein verlässlicher europäischer Partner bleibt.
- Gemeinsam mit Emmanuel Macron betonte er die Notwendigkeit der Kooperation.
AI-generated summary
Why It Matters
Bundespräsident Steinmeier und Präsident Macron beenden im kommenden Jahr ihre Amtszeiten. Beide Länder stehen vor Herausforderungen durch gesellschaftliche Polarisierung und wirtschaftliche Stagnation.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Staatsbesuch in Frankreich versichert, dass Deutschland auch nach den jüngsten Wahlergebnissen eine tragende Rolle in Europa einnehmen wird. «Auch die Deutschen werden gute Europäer bleiben, bei allem, was sich bei uns verändert, wirtschaftlich, politisch, gerade auch in der Sicherheitspolitik», sagte Steinmeier nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
«Deutschland kann nur als europäisches Deutschland erfolgreich sein, eng eingebettet in die Europäische Union. Das gilt und das wird für uns auch so bleiben», versprach Steinmeier. Auch Macron beschwor die Bedeutung beider Länder für die Zukunft Europas. «Wenn Deutschland und Frankreich nicht gemeinsam voranschreiten, kommt Europa überhaupt nicht voran», sagte er. Die Kooperation beider Länder sei wichtig, um «unsere Demokratien und deren Vitalität zu stärken – in einer Zeit, in der Verschwörungstheorien und Skepsis manchmal die Oberhand gewinnen».
«Reformen werden schwieriger»
Die beiden Präsidenten trafen sich für eine Art doppelten Abschiedsbesuch - denn beide scheiden im kommenden Jahr aus ihren Ämtern. Für ihre Länder seien die Zeiten schwierig, sagte Steinmeier. Es gebe eine Polarisierung der Gesellschaft, die radikalen Ränder würden stärker. Das mache die Bildung von Regierungen und das Regieren nicht einfacher. Aus ihrer Wachstumskrise kämen sie nicht heraus, «wenn alles so bleibt, wie es ist». «Gleichzeitig sind Reformen noch schwieriger geworden», sagte Steinmeier wohl auch mit Blick auf die Bundesregierung.
Open Questions
- Welche konkreten Reformschritte sind geplant?
- Wie wird die Zusammenarbeit nach dem Amtswechsel der Präsidenten fortgesetzt?

