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Sturzflut an der Grenze zwischen Nepal und China fordert mindestens 160 Todesopfer
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Spiegel Ausland1 hour agoWorld2 min readGermany

Sturzflut an der Grenze zwischen Nepal und China fordert mindestens 160 Todesopfer

Nach einem Gletscherabbruch und Schuttfluss in der Grenzregion zu Tibet laufen internationale Rettungsmaßnahmen an.

Quick Look

  • Nach einer verheerenden Sturzflut in der nepalesisch-chinesischen Grenzregion stieg die Zahl der Toten auf 160.
  • Hunderte Touristen und Sicherheitskräfte gelten als vermisst.
  • Ursache war ein Gletscherabbruch, der eine gewaltige Schuttwelle auslöste.

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Why It Matters

Die Katastrophe wurde durch einen Gletscherabbruch und nachfolgenden Schuttfluss ausgelöst, was zunächst fälschlicherweise für ein Erdbeben gehalten wurde.

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Die Zahl der Todesopfer nach der heftigen Sturzflut in einer Gebirgsregion an der Grenze von Nepal und China ist auf mindestens 160 gestiegen. Die nepalesische Polizei spricht von mindestens 157 Toten, in China sind drei Tote bestätigt.

Nach Zahlen der nepalesischen Regierung gab es zunächst keinen Kontakt mehr zu 391 ausländischen Touristen sowie 93 nepalesischen Reisenden. Zudem seien 44 Angehörige der nepalesischen Armee sowie 31 Polizeibeamte unauffindbar. Die nationale Tourismusorganisation »Nepal Tourism Board« hatte zuvor berichtet, der Großteil der vermissten Reisenden stamme aus dem Nachbarland Indien. Die Organisation berief sich dabei auf vorläufige Zahlen von Reise- und Trekkingagenturen, die Touren durch die betroffene Region organisieren.

Internationale Hilfe läuft an

Die US-Erdbebenwarte USGS erklärte, in der Grenzregion zu Tibet seien durch einen Erdrutsch Erschütterungen der Stärke 5,2 verzeichnet worden. Zunächst sei man von einem Erdbeben ausgegangen. Zusätzliche Analysen deuteten allerdings darauf hin, »daß die seismische Energie stattdessen durch einen Gletscherabbruch und Schuttfluss erzeugt wurde«, teilte die USGS mit.

Auch Anwohner nahmen die Sturzflut anfangs wohl wie ein Beben wahr. Er habe gedacht, dass es ein Erdbeben habe, zitiert »The Kathmandu Post« den Leiter des Hauptzollamts in Rasuwa, Rajendra Dhugana. »Es war die Flut, die sich wie eine fast 100 Meter hohe Welle auftürmte und durch den Markt fegte.« Innerhalb von Sekunden sei der Markt verschwunden.

Inzwischen läuft auch die internationale Hilfe an. »Copernicus wurde aktiviert, um die Kartierung der betroffenen Gebiete in Nepal zu unterstützen und die Hilfsmaßnahmen vor Ort zu fördern. Wir sind bereit, weitere europäische Hilfe zu mobilisieren« schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. Copernicus ist das europäische Erdbeobachtungsprogramm und kann durch die Bereitstellung von Satellitenbildern bei der Bewältigung von Naturkatastrophen unterstützen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, Deutschland sei bereit, Hilfe zu leisten.

Uno-Generalsekretär António Guterres zeigte sich nach Angaben eines Sprechers betroffen und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Die Vereinten Nationen würden die von der Regierung geleiteten Rettungsmaßnahmen unterstützen und dafür Hilfsgüter und Helfer bereitstellen.

Open Questions

  • Wie viele der vermissten Personen können lebend geborgen werden?
  • Wie hoch ist das Ausmaß der Zerstörung in den unzugänglichen Gebieten?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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