
Der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Super E10 steigt auf 2,215 Euro pro Liter und übertrifft den bisherigen Höchststand aus dem März 2022.
AI-generated summary
Der Iran-Konflikt hat zu erneuten militärischen Auseinandersetzungen geführt, die sich unmittelbar auf die internationalen Energiemärkte auswirken.
München. Nach dem Wiederaufflammen des Irankriegs hat der Preis für Superbenzin der Sorte E10 einen Höchststand erreicht. Der Preis für einen Liter stieg am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt auf 2,215 Euro und übertraf damit den bisherigen Rekord von 2,203 Euro aus dem März 2022, wie der ADAC auf Anfrage am Donnerstag mitteilte.
Es handelt sich um einen nominellen Preisrekord. Inflationsbereinigt war Benzin in der Vergangenheit schon teurer als heute, so etwa im Jahr 2012.
Die USA hatten vor wenigen Tagen ihre Angriffe auf den Iran wieder aufgenommen, der mit Gegenangriffen reagierte. Die neuerliche Eskalation hat die Rohölpreise wieder in die Höhe getrieben. Zwar wurde der deutliche Preisanstieg der vergangenen Handelstage am Donnerstag vorerst gestoppt. Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 94,26 US-Dollar gehandelt. Seit Wochenbeginn hat sich Rohöl der Sorte Brent aber um mehr als fünf Prozent verteuert.
Auch das Niedrigwasser am Rhein machte sich zuletzt in den Preisen bemerkbar, da es die Transportkosten erhöhte. E10 ist die günstigste gängige Benzinsorte in Deutschland. In der Regel ist sie 5 bis 6 Cent billiger als Super E5, das weniger Biosprit enthalten darf.
Hohen Spritpreisen folgen häufig Rufe nach Entlastung der Autofahrer. Von Anfang Mai bis Ende Juni galt ein Tankrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter, der den Bund nach einer Schätzung des Finanzministeriums rund 1,6 Milliarden Euro kostete. Eine Neuauflage hat die Bundesregierung bislang abgelehnt. Die deutschen Staatsfinanzen sind wegen des schuldenfinanzierten Investitionspakets in den roten Zahlen.
Nominelle Preisrekorde spiegeln ohnehin nicht wider, wie viel Prozent ihres Einkommens die Bürger für Energie, Lebensmittel etc. tatsächlich ausgeben müssen. Denn es steigen sowohl die Preise als auch die Gehälter. Die Statistischen Ämter melden die Teuerungsrate daher stets bereinigt. Die Inflation war im August wegen des Irankriegs insgesamt wieder auf 2,9 Prozent gestiegen.
Wenn eine Tankfüllung deutlich über 100 Euro kostet, schmerzt das Autofahrer. Die Auswirkungen der Spritpreise auf die Gesamtkosten pro gefahrenem Kilometer sind allerdings überschaubar. Selbst wenn die Spritpreise um 50 Cent pro Liter steigen - das wäre noch etwas mehr als der aktuelle Anstieg bei E10 im Vergleich zu den Vorkriegswerten - macht das den einzelnen Kilometer bei einem Auto mit 8 Litern Verbrauch nur um 4 Cent teurer.
Andere Kostenfaktoren wie der Wertverlust bei neueren Autos sind deutlich größer. In der aktuellen Autokosten-Statistik des ADAC erreichen nur sehr wenige Fahrzeuge Kilometerkosten von weniger als 40 Cent pro Kilometer.
AI outlook — possibilities, not facts
Anhalten hoher Kraftstoffpreise bei anhaltendem Konflikt
Likely · Within weeks

EZB-Direktorin Isabel Schnabel verhandelt laut Berichten über einen Wechsel zum Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Ein vorzeitiger Abschied würde sie als Kandidatin für die EZB-Präsidentschaft ausschließen.

Das Handelsblatt analysiert ein Portfolio aus drei globalen Dividenden-ETFs, das durch versetzte Ausschüttungsmonate ein monatliches Zusatzeinkommen ermöglicht. Die Strategie erfordert eine hohe Investitionssumme für signifikante Beträge.
Im August stiegen die Neuzulassungen reiner Elektroautos in Deutschland um 75,1 Prozent auf fast 69.000 Fahrzeuge. Experten führen den Boom auf staatliche Prämien zurück und warnen vor einem Einbruch nach Förderende. Chinesische Hersteller verzeichnen Rekordmarktanteile.

Führende deutsche Wirtschaftsinstitute haben ihre BIP-Prognosen für 2026 deutlich nach oben korrigiert. Trotz Exportzuwächsen und staatlicher Investitionen belasten weiterhin hohe Energiepreise, Bürokratie und ein anhaltender Stellenabbau die Konjunktur.

Der deutsche Pkw-Markt wuchs im August um 2,6 Prozent auf 212.563 Neuzulassungen. Während gewerbliche Käufe sanken, stiegen private Zulassungen um 17 Prozent. Elektroautos verzeichneten einen Zuwachs von 75 Prozent, während Benziner und Diesel deutlich an Boden verloren.

Im August stiegen die Neuzulassungen reiner Elektroautos in Deutschland um 75,1 Prozent auf fast 69.000 Fahrzeuge. Experten führen den Zuwachs auf staatliche Förderungen zurück und warnen vor einem Nachfrageeinbruch nach deren Auslaufen.