
Eine IT-Beraterin erinnert sich an den 11. September 2001 in New York, die Evakuierung, das Trauma und das Ende ihrer Beziehung.
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Susanne Hegenscheidt erlebte die Terroranschläge am 11. September 2001 im Financial District in New York City und litt an den Folgen einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Susanne Hegenscheidt, IT-Beraterin in New York City, September 2001:
»Ich bin als junge, gut ausgebildete, lebensfrohe, lustige Frau nach New York gezogen, zu meinem Freund. Wir wohnten im »Financial District«. Meine Freund und ich hatten uns verlobt, wollten heiraten. Wir hatten einfach das Gefühl, das ist jetzt unsere Zeit. Am Morgen vom 11. September hatte ich Schmetterlinge im Bauch: Schöner Tag, blauer Himmel. Brad musste früher los, weil er einen längeren Pendelweg hatte. Er musste mit der Subway fahren, also mit der U-Bahn. Und ja, dann noch ein inniger Kuss. Sweety, see you tonight, habe einen schönen Tag. Und dann ist er los.
Als die beiden Tower brannten, da bin ich auf unsere Dachterrasse und ich hatte meine Kamera dabei und konnte dann Fotos machen. Ich konnte alles sehen, was da passierte, das Feuer und der Rauch und die Menschen, die an den Fenstern hingen. Und ich habe gesehen, da kommt ganz viel Papier raus, Trümmer. Und dann habe ich plötzlich gesehen, dass sich dieses Trümmerteil gestreckt hat. Und dann habe ich verstanden, das ist gar kein Trümmerteil, das ist ein Mensch. Ich habe gebetet, was ich vorher jahrelang – ich war nicht so religiös, aber in dieser Situation habe ich bei mir selbst plötzlich festgestellt, dass ich bete. Völlig automatisch. Der nächste Gedanke war, ich muss versuchen meinen Freund zu erreichen. Ich habe versucht, ihn anzurufen, habe ihn aber nicht erreicht.
Da war plötzlich dieses unsägliche Geräusch, so als würde die Erdachse sich aus der Balance heben. Und dann kam diese Wolke, ich stand am Fenster, war total geschockt und konnte mich gar nicht bewegen, ich war wie gelähmt, aber hatte die Kamera hochgenommen und habe immer so auf den Ausdrücker, Auslöser gedrückt. Und diese Wolke kam auf unser Fenster zu. Und dann war alles schwarz. Und da ging mein Blitz an und der Blitz, der hat mich aus dieser Starre rausgerissen und mein Gehirn ist irgendwie wieder angesprungen und dann habe ich gedacht, boah, ich muss hier weg. Und dann kam durch den Haus-Lautsprecher: »Evacuation, Evacuation, you have to evacuate down to the lobby.« Und dann runter durchs Treppenhaus, runter, runter, runter, 15-Stockwerke, runter, runter mit wackelnden Knien. Die Lobby war sehr dunkel, nachdem der South Tower eingestürzt war. Das heißt, es war alles dunkel-graubrauner Rauch draußen. Du konntest ja kaum einen Meter weit sehen.
Und als ich nach vielen, vielen Stunden endlich bei meinem Freund war, bei seiner Arbeitsstelle, der arbeitete in einer Investmentbank, dann bin ich da rein und habe als Erstes natürlich gefragt, ob Brad, mein Verlobter, da angekommen sei. Jaja, da haben sie in den Listen nachgeschaut, ja, der hat sich eingecheckt. Und mein Herz fing irgendwie an zu schlagen und er kam auf mich zu. Und das Erste, was er zu mir gesagt hat, war »Sweetie, you don't cry in front of my co-workers. Mein Schatz, du weinst nicht vor meinen Kollegen.« Das war ein neuer Schock für mich. Das war, als würde mein eigener, innerer Tower zusammenbrechen. Ich saß da noch etwa drei Stunden, bis die dann endlich Feierabend gemacht haben. Besonders bei einer Investment Bank ist so ein unvorhergesehenes Ereignis … es ist sehr spannend zu sehen, wie wirkt sich das auf die Börsenkurse aus? Das ist deren Job. Für meinen Freund war 9/11 plötzlich auch aus heiterem Himmel die »Business Opportunity« überhaupt. Plötzlich hatten die die Möglichkeit, aus Asche Gold zu machen. Das war seine Art mit diesen schrecklichen Ereignissen umzugehen. Nachdem wir zwei Wochen evakuiert waren und wir konnten wieder in unserer Wohnung sein, das hat mich überhaupt nicht losgelassen. Dieser ganze Tag hat sich immer und immer und wieder in meinem Kopf abgespielt. Bei jedem Sirenengeheul, was man hört, da geht sofort wieder die große Flatter. Da denkt man, ist jetzt wieder was passiert? Ist wieder irgendein Gebäude vielleicht einstürzt, bedroht? Oder sind irgendwelche Rescue-Arbeiter irgendwo abgestürzt?
Ich hatte neurologische Störungen, also immer wieder Muskelausfälle, die dazu führten, dass ich teilweise keine 100 Meter weit gehen konnte. Dann hatte ich ein Fatigue-Syndrom, also ein plötzliches Ermüden. Im Nachhinein kann man sagen, das ist ganz klar posttraumatische Belastungsstörung. Ich wollte nicht mehr in New York sein, ich konnte da nicht mehr sein. Mein Freund hat das nicht akzeptiert, der fand das nicht gut. Da wusste ich noch nicht, dass ich tatsächlich nie wieder nach New York zurückkommen würde. Dann hat er auch nicht mehr auf meine Anrufe reagiert und selber nicht mehr angerufen. Das war dann vorbei. Ich habe keinen Kontakt mehr.
25 Jahre später, da lebe ich ganz woanders. Ich habe drei Kinder bekommen und wir sind in ein winziges südnorwegisches Dorf gezogen mit 56 Festeinwohnern. Die Sehnsucht, die uns hierher getrieben hat, war einfach Ruhe zu haben von seelischen Erschütterungen. Meinen Kindern erzähle ich teilweise von 9/11. Die fangen langsam an, sich dafür zu interessieren. Und ich versuche meine Kinder zu selbstständig denkenden Menschen und Mitgliedern dieser Gemeinschaft zu erziehen. Das Leben, die Welt, ist komplexer als Schwarz und Weiß. Ich habe am 11. September leider aufgehört zu träumen. Ein Stück von mir ist an dem Tag auf dem Broadway liegen geblieben. Kommt nicht wieder. Die Leichtigkeit ist weg.«
During the nationwide warning day, sirens and loud cell phone alarms sounded in Berlin, which, among other things, interrupted a speech in the House of Representatives. Authorities tested various warning devices for emergencies.
According to military circles and eyewitnesses, the Houthi militia has captured the strategically important port city of Mocha on Yemen's west coast. This means they control a key entrance to the Bab al-Mandab Strait.

The federal and state governments have triggered their disaster warning systems on a trial basis. Participation was voluntary. The aim is to reach the population in an emergency and increase awareness of warnings.
A drone incident in Moldova is being investigated after Norwegian Prime Minister Jonas Gahr Støre said Ukrainian President Volodymyr Zelensky's plane was almost hit by a drone en route to King Harald V's funeral in Oslo. However, Ukrainian and Moldovan sources qualified the account and explained that a Russian drone had entered Moldovan airspace, whereupon the flight space was closed and later reopened.

A day before the unprecedented mass arrival of up to 80,000 migrants in Ceuta at the end of July, the Spanish secret service CNI warned the authorities of a possible "attack by land and sea". The warnings related to views on social networks with a total of around 180,000 followers and were also forwarded to Moroccan authorities. Thousands of migrants continue to stay in the Spanish exclave.

On the evening of September 11, 2001, fears that the world would change fundamentally were also expressed in Frankfurt. This prediction has come true, but terror has since taken on new forms, including Islamist extremism in the fight against the “infidels.”