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Die BSW-geführte Regierungskoalition in Thüringen besteht aus CDU, BSW und SPD und hat im Landtag keine eigene Mehrheit, sondern relies on Kompromisse mit der Linken. Der Streit mit der Bundespartei um eine mögliche Tolerierung des AfD-Kandidaten in Sachsen-Anhalt eskaliert seit Tagen.
Die Krise in der Thüringer Brombeerkoalition hat eine neue Eskalationsstufe erreicht: Zehn weitere BSW-Abgeordnete wollen die Partei verlassen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa sind auch alle drei BSW-Minister darunter – Vize-Ministerpräsidentin und Finanzministerin Katja Wolf, Digitalminister Steffen Schütz und Umweltminister Tilo Kummer. Auch der BSW-Landesvorsitzende neben Wolf, Gernot Süßmuth, trat von seinem Amt zurück. Die Fraktion hatte nach dem Austritt von drei Abgeordneten Mitte der Woche noch zwölf Mitglieder.
Zunächst hieß es nach dpa-Informationen, dass die Abgeordneten Fraktion und Partei verlassen wollen. In der Pressekonferenz erklärte Fraktionsvorsitzende Sigrid Hupach später, dass die BSW-Fraktion zunächst mit zwölf Mitgliedern weiterbestehe, wie auch der MDR berichtete . »Wir stehen weiter zur Koalition«, sagte Hupach. In den kommenden Tagen würden nun die nächsten Schritte beraten. Auch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) erklärte später, dass die Koalition bestehen bleibe und er weiterregieren wolle. Er sprach von einem »Tag der Klarheit«.
Wolf: »Wir sind nicht gewählt für ständige Abwehrkämpfe«
Fraktions- und Parteispitze äußerten sich am Vormittag im Landtag in Erfurt. Katja Wolf räumte ein, dass ihr der Schritt nicht leicht fiele. Die Bundespartei habe sich aber vom Gründungskonsens entfernt. »Die letzten Tage haben deutlich gemacht, dass es keinen gemeinsamen Weg mehr geben kann.« Sie wollten den Fokus konsequent auf Thüringen legen. »Wir sind nicht gewählt für ständige Abwehrkämpfe.« Sie seien zudem nicht gewählt für »Flirts mit Rechtsradikalen«.
Bereits am Mittwoch waren die Abgeordneten Stefan Wogawa, Roberto Kobelt und Dirk Hoffmeister aus Partei und Fraktion ausgetreten. Die drei Ex-BSW-Politiker wollen mit einer eigens gegründeten Partei »Deine Stimme zählt« eine parlamentarische Gruppe bilden.
Offener Streit mit Bundespartei
Die Austritte verschärften den offenen Streit zwischen dem BSW in Thüringen und der Bundespartei. Wagenknecht hatte angekündigt, das BSW werde den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, im dritten Wahlgang durch Enthaltung nicht daran hindern, Ministerpräsident zu werden. Die BSW-Landeschefin Wolf positionierte sich gegen ein solches Szenario. »Ich warne davor, dass meine Partei einer AfD leichtfertig zur Macht verhilft. Für das BSW kann es keine Verbrüderung mit der AfD geben«, sagte Wolf.
Das BSW ist im Freistaat Teil der Regierungskoalition von CDU, BSW und SPD. Das Bündnis hatte im Landtag schon bisher keine eigene Mehrheit – es bestand ein Patt von 44 von 88 Sitzen zur Opposition von AfD und Linke. Mehrheiten hatte sich die Koalition in der Regel mit Kompromissen mit der Linke-Fraktion organisiert.
Zwischen Sahra Wagenknecht und dem Thüringer BSW-Landesverband fliegen die Fetzen, Parteiaustritte bringen die Brombeerkoalition in Not. Wie es für Partei und Regierung jetzt weitergeht, lesen Sie hier .
AI outlook — possibilities, not facts
Die BSW-Landespartei wird ihre Teilnahme an der Koalition überprüfen und möglicherweise zurückziehen.
Possible · Within days
Die Bundespartei wird disziplinarische Maßnahmen gegen die austretenden Abgeordneten ergreifen.
Possible · Within weeks

Denmark wants to accommodate irregular migrants in deportation centers outside the EU from 2027, as Minister Morten Bødskov explained after a working group meeting in Copenhagen. Germany, however, is hoping for an agreement with third countries this year.
The BSW state parliament member Anke Wirsing assumes that she will sit in the Thuringian state parliament without a faction in the future, as the ten BSW MPs who have announced that they are leaving the party want to form a new parliamentary group. She and Sven Küntzel are the last two members to remain with the BSW and would not join a new faction.

Ulrich Siegmund rarely talks about migration, Sven Schulze concentrates on economic issues and hardly addresses his opponents - this is shown by an analysis of 425 videos about the digital election campaign in Saxony-Anhalt on TikTok.

Two senior officials from the right-wing populist Reform UK party resigned following allegations of an alleged foreign funding scandal. Party leader Nigel Farage rejected the allegations and emphasized that he had not broken any laws. The British Electoral Commission is investigating the allegations in cooperation with the police.

Federal Finance Minister Lars Klingbeil criticizes the leaking of government drafts to the media as manipulation and warns of a threat to coalition stability, while experts distinguish between test balloons in terms of content and personal motives and emphasize the role of social media.
In Thuringia, 13 of 15 BSW state parliament members have left the party, including ministers. The state government under CDU Prime Minister Mario Voigt is ensuring stable government work despite the crisis. Sahra Wagenknecht accuses those who left the party of causing maximum damage to the party, while Katja Wolf and others defend their decision and reaffirm their commitment to the coalition.