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Die Wahl von Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt ist historisch, da erstmals seit Gründung der Bundesrepublik ein Rechtsextremer in ein Landtagspräsidium gewählt wurde. Der Bebelplatz in Berlin ist ein symbolischer Ort der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933.
Nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt hat sich die SPD-Bundestagsfraktion in Berlin zu einem spontanen Protest versammelt. Gemeinsam liefen die Abgeordneten vom Bundestag durch das Brandenburger Tor bis zum Bebelplatz – dem Ort, an dem die Nationalsozialisten wenige Monate nach ihrer Machtübernahme im Jahr 1933 Bücher verbrannten. Mehrere Abgeordnete trugen dabei das Grundgesetz in der Hand.
Verteidigungsminister Boris Pistorius sprach bei einer Rede auf der Kundgebung von einem »Tabubruch der parlamentarischen Demokratie«, der darin bestehe, dass »Demokratinnen und Demokraten Rechtsextremisten und Faschisten als Steigbügelhalter gedient haben.« Damit bezog er sich darauf, dass mehrere Abgeordnete, die weder der AfD noch dem BSW angehören, Rausch gewählt haben. Angesichts dessen könne man nicht »zur Tagesordnung übergehen«.
Pistorius stimmt Nationalhymne auf dem Bebelplatz an
Es sei »ein Tag von Wut«, sagte Pistorius weiter. »Und ich sage es in aller Deutlichkeit: Wer das zugelassen hat, hat sich an der Demokratie unseres großartigen Landes vergangen.« Mit Blick auf den Ort der SPD-Kundgebung sagte der Verteidigungsminister: »Hier hat der Kultur- und Epochenbruch seinerzeit seinen Fortgang genommen. Erst brannten Bücher, später brannten Menschen. Wir wissen genau, was Faschismus in diesem Land anrichten kann.« Nach seiner Ansprache stimmte Pistorius die Nationalhymne an, die von vielen weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Demonstration mitgesungen wurde.
»Dieses ist kein normaler Tag«, sagte auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch. Die SPD spüre die Pflicht, Flagge zu zeigen, wenn die Demokratie unter Druck stehe. Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik seien Rechtsextreme in ein Landtagspräsidium gewählt worden. »Das muss uns alle alarmieren«, sagte Miersch.
Mehrere CDU-Abgeordnete könnten für AfD-Kandidaten gestimmt haben
Der AfD-Politiker Rausch war in Magdeburg in geheimer Abstimmung mit 48 Stimmen zum Landtagspräsidenten gewählt worden. Damit erhielt er vier Stimmen mehr, als AfD und BSW zusammen Sitze im Landtag haben. Das BSW hatte zuvor angekündigt, für den AfD-Kandidaten zu stimmen.
Nach Informationen der ZEIT aus AfD-Kreisen könnten mehrere CDU-Abgeordnete im Rahmen einer Vereinbarung mit der AfD für Rausch gestimmt haben. Im Gegenzug will die AfD versprochen haben, einen CDU-Politiker zum Landtagsvizepräsidenten zu wählen. Nach der Wahl Rauschs wurde der CDU-Abgeordnete Carsten Borchert mit 64 Stimmen in das Amt gewählt. Damit muss er zahlreiche Stimmen aus der AfD-Fraktion erhalten haben.
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AI outlook — possibilities, not facts
Es wird eine parlamentarische Untersuchung zur Wahl von Tobias Rausch und möglichen Absprachen zwischen CDU und AfD geben.
Likely · Within weeks
Die AfD wird versuchen, weitere institutionelle Ämter in Landesregierungen zu besetzen, um ihren politischen Einfluss zu erweitern.
Possible · Within months

Thuringia's SPD Interior Minister Georg Maier is calling for an AfD ban to be examined and cites the party's increasing proximity to Russia as a possible motive. He is confident that the evidence will be successful and expects a Federal Council decision this year.

The first AfD state parliament president in Saxony-Anhalt received four more votes than the combined seats of the AfD and BSW in the Magdeburg state parliament. According to SPIEGEL information, Christian Democrats are looking for the culprits for the additional votes.

After the election of AfD politician Tobias Rausch as state parliament president in Saxony-Anhalt, the SPD parliamentary group demonstrated in Berlin. The election of Hans-Thomas Tillschneider as Vice President is also causing a stir and debates across party lines.

Germany and France are working on a joint position paper to resolve the blockage in weakening the ban on combustion engines and the industrial accelerator law. Macron would give up his resistance to CO₂ limits, Merz would give up his rejection of strict “Made in EU” rules. The deal could enable a majority in the Council of Ministers and unblock the European Parliament before the super election year of 2027 begins.
After the election to the Berlin House of Representatives, over 80 signatories from politics and civil society warned against a coalition with the left in a 'Berlin Appeal for Responsibility'. They demand a government majority that represents broad sections of society and is committed to the rule of law and democracy. Among the first signatories are Wolfgang Thierse, Joschka Fischer and Peter Altmaier. The signatories express concerns about the protection of Jewish life and security in Berlin under a left-wing leadership. At the same time, the Left, the Greens and the SPD are planning a third preliminary discussion on forming a government.
The SPD chairman Lars Klingbeil has described the election of Tobias Rausch, a candidate from the AfD, which is classified as right-wing extremist, as the first state parliament president of Saxony-Anhalt as a breach of taboo. Rausch received 48 of 82 votes in a secret vote, four more than the combined votes of the AfD and BSW.