
Der ukrainische Präsident macht die Stadtverwaltung für unzureichende Vorbereitung auf die Heizperiode und russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur verantwortlich.
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Russland hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe mit Drohnen und Raketen gegen ukrainische Energieanlagen intensiviert. Millionen Ukrainer leben bei herbstlichen Temperaturen ohne Heizung mit Strom- und Wasserausfällen. Selenskyj hatte Klitschko bereits im Oktober scharf kritisiert, weil die Umsetzung der Notfallpläne für den Winter in Kyjiw hinter dem Rest des Landes zurückbleibe.
Nach russischen Angriffen vor allem in der Hauptstadt Kyjiw fällt immer wieder der Strom aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat deshalb nun erneut Bürgermeister Vitali Klitschko kritisiert. »Das sind die Folgen nicht umgesetzter Beschlüsse auf städtischer Ebene zur Vorbereitung auf die Heizperiode sowie auf diese russische Operation gegen die ukrainische Energiewirtschaft«, schrieb der Staatschef auf Telegram.
Die Situation sei in der Dreimillionenstadt daher besonders schwer, so der Präsident. Einwohner und Unternehmen leiden unter langen Abschaltungen von Strom und Wasser. »Die Herausforderungen sind sehr ernst«, schrieb Selenskyj.
In den vergangenen Wochen hat das russische Militär seine Angriffe mit Drohnen und Raketen gegen ukrainische Energieanlagen intensiviert. Millionen Ukrainer müssen bei herbstlichen Temperaturen ohne Heizung, mit Strom- und Wasserausfällen leben. Selenskyj warnte am Freitagabend vor neuen russischen Angriffen auf Energieanlagen, aber auch auf die wichtigen Brücken über den Fluss Dnipro.
Klitschko wies die Vorwürfe zurück. »Wie hätte die Hauptstadt denn der ›russischen Sonderoperation gegen die ukrainische Energiewirtschaft‹ vorbeugen sollen?«, fragte er bei Telegram. Er verwies darauf, dass in Kyjiw seit dem 16. Oktober Fernwärme geliefert werde. Vertreter der Hauptstadt seien auch nicht zu den vom Staatschef erwähnten Beratungen eingeladen worden.
Klitschko spricht von »Manipulation« und »Lüge«
Im Oktober hatte Selenskyj seinen Bürgermeister ebenfalls scharf kritisiert. Die Umsetzung der Notfallpläne für den Winter seien »praktisch im ganzen Land weiter fortgeschritten als in Kyjiw«, sagte er nach den Beratungen.
Klitschko bezichtigte Selenskyj nun mit den Anschuldigungen gegen Kyjiw der »Manipulation« und »Lüge«. »Widerwärtig sieht das alles in Bezug auf die Einwohner der Hauptstadt aus«, schrieb er. Das gehe auch gegen die Arbeit der Fachkräfte, die »unter Einsatz ihres Lebens unter Beschuss rund um die Uhr praktisch Unmögliches leisten«.
Der Bürgermeister zweifelte an Selenskyjs Kenntnis der »realen Situation um die Energieversorgung«. Klitschko forderte den Präsidenten auf, die Suche nach Schuldigen in dieser schweren Situation einzustellen. Standhalten könne das Land nur mit einer konstruktiven Zusammenarbeit und einem Zusammenwirken aller Strukturen und Fachleute, schrieb er. Für Schlussfolgerungen sei später Zeit.
Die Regierung ergreift Selenskyj zufolge zusätzliche Maßnahmen, um den Betroffenen der Stromausfälle zu helfen. Mit Deutschland und Spanien gebe es zudem neue Vereinbarungen. »Ich habe dazu mit den Staats- und Regierungschefs und Unternehmen während meiner Besuche gesprochen«, erklärte der Präsident. Es gehe um die Lieferung von Generatoren, Kabeln und anderer Ausrüstung. Probleme gebe es aber auch in den Großstädten Dnipro, Charkiw, Odessa und deren Umland sowie in den Regionen Schytomyr, Sumy, Tscherkassy, Poltawa und Winnyzja.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Regierung wird zusätzliche Hilfsmaßnahmen für Betroffene der Stromausfälle umsetzen, einschließlich der Lieferung von Generatoren, Kabeln und anderer Ausrüstung im Rahmen der Vereinbarungen mit Deutschland und Spanien.
Likely · Within weeks
Russland wird seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen und wichtige Brücken über den Dnipro fortsetzen oder intensivieren.
Likely · Within weeks

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