Im aktuellen Insa-Sonntagstrend gewinnt die Union einen Prozentpunkt hinzu, liegt mit 19 Prozent aber weiter klar hinter der AfD. Die SPD verliert leicht.
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Die Union kämpft seit Längerem mit schwachen Umfragewerten und plant Beratungen der Landesvorsitzenden.
Die Union kann in einer neuen Umfrage leicht zulegen, bleibt aber deutlich hinter der AfD zurück. Im aktuellen Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Insa für „Bild“ kommen CDU und CSU auf 19 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche.
Für Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz kommt der leichte Anstieg kurz vor wichtigen Beratungen innerhalb seiner Partei. Am Sonntag wollen die Landesvorsitzenden der CDU mit Merz über die Ausrichtung der Regierungspolitik beraten. Die Union kämpft seit Längerem mit schwachen Umfragewerten.
Deutlich stärkste Kraft bleibt laut Insa die AfD. Sie erreicht 30 Prozent und liegt damit elf Prozentpunkte vor CDU und CSU. Gegenüber der Vorwoche verändert sich ihr Wert nicht. Drittstärkste Kraft sind die Grünen mit unverändert 14 Prozent.
Die SPD verliert dagegen einen Prozentpunkt und kommt auf 13 Prozent. Die Linke liegt unverändert bei zehn Prozent. FDP und BSW würden nach den Zahlen den Einzug in den Bundestag verpassen. Die FDP erreicht unverändert vier Prozent, das BSW verliert einen Punkt und kommt auf drei Prozent.
Die Umfragewerte im Überblick:
AfD: 30 Prozent (±0 Prozentpunkte)
CDU/CSU: 19 Prozent (+1 Prozentpunkt)
Grüne: 14 Prozent (±0 Prozentpunkte)
SPD: 13 Prozent (-1 Prozentpunkt)
Linke: 10 Prozent (±0 Prozentpunkte)
FDP: 4 Prozent (±0 Prozentpunkte)
BSW: 3 Prozent (-1 Prozentpunkt)
Insa-Chef Hermann Binkert führt das leichte Plus für CDU und CSU auf die politischen Entwicklungen in Berlin zurück. Dort verhandelt die SPD mit Linken und Grünen.
„Die Wähler der SPD lehnen ein rot-grün-rotes Bündnis unter Führung der Linkspartei mehrheitlich ab. Da es eine große Wählerschnittmenge zwischen SPD und Union gibt, werden Wähler der SPD, denen ein von der Linken geführter Senat nicht gefällt, zur CDU/CSU wechseln“, sagte Binkert „Bild“.
An der schwierigen Lage der schwarz-roten Bundesregierung ändert das leichte Plus der Union allerdings zunächst nichts. Zusammen kommen CDU/CSU und SPD in der Umfrage auf 32 Prozent. Damit wären die beiden Regierungsparteien deutlich von einer eigenen parlamentarischen Mehrheit entfernt.
Nach den aktuellen Insa-Zahlen wäre Schwarz-Rot deshalb auf einen weiteren Partner angewiesen. Gemeinsam mit den Grünen kämen Union und SPD auf 46 Prozent. Binkert sieht in einem solchen Dreierbündnis derzeit die wahrscheinlichste Möglichkeit für eine Regierungsmehrheit. „Eine Kenia-Koalition (CDU/CSU, Grüne, SPD) käme mit 46 Prozent auf eine parlamentarische Mehrheit und wäre derzeit die wahrscheinlichste Koalitionsoption“, sagte der Insa-Chef.
Dass dafür nach den Umfragewerten bereits 46 Prozent der Stimmen ausreichen würden, hängt mit dem Abschneiden der kleineren Parteien zusammen. Insgesamt entfallen 14 Prozent der Stimmen auf Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden. „Mehrheiten im Bundestag sind deshalb bereits mit etwas über 43 Prozent der Stimmen möglich“, erklärte Binkert.
Rein rechnerisch würde die deutlichste Mehrheit der genannten Konstellationen ein Bündnis aus Union und AfD erreichen. Beide Parteien kämen zusammen auf 49 Prozent. Eine solche Zusammenarbeit schließt die Union allerdings kategorisch aus.
Die Insa-Umfrage wurde vom 5. bis 9. Oktober 2026 unter 1207 Befragten durchgeführt. Die maximale Fehlertoleranz wird mit plus/minus 2,9 Prozentpunkten angegeben.
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