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Die Berliner Linke wurde bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am vergangenen Sonntag die stärkste Kraft und strebt eine Regierungsbeteiligung mit SPD und Grünen an. Dabei stehen sie wegen Vorwürfe über Antisemitismus und Verbindungen zu kriminellen Clans unter Druck.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei warnt die Grünen und die SPD vor einer Regierungszusammenarbeit mit der Linken in Berlin. «Die Berliner Linkspartei pflegt einen verstörend engen Kontakt zu Judenhassern und Leuten aus dem Dunstkreis der organisierten Kriminalität», sagte der CDU-Politiker dem «Kölner Stadt-Anzeiger». «SPD und Grüne müssen auf ihre Landesverbände einwirken, damit sie nicht auf Lockangebote hereinfallen.»
Berlin als Hauptstadt und Schaufenster Deutschlands in aller Welt dürfe «nicht in die Hände der Linkspartei fallen, die eine eklatante Gefahr für unsere Sicherheit darstellt», argumentierte Frei.
Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus war die Linke am vergangenen Sonntag die mit Abstand stärkste Kraft geworden. Sie will nun ein rot-grün-rotes Bündnis schmieden und mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen. Am Freitagabend beschloss ein Linke-Landesparteitag, Grüne und SPD zu Sondierungen einzuladen - diese sollen in der kommenden Woche beginnen.
Linke wehrt sich gegen Vorwürfe
Die Berliner Linke setzte sich bei ihrem Parteitag entschieden gegen Antisemitismusvorwürfe zur Wehr, zeigt sich aber auch selbstkritisch. «Diese Vorwürfe sind keine differenzierte Kritik, sondern haben eine zerstörende Dimension erreicht», sagte Eralp. Sie bekräftigte zugleich, sie werde «das vielfältige jüdische Leben stärken und Antisemitismus bekämpfen».
Selbstkritik übte die Linke-Landesvorsitzende Kerstin Wolter: «Auch in unserer Partei wurden Fehler gemacht, wurden Grenzen überschritten, wurden Sätze gesprochen, die Jüdinnen und Juden Angst machen», sagte sie. Beide mögliche Koalitionspartner hatten die Linke zu Klarstellungen aufgefordert, dass sie gegen Antisemitismus stehe.
Teile der Berliner Linke stehen wegen ihrer Positionen zum Nahostkonflikt und zum Antisemitismus schon seit längerem immer wieder in der Kritik. Großen Wirbel verursachte eine Wahlparty des Linke-Kreisverbands Neukölln, bei der am Sonntagabend neben einer bekannten Clan-Größe auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend war. Er soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft ist.
Zudem geriet der Neuköllner Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak unter Druck, weil er in Chatkontakt mit einem Sohn einer dem Clan-Milieu zugeordneten Großfamilie stand. Koçak bezeichnete das als Fehler und zog sich vorerst aus der Öffentlichkeit und dem Innenausschuss des Bundestags zurück.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Sondierungen zwischen der Berliner Linken, SPD und Grünen beginnen in der kommenden Woche wie vom Landesparteitag beschlossen.
Very likely · Within days
Ferat Koçak wird voraussichtlich vorübergehend aus dem Innenausschuss des Bundestags und der Öffentlichkeit zurücktreten aufgrund des Chatkontakts mit einem Sohn einer Clan-Großfamilie.
Likely · Within days
The special party conference of the Left in Berlin has decided to start exploratory talks with the Greens and the SPD. The content conditions for the discussions were determined. At the same time, explorations are underway between the AfD and BSW in Saxony-Anhalt via the MDR and a Corona investigative committee. Domestically, the focus is on allegations of anti-Semitism against the Left, while party leaders such as Elif Eralp and Kerstin Wolter are pushing for unification and protection of Jewish and Palestinian lives. The SPD sets a clear distance from anti-Semitic positions as a coalition condition, while the Greens support the Left's willingness to form a coalition.
The Berlin regional association of the Left decided to hold exploratory talks with the Greens and the SPD at a special party conference, while at the same time rejecting allegations of anti-Semitism against the party and calling for the corporatization of housing companies such as Vonovia. At the same time, explorations are underway between the AfD and BSW in Saxony-Anhalt via the MDR and a Corona investigative committee.
The Rhineland-Palatinate Health Minister Clemens Hoch (SPD) has spoken out against the federal government's plans to end the extension of child sickness benefit to 15 days per parent per year, which has been in effect since the Corona pandemic. He warns against a return to 10 days, which would particularly endanger single parents, and emphasizes that the compatibility of family and work must be ensured.
After the election victory of the Left in Berlin, which, according to FDP General Secretary Martin Hagen, received above-average support from Muslim voters, he announced a stronger approach to secular Muslims in Germany. At the same time, Hagen criticizes communities that reject Western values and describes the left as a party of clan criminals and terrorist supporters. He emphasizes Israel's non-negotiable right to exist and sees the pro-Israel consensus increasingly being questioned.
According to the ARD capital studio, the SPD is threatening to block the cabinet decision on care reform planned for Wednesday in order to prevent service cuts. Instead, she calls for a care cap of 1,500 euros per month for the personal contribution in nursing homes and a fair financial equalization system between private and social care insurance. Federal Health Minister Carsten Linnemann (CDU) still wants to have his draft approved by the cabinet on Wednesday.
The independent Russian political scientist Alexander Kynew was arrested a few days after the parliamentary elections. According to court reports, he is accused of illegal drug trafficking. He faces up to 20 years in prison. Kynew denies the allegations.