
Der Wissenschaftler rechnet eigenen Angaben zufolge mit der Entlassung durch die Universität Gent, nachdem er zuvor Vorwürfe gegen den verstorbenen Cambridge-Professor erhoben hatte.
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Nathan Cofnas hatte Plagiatsvorwürfe gegen den Cambridge-Professor Jason Arday erhoben. Arday trat im August zurück und wurde kurz darauf tot aufgefunden.
Seine Kritik zog eine Debatte mit schweren Folgen nach sich, nun hat die Universität Gent den US-Forscher Nathan Cofnas seinen eigenen Angaben zufolge suspendiert.
»Ich wurde gerade von der Universität Gent suspendiert. Sie werden mich mit ziemlicher Sicherheit feuern«, schrieb Cofnas am Donnerstag im Onlinedienst X. Cofnas hatte die Plagiatsvorwürfe gegen den am Freitag tot aufgefundenen Cambridge-Professor Jason Arday erhoben.
Die Universität Gent teilte in einer Erklärung mit, sie habe eine »vorläufige disziplinarische Untersuchung« gegen einen Forscher eingeleitet, der in den Fall verwickelt ist, und ihn »als Vorsichtsmaßnahme« vom Dienst suspendiert. Den Namen Cofnas nannte sie dabei nicht.
Arday hatte vor drei Jahren als jüngster schwarzer Professor der britischen Elite-Universität Cambridge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auslöser für die Diskussionen um Plagiat war ein Text auf der Onlineplattform Substack. Darin behauptet Nathan Cofnas, dass er die Dissertation von Arday durch eine Plagiatssoftware habe laufen lassen und diese erhebliche Überschneidung mit einer Doktorarbeit aus dem Jahr 2009 feststellte.
Seine Vorwürfe gegen Arday wurden von rechtsgerichteten Zeitungen und Kommentatoren aufgegriffen, die den schwarzen Professor als »Aushängeschild« für Gleichstellungs- und Inklusionsprogramme bezeichneten. Die Cambridge-Leitung hatte Arday zunächst verteidigt, Anfang August aber eine interne Untersuchung angekündigt.
Cofnas hatte selbst an der Universität Cambridge gearbeitet, musste sie 2024 jedoch wegen Rassismusvorwürfen verlassen.
Am 5. August war der 41-jährige Brite Arday von seinem Posten als Professor für Bildungssoziologie zurückgetreten, nachdem zahlreiche Medien über Plagiatsvorwürfe und Zweifel an seinen Angaben zu seinem Lebenslauf berichtet hatten. Kurz darauf wurde er tot in Battersea im Süden Londons aufgefunden. Die Polizei geht von einem Suizid oder einem natürlichen Tod aus.
Ardays Familie sprach von einer »Mobbing-Kampagne« voller Gerüchte über die akademische Arbeit und das Privatleben des Soziologen. Zehntausende Menschen forderten außerdem eine staatliche Untersuchung des Falls und der Berichterstattung in den Medien. Eine entsprechende Petition zählte am Montag fast 32.400 Unterschriften . Am Montagabend fand eine Mahnwache für Arday auf dem Londoner Trafalgar Square statt.
Großbritannien streitet nach dem Tod von Jason Arday über Rassismus und Plagiatsvorwürfe. Wurde er Opfer einer Hetzkampagne – oder war er ein Hochstapler? Welche Fragen seine nun erschienene Autobiografie aufwirft, lesen Sie hier.
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Entlassung von Nathan Cofnas durch die Universität Gent
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