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Der Iran-Krieg begann vor sechs Monaten mit US- und israelischen Angriffen auf den Iran, darunter der Tod des obersten Führers Ali Chamenei. Ein Waffenstillstand wurde im April vereinbart, gefolgt von einem Rahmenabkommen im Juni. Dennoch bleiben diplomatische Bemühungen steckend, während die Straße von Hormus faktisch blockiert ist und die Ölpreise weltweit in die Höhe schnellen.
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag erstmals seit Wochen wieder Ziele in Iran angegriffen. Dabei sei die Insel Larak in der Straße von Hormus attackiert worden, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom. Der Angriff galt demnach zwei Raketenwerfern, an denen die iranischen Revolutionsgarden den Abschuss von mit Seeminen bestückten Raketen vorbereitet hätten, erklärte Centcom-Sprecher Tim Hawkins.
Die Revolutionsgarden teilten mit, bei den US-Angriffen habe es „Tote und Verletzte“ gegeben. Sie kündigten Vergeltung an. Centcom-Sprecher Hawkins sagte, die US-Streitkräfte überwachten das Gebiet genau und seien „weiterhin bereit, den freien Fluss des Handels durch diese wichtige Wasserstraße zu schützen“.
Seit dem Beginn des Iran-Krieges vor sechs Monaten hat Teheran die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus de facto blockiert. In der Folge schnellten weltweit die Ölpreise in die Höhe. Die USA und Israel hatten ihre Angriffe auf den Iran am 28. Februar begonnen und am ersten Tag des Krieges den seit Jahrzehnten in Teheran herrschenden obersten Führer Ali Chamenei getötet.
Im April wurde ein Waffenstillstand vereinbart, im Juni ein Rahmenabkommen mit dem Ziel eines abschließenden Friedensabkommens geschlossen. Dennoch treten die unter anderem von den Vermittlerstaaten Pakistan und Katar vorangetriebenen diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konfliktes und zur Regelung der Situation in der Straße von Hormus auf der Stelle.
Vor Kurzem hatte US-Präsident Donald Trump daher einen „Wirtschaftskrieg“ gegen Iran angekündigt, Finanzminister Scott Bessent drohte mit einer „wirtschaftlichen Erstickung“ des Landes. Verschärfte Sekundärsanktionen sollen auch ausländische Geschäftspartner Teherans treffen.
Der Senator der Demokratischen Partei, Jack Reed, warf Trump am Freitag vor, die USA hätten unter seiner Führung kein einziges Kriegsziel erreicht. „Tatsächlich hat er unsere Position im Nahen Osten und in der Welt erheblich geschwächt“, erklärte Reed, der dem Verteidigungsausschuss des Senats in Washington angehört.
Iran greift einem Bericht des US-Senders Fox News zufolge US-Truppen in Jordanien an. Bislang gebe es keine größeren Auswirkungen, schreibt ein Reporter des Senders auf der Plattform X unter Berufung auf einen US-Insider. Fast alle Raketen seien abgefangen worden.
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele in Iran angegriffen. Es nahm dabei zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal „Axios“ sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Straße von Hormus zu legen, hieß es.
Davor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf lokale Anwohner berichtet, dass im Bereich der Insel Larak eine Explosion zu hören gewesen sei.
Erst diese Woche hatte US-Präsident Donald Trump Iran erneut mit der Zerstörung jeglicher Schiffe und Boote gedroht, die in der Straße von Hormus Seeminen verlegen. Er verwies auf eine „Null-Toleranz-Politik“ bei der Verminung der Meerenge, nachdem er bereits Mitte April ähnliche Drohungen ausgesprochen hatte.
Trump verwies zudem darauf, dass sein Militär ihn darüber informiert habe, dass alle Minen aus der Straße von Hormus entfernt oder gesprengt worden seien. Der US-Präsident hatte bereits Mitte August behauptet, dass in der Meerenge sämtliche Sprengkörper entfernt oder gesprengt worden seien. Damals knüpfte er seine Aussagen daran, dass die Straße von Hormus angeblich vollständig geöffnet sei. Doch auch fast anderthalb Monate danach liegt der Schiffsverkehr weiter deutlich unter dem Vorkriegsniveau.
Trump hatte die US-Angriffe auf Iran Ende Juli vorerst ausgesetzt – mit der Begründung, laufenden Verhandlungen über die Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm eine weitere Chance zu geben. Zwei Tage später wurden neue Angriffe des US-Militärs in Iran gemeldet. Anfang August sagte er dann weitere geplante Angriffe auf Iran ab und begründete seine Entscheidung damit, dass Iran und andere Länder in der Region darum gebeten hätten, davon abzusehen, da es nun „Umrisse einer Einigung“ gebe.
Nachdem Trump seit Wochen keine Fortschritte vorweisen konnte, rief er zuletzt einen „Wirtschaftskrieg“ gegen Iran aus. Zwar verkündete das Finanzministerium vereinzelte Sanktionen gegen bestimmte Personen und Unternehmen, wie sie bereits seit Wochen immer wieder veröffentlicht werden. Konkrete, tiefgreifende Maßnahmen, die tatsächlich nachhaltig die Einnahmequellen Teherans abschneiden würden, fehlen allerdings nach wie vor.
Irans Oberster Führer Modschtaba Khamenei hat die muslimischen Staaten und insbesondere die Golfregion zur Einigkeit gegen ihren „wahren Feind“ aufgerufen. Spaltungen unter den Muslimen dienten den Interessen ihrer Gegner, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Botschaft. Der Text wurde anlässlich der islamischen Einheitswoche zum Geburtstag des Propheten Mohammed auf Khameneis Kanal auf dem Kurznachrichtendienst Telegram publiziert. Wer „wissentlich oder unwissentlich“ Spaltungen herbeiführe, helfe den Feinden des Islams, heißt es darin. Khamenei warf zudem die Frage auf, ob die Palästinenser „so hilflos“ zurückgelassen worden wären, wenn die Muslime Einigkeit gezeigt hätten.
„Meine nachdrückliche und wiederholte Empfehlung an die Herrscher islamischer Länder, insbesondere der Länder Westasiens und des Golfs, lautet, ihren wahren Feind zu identifizieren, seinen Plan zu verstehen und ihm entgegenzutreten“, erklärte Khamenei offensichtlich mit Blick auf die USA und Israel. Er fragte die arabischen Monarchen am Golf zudem, ob es „Schurken ohne Identität“ gewagt hätte, nach ihren Ländern und Besitztümern zu trachten, wenn die Regierungen und Völker unter dem Banner des Islams vereint wären.
Die Ölförderung in der Region Kurdistan im Irak wurde nach Angaben der Regierung wieder hochgefahren. Die Unternehmen hätten die Förderung wieder aufgenommen, die nach Drohnenangriffen während des Irankriegs unterbrochen gewesen sei, erklärt der zuständige Minister Kamal Mohammed. Aktuell würden 220.000 bis 230.000 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) pro Tag gefördert. Ein Sprecher des irakischen Ölministeriums sagt, die Ölexporte aus der Region zum türkischen Hafen Ceyhan hätten inzwischen ein Volumen von rund 150.000 Barrel pro Tag erreicht.
Israels Inlandsgeheimdienst hat bestätigt, dass ein Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen einer akuten Bedrohung aus den USA zurückkehren musste. „Tatsächlich bestand eine erhebliche Gefahr für Jair Netanjahu“, hieß es in einer Mitteilung von Schin Bet. „Aufgrund dieser Bedrohung und nach einer Lageeinschätzung wurde entschieden, ihn gemeinsam mit seinem Sicherheitsteam dringend nach Israel zurückzubringen.“
Der Geheimdienst äußerte sich allerdings nicht zu angeblichen Mordplänen Irans gegen einen seiner Söhne, von denen Benjamin Netanjahu zuletzt gesprochen hatte.
Der US-Sender Newsmax hatte berichtet, der 35-jährige Jair Netanjahu sei Ende vergangenen Jahres Ziel eines iranischen Attentatsplans gewesen. Der israelische Geheimdienst habe im vergangenen Dezember davon erfahren und habe die US-Behörden informiert, berichtete der Sender unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld der US-Strafverfolgung. Demnach hätten sich bereits iranische Agenten „vor Ort“ in Miami befunden und den Wohnsitz von Jair sowie seine Bewegungen überwacht.
Der ständig von einem israelischen Sicherheitsteam begleitete Sohn des Ministerpräsidenten sei daraufhin angewiesen worden, den Ort umgehend zu verlassen, so die Quelle. Er sei abgereist, ohne seine persönlichen Sachen mitzunehmen, und unmittelbar nach Israel zurückgekehrt, wo er nun lebe.
Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hatte Israels Regierungschef selbst jüngst mit dem Tod bedroht. „Wir werden Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes, in die Hölle schicken“, sagte Mohsen Resai am Donnerstagabend in einem Interview des staatlichen Fernsehens.
Die iranische Führung hat schwere wirtschaftliche Schäden durch den Krieg mit den USA eingeräumt, zugleich jedoch Härte signalisiert. Iran werde trotz der neuen US-Wirtschaftssanktionen nicht einknicken, hieß es in einer am Samstag von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung der Führung in Teheran. Die Islamische Republik werde dem US-Druck standhalten, die Diplomatie fortsetzen und die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus behalten.
Zudem wolle sie sich darauf konzentrieren, die Inflation einzudämmen, Arbeitsplätze zu schaffen, die heimische Produktion zu fördern und die Abhängigkeit vom Dollar schrittweise zu verringern.
Die iranische Regierung hat im Konflikt mit den USA angekündigt, trotz der neuen Wirtschaftssanktionen nicht nachzugeben. Iran werde sich auch von den Verschwörungen der USA und Israels nicht von seinem Kurs abbringen lassen, hieß es in einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung der Führung in Teheran. Diplomatie und Verteidigung gehörten untrennbar zusammen, um die nationalen Interessen, die Sicherheit und die territoriale Integrität des Landes zu schützen. Die iranische Führung werde beide Wege gleichzeitig verfolgen. Zudem wolle sie sich darauf konzentrieren, die Inflation einzudämmen, Arbeitsplätze zu schaffen, die heimische Produktion zu fördern und die Abhängigkeit vom Dollar schrittweise zu verringern.
Die Marine der Iranischen Revolutionsgarden beharrt genau wie die US-Regierung darauf, die volle Kontrolle über die Straße von Hormus zu haben. Die Behauptung von US-Beamten, die Meerenge sei offen, sei eine „glatte Lüge“ und diene nur dazu, die Ölpreise zu kontrollieren und die eigene Niederlage zu vertuschen, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit.
Schiffen, die ohne vorherige Abstimmung mit Iran die Meerenge passieren wollten, sei die Durchfahrt verboten, hieß es in der Erklärung, die auch von Staatsmedien zitiert wurde. „Die Kontrolle, die die Streitkräfte der Islamischen Republik über die strategische Meerenge von Hormus ausüben, ist vollständig und entscheidend.“ All dies werde auch so bleiben, bis die „Aggression“ der USA ende und die Verpflichtungen aus einem vor rund zweieinhalb Monaten geschlossenen und mittlerweile ausgelaufenen Rahmenabkommen erfüllt seien.
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) verzeichnet mehr Schiffspassagen durch die für die internationale Energiewirtschaft wichtige Straße von Hormus als traditionelle Datenanbieter. Etwa 29 Frachter hätten die Meerenge durchschnittlich täglich in den vergangenen sieben Tagen passiert, wie aus einem aktuellen Bericht der Behörde hervorgeht.
Demnach seien in der vergangenen Woche 103 Schiffe in den Persischen Golf ein- und 101 Schiffe ausgefahren. Der Bericht verzeichnet einen leichten Anstieg seit dem Ende aktiver Kampfhandlungen zwischen Iran und den USA in der Region Ende Juli.
Schifffahrtsdatenanbieter wie das Unternehmen Kpler hatten zuletzt von einstelligen täglichen Transiten in der Meerenge berichtet. Kpler wertet für seine Erhebungen Übertragungsdaten von Schiffstranspondern aus, die in der Region zuletzt häufig deaktiviert werden. UKMTO berichtet unter Zuhilfenahme solcher automatischen Schiffsidentifizierungssysteme (AIS) und „dark-derived information“, also Informationen, die aus weiteren Erkenntnissen abgeleitet werden. Genaue Angaben macht die Behörde dazu nicht. Sie steht mit Schifffahrtsunternehmen in der Region in ständigem Kontakt, da sie auch über Angriffe und Notfälle berichtet.
Die Straße von Hormus ist inzwischen ein zentraler Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und Iran. Vor dem Krieg war die Meerenge für den Schiffsverkehr offen.
In der iranischen Hauptstadt Teheran haben Ängste vor Versorgungsengpässen lange Schlangen vor Tankstellen ausgelöst. Autofahrer warteten in der Millionenmetropole sogar mitten in der Nacht vor den Zapfhähnen, wie Einwohner berichteten. Die Schlangen seien teils länger als einen Kilometer gewesen, hieß es. Präsident Massud Peseschkian hatte bei einer Kabinettssitzung diese Woche Probleme infolge des Kriegs eingeräumt. Er rief die Regierung mit ihrer Fahrzeugflotte selbst zu Sparsam
AI outlook — possibilities, not facts
Der Iran wird militärisch auf die US-Angriffe auf Larak reagieren.
Likely · Within days
Die Blockade des Persischen Golfs wird voraussichtlich anhalten, solange keine politische Einigung erzielt wird.
Likely · Within weeks
Die USA werden ihre Wirtschaftssanktionen gegen den Iran weiter verschärfen.
Possible · Within weeks
Das US-Militär hat erstmals seit Wochen Ziele im Iran angegriffen, darunter die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus. Dabei sollen zwei Raketenwerfer der iranischen Revolutionsgarde zerstört worden sein, die angeblich neue Seeminen verlegen wollten. Der Iran meldete Gegenangriffe auf jordanische Militärbasen und bestätigte Todesfälle unter Kämpfern und Zivilisten. US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Nulltoleranzpolitik gegen Minenlegungen und kündigte über Finanzminister Scott Bessent neue Sanktionen sowie eine wirtschaftliche Erstickung des Iran an, während diplomatische Fortschritte ausblieben.
Seit dem gemeinsamen US-israelischen Angriff auf den Iran am 28. Februar 2025 eskalierte der Konflikt mit Gegenangriffen des Iran, dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei, einer Waffenruhe im April, erneuten US-Angriffen ab Juli und wöchentlichen Sekundärsanktionen durch US-Finanzminister Scott Bessent. Die Straße von Hormus bleibt blockiert, 400 Schiffe sind im Persischen Golf fest, und 19 Seeleute wurden seit Kriegsbeginn getötet.

Der libanesische Sommer zeigt einen Kontrast zwischen weitergehendem Konsum und wachsenden Sorgen wegen des Krieges im Süden, rückläufigem Tourismus und wirtschaftlichen Einbußen. Israel erhöht den militärischen Druck auf die Hisbollah, insbesondere um den strategisch wichtigen Ali-Taher-Kamm, während die Bevölkerung unter ständiger Bedrohung lebt und die Aussichten auf eine Lösung düster erscheinen.

Nach dem Kentern einer Fähre vor Zypern mit 267 Menschen an Bord sind der Kapitän und sieben Crewmitglieder festgenommen worden. Der Ministerpräsident Nordzyriens versprach eine vollständige Aufklärung. Die Todesopferzahl stieg auf acht, Rettungsarbeiten dauern an.

Das US-Militär hat nach Medienberichten erstmals seit Ende Juli Ziele im Iran angegriffen, indem es zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier nahm, um die Legung von Seeminen in der Straße von Hormus zu verhindern. Laut US-Beamten beobachtete man Revolutionsgardisten bei Vorbereitungen zum Abfeuern minenbestückter Raketen. Iranische Staatsmedien berichteten von getöteten und verwundeten Soldaten sowie Zivilisten und drohten mit Reaktion und Bestrafung.

Nach dem Tod des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić spalten sich die Reaktionen in Serbien: Während Regierungsvertreter und nationalistische Kräfte ihn als Held feiern und das UN-Tribunal als Terrororganisation diffamieren, warnen Opposition und Menschenrechtsorganisationen vor einer Verharmlosung von Kriegsverbrechen und einem fehlenden europäischen Integrationswillen.