USA unter Trump: Melanias Auftritt, Raketenstarts und neue Kuba-Sanktionen
Melania Trump zeigt sich erstmals nach wochenlanger Abwesenheit wieder in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig meldet das Weiße Haus neue US-Maßnahmen und steigende Staatsschulden.
Quick Look
- First Lady Melania Trump zeigt sich nach über einem Monat wieder öffentlich an der Seite ihres Mannes.
- Unterdessen verkündet die US-Regierung neue Kuba-Sanktionen, plant deutlich mehr Raketenstarts und meldet eine Staatsverschuldung von über 40 Billionen Dollar.
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Why It Matters
Der Liveblog beleuchtet verschiedene aktuelle politische Entwicklungen während der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.
USA unter Trump :
Melanias demonstrativer Auftritt Hand in Hand mit ihrem Mann
Donald Trump und First Lady Melania Trump sind auf dem Weg zu einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses.
In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.
Melania Trump scherzt über Abwesenheit: „Ich habe gehört, Ihr habt mich vermisst“
Nach Spekulationen über ihre längere Abwesenheit hat sich First Lady Melania Trump am Donnerstag wieder in der Öffentlichkeit gezeigt: „Ich habe gehört, Ihr habt mich vermisst“, scherzte die 56-Jährige bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses in Washington. „Hier bin ich.“
Die Präsidentengattin war zuvor seit dem WM-Finale am 19. Juli nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Bei ihrem ersten Auftritt seit einem Monat lief sie mit ihrem Mann demonstrativ händehaltend zum Podium. Donald Trump saß danach bei ihrer Rede im Publikum. Bei der Veranstaltung ging es unter anderem um Bildungsstipendien und um ein geplantes Autorennen durch Washington.
Der Auftritt von Melania Trump erfolgte inmitten von Spekulationen über ihre lange Abwesenheit - und über eine enge persönliche Assistentin des Präsidenten, Natalie Harp. Die 35-Jährige war zuletzt fast ständig an der Seite von Donald Trump zu sehen. Sie gehörte auch zu den wenigen Menschen, die mit dem Präsidenten heimlich das Flugzeug wechselten, kurz bevor die Präsidentenmaschine Air Force One im Juli vom NATO-Gipfel in Ankara zurückfliegen sollte.
Bei der Veranstaltung am Donnerstag war Harp offenbar nicht anwesend.
Trumps persönliche Assistentin: „Du bist alles für mich“
Was genau macht eigentlich Natalie Harp? Diese Frage stellen sich gerade viele in den USA. Die „New York Times“ beschreibt es so: „Sie nimmt sich nie einen Tag frei, nicht einmal sonntags. Sie arbeitet im Oval Office und hat einen festen Platz in der Marine One. Im Namen des Präsidenten schreibt sie SMS mit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Sie bleibt lange mit ihm auf, um Social-Media-Beiträge zu verfassen.“ Und weiter: „Sie spricht selten vor der Kamera, und doch ist sie immer da – allgegenwärtig mit einem breiten Lächeln und dem Blick fest auf den Präsidenten gerichtet.“
Harp ist die persönliche Assistentin des US-Präsidenten. Trotzdem interessierte sich die amerikanische Öffentlichkeit kaum für sie – bis vor Kurzem bekannt wurde, dass sie zu den wenigen Menschen gehörte, die mit Trump heimlich das Flugzeug wechselten, kurz bevor die Präsidentenmaschine Air Force One im Juli vom NATO-Gipfel in Ankara zurückfliegen sollte.
Grund für das heimliche Umsteigen von der Air Force One in eine kleinere Militärmaschine war laut Medienberichten eine Morddrohung aus Iran. Nach Angaben der „Washington Post“ stiegen der Präsident und wenige Auserwählte für den Wechsel in den Container eines Catering-Fahrzeugs. Das „Wall Street Journal“ berichtete, unter anderen US-Außenminister Marco Rubio sei an Bord der Air Force One geblieben, trotz der Drohung aus Iran.
Der demokratische Senator Jon Ossoff nahm daraufhin auf Harp Bezug und griff Trump an, indem er ihm vorwarf, er wolle nur „seinen Ballsaal bauen und mit Natalie reisen“, statt seine Arbeit zu erledigen. Trump wiederum bedachte Ossoff mit abfälligen Äußerungen.
Und so steht Harp jetzt plötzlich im Fokus der Öffentlichkeit. Sie ist Jahrgang 1991 und hatte als Fernsehmoderatorin für einen extrem rechten Sender gearbeitet. Sie beriet Trumps Wahlkampagne 2019 und wurde schließlich seine Assistentin.
In amerikanischen Medien wird Harp auch als „menschlicher Drucker“ bezeichnet, da sie Trump ständig mit ausgedruckten Informationen versorge. In dem kürzlich erschienenen Buch „Regime Change“ über das Wirken des US-Präsidenten stellen die Autoren, zwei Journalisten der „New York Times“, Harp als sehr loyal gegenüber Trump dar. Sie schreibe ihn „anhimmelnde“ Briefe, heißt es in dem Buch. Ein Schreiben habe mit den Worten geendet: „Du bist alles für mich.“
Trump will Zahl der Raketenstarts drastisch erhöhen
Donald Trump hat am Donnerstag (Ortszeit) eine Anordnung zur drastischen Erhöhung von Raketenstarts für die US-Raumfahrt unterzeichnet. Das Weiße Haus will bis 2030 jährlich mindestens 1000 Starts und Rückflüge ermöglichen. Mit den Rückflügen ist die Wiederverwendbarkeit der Raketen gemeint, die auch als Schlüssel für eine so hohe Anzahl von Flügen gilt.
Die Zahl der Starts lag im vergangenen Jahr bei 178 und war damit zehnmal höher als noch 2013. Trumps neue Anordnung ruft die Behörden dazu auf, die gemeinsame Entwicklung von Infrastruktur für den Weltraumtransport mit privaten Partnern zu fördern. Genehmigungsverfahren und Umweltprüfungen sollen zudem beschleunigt sowie ausreichende Funkfrequenzen für die Raketenstarts sichergestellt werden.
USA verhängt weitere Sanktionen gegen Kuba
Die USA haben weitere Sanktionen gegen Kuba verhängt. Wie das Außenministerium in Washington am Donnerstag mitteilte, richten sich die neuen Strafmaßnahmen unter anderem gegen das kubanische Bauministerium sowie mehrere Staatsunternehmen aus dem Metall- und Bergbausektor.
Zudem wurden drei hochrangige Vertreter des Kubanischen Institut für Völkerfreundschaft (Icap) auf die Sanktionsliste gesetzt. Zu ihnen zählt Icap-Präsident Fernando González Llort, der in den USA wegen Spionage verurteilt worden war und dort eine Haftstrafe verübt hatte. Nach seiner Rückkehr nach Kuba habe er durch seine Arbeit für das Icap „seine Bemühungen zur Destabilisierung der Vereinigten Staaten fortgesetzt“, erklärte das US-Außenministerium.
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez warf US-Außenminister Marco Rubio vor, weiterhin kubanische Unternehmen zu bestrafen, „um unserer Wirtschaft zu schaden und die kubanische Regierung daran zu hindern, der Bevölkerung grundlegende Dienstleistungen bereitzustellen“.
Aus den USA abgeschobene Migranten landen in Liberia
Im westafrikanischen Liberia sind die ersten 20 aus den USA ausgewiesenen Migranten eingetroffen. Der Flug mit den Migranten an Bord landete am Donnerstagmittag auf dem internationalen Flughafen des Landes, berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der liberianischen Behörden können sie nun entweder das Land verlassen oder Asyl beantragen.
Die Regierung hatte in dieser Woche angekündigt, im Rahmen eines Abkommens binnen eines Jahres bis zu 1200 Ausländer aus den USA aufnehmen zu wollen. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump Anfang 2025 hat die US-Regierung ihre Bemühungen verstärkt, Ausländer außer Landes zu bringen.
Washington fordert Freilassung eines „zu Unrecht“ in China inhaftierten US-Bürgers
Die Regierung der Vereinigten Staaten hat einen in China festgenommenen US-Bürger als „zu Unrecht inhaftiert“ eingestuft und dessen Freilassung gefordert. US-Außenminister Marco Rubio habe „festgestellt, dass der US-Bürger Min Zin in China rechtswidrig festgehalten wird“, teilte das Außenministerium am Donnerstag in Washington mit.
Der Fall ist politisch brisant, auch weil die Einstufung der US-Regierung nur rund einen Monat vor dem geplanten Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping bei US-Präsident Donald Trump in Washington erfolgt.
Linke Demokratin gewinnt überraschend Vorwahl in Florida
Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Im Kampf um eine Senats-Nominierung setzte sich die Abgeordnete Angie Nixon am Mittwoch im Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch.
Verschuldung der USA jetzt mehr als 40 Billionen Dollar
Die Staatsverschuldung der USA ist erstmals auf über 40 Billionen Dollar (34,3 Billionen Euro) gestiegen. Entsprechende Zahlen veröffentlichte am Mittwoch das Finanzministerium in Washington. Demnach belief sich die gesamte ausstehende Staatsverschuldung zum Geschäftsschluss am Vortag auf 40,05 Billionen Dollar.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington
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Open Questions
- Welche konkreten Konsequenzen haben die neuen Kuba-Sanktionen?
- Wie wird sich die US-Schuldenentwicklung weiter auswirken?





