
Wegen zu großen Erfolgs: Volkswagen wird von der Bafin zu einer Geldbuße verurteilt, weil das Unternehmen über starke Zahlen für 2023 nicht schnell genug informierte.
AI-generated summary
Die Bafin überwacht die Einhaltung von Kapitalmarktvorschriften und Ad-hoc-Pflichten in Deutschland.
Volkswagen muss wegen Verstößen gegen Kapitalmarktvorschriften eine Strafe von 1,2 Millionen Euro zahlen. Der Konzern habe sich nicht an die Marktmissbrauchsverordnung gehalten, teilte die Finanzaufsicht Bafin mit. Hintergrund ist, dass die Prognose von Volkswagen für das Geschäftsjahr 2023 deutlich über den Markterwartungen gelegen hatte. Das Unternehmen wird also gewissermaßen bestraft, weil es zu erfolgreich war.
Die Geschäftserwartung, die sich in der Prognose widerspiegelt, hätte das Unternehmen unverzüglich (Ad-hoc) mitteilen müssen, hieß es. Stattdessen habe Volkswagen die Insiderinformation nur in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Der Wolfsburger Konzern könne Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen. 2023 gilt als letztes gutes Jahr in der jüngeren Geschichte von VW.
Die Ad-hoc-Regeln schreiben vor, dass Unternehmen Insiderinformationen sofort veröffentlichen müssen, wenn diese geeignet sind, den Kurs der Aktien oder anderer Wertpapiere erheblich zu beeinflussen. Dazu zählen auch Geschäftszahlen, die sich deutlich von der Erwartung von Analysten und anderer Marktteilnehmer unterscheiden. So soll verhindert werden, dass sich Insider durch ihren Wissensvorsprung Vorteile an der Börse verschaffen. Bei Verstößen drohen verhältnismäßig niedrige Geldbußen von bis zu 2,5 Millionen Euro.
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Einlegung eines Einspruchs durch Volkswagen
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