Volkswagen-Vorstand gespalten: CEO Oliver Blume will Sanierungsplan durch außerordentliche Hauptversammlung durchsetzen
Quick Look
- Der Vorstand von Europas größtem Autobauer Volkswagen ist gespalten.
- CEO Oliver Blume plant, seinen Sanierungsplan bei einer außerordentlichen Hauptversammlung durchzusetzen, falls der Aufsichtsrat ihn ablehnt.
- Die Familien Porsche und Piëch sowie Qatar Holding halten zusammen 70,3 Prozent der Anteile, während die Arbeitnehmer eine Sperrminorität des Landes Niedersachsen verteidigen und bis vor den Bundesgerichtshof gehen wollen.
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Why It Matters
Volkswagen steht vor einer Führungskrise, bei der der Sanierungsplan des CEO auf Widerstand von Arbeitnehmern und Minderheitsaktionären stößt.
die Akteure bei Volkswagen radikalisieren sich täglich weiter. Seit gestern ist klar: Der Vorstand von Europas größtem Autobauer ist nicht nur in zwei Lager zerfallen, er setzt auch auf einen in der deutschen Wirtschaftsgeschichte einmaligen Eskalationsweg. Fällt der Sanierungsplan von CEO Oliver Blume bei der morgigen Aufsichtsratssitzung durch, soll eine außerordentliche Hauptversammlung ihn durchdrücken.
Paragraf 111 des Aktiengesetzes erlaubt das, verlangt aber eine Dreiviertelmehrheit des vertretenen Grundkapitals. Die Familien Porsche und Piëch (53,3 Prozent) und Qatar Holding (17 Prozent) erreichen sie nur mit einem Teil des Streubesitzes. Die Arbeitnehmer wollen das verhindern, notfalls „bis zum Bundesgerichtshof und weiter nach Europa“. Sie berufen sich darauf, dass die Sperrminorität des Landes Niedersachsen nicht einfach durch eine außerordentliche Hauptversammlung ausgehebelt werden könne. Ein Prozess dürfte Jahre dauern – unklar, was dann aus Blumes Sanierungsplan wird. Ein VW-Entscheider sagte meinen Kollegen gestern: Eine außerordentliche Hauptversammlung „wäre ein fatales Signal, nach innen wie nach außen“.
Open Questions
- Wie wird der Aufsichtsrat morgen entscheiden?
- Welche rechtlichen Schritte werden die Arbeitnehmer genau einleiten?




