
In ihrer „State of the Union“-Rede beschwört die Kommissionschefin neue Partnerschaften und will die Beziehung zu Kanada auf „das höchstmögliche Niveau“ bringen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schlug in ihrer Rede zur Lage der Union vor, Kanada zum ersten assoziierten Mitglied der Europäischen Union zu machen.
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Kanada versucht angesichts des Handelskonflikts mit US-Präsident Donald Trump, die wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA zu verringern.
In ihrer „State of the Union“-Rede beschwört die Kommissionschefin neue Partnerschaften. Sie will die Beziehung zu Kanada auf „das höchstmögliche Niveau“ bringen.
Straßburg, Brüssel. Kanada soll das erste assoziierte Mitglied der Europäischen Union werden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schlug am Mittwoch vor, das nordamerikanische Land enger an die EU zu binden. „Dabei möchte ich mit Dir gemeinsam darauf hinarbeiten, dass Kanada das erste assoziierte Mitglied der EU wird“, sagte sie in ihrer Rede zur Lage der Union, an den kanadischen Premierminister Mark Carney gerichtet.
Carney versucht angesichts des Handelskonflikts mit US-Präsident Donald Trump, die wirtschaftliche Abhängigkeit Kanadas von den USA zu verringern. Der Premier hatte bereits im August verkündet, dass er dafür enger mit der EU zusammenarbeiten wolle.
Der kanadische Premier war der Einladung von EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola gefolgt. In Begleitung von der Leyens erschien er im Plenarsaal – und erhielt auch gleich zu Beginn stehende Ovationen. Carney selbst hält am Donnerstag eine Rede vor dem EU‑Parlament.
Von der Leyen kündigte an, die Beziehungen zu Kanada „auf das höchstmögliche Niveau“ zu bringen: Die EU und Kanada sollen einen gemeinsamen Wirtschaftsraum für Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit schaffen, eine Technologieallianz gründen und ihre Rüstungsindustrien enger miteinander verzahnen. Auch bei Energie, kritischen Rohstoffen, Batterien, künstlicher Intelligenz, Quantentechnologie und Cybersicherheit sollen beide Seiten zusammenarbeiten.
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Mark Carney hält eine Rede vor dem EU-Parlament.
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