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Vorwurf des Drogenhandels: Ägyptische TV-Moderatorin Sarah Khalifa zum Tode verurteilt
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Spiegel Ausland1 hour agoCrime2 min readGermanyView translation

Vorwurf des Drogenhandels: Ägyptische TV-Moderatorin Sarah Khalifa zum Tode verurteilt

Eine Drogenermittlung, zwölf Todesurteile, eins davon gegen die ägyptische Moderatorin und Beauty-Unternehmerin Sarah Khalifa. Sie beteuert ihre Unschuld.

Quick Look

  • Die ägyptische TV-Moderatorin Sarah Khalifa wurde von einem Strafgericht in Kairo wegen Drogenhandels zum Tode verurteilt.
  • Sie soll Teil eines Rings gewesen sein, der Rohstoffe für synthetische Drogen importierte.
  • Khalifa bestreitet die Vorwürfe.

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Why It Matters

In Ägypten wird die Todesstrafe für Mord, Terrorismus und Drogenhandel verhängt. Das Verfahren gegen die Beschuldigten läuft seit April 2025.

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In Ägypten ist Sarah Khalifa bekannt für die Sendung »Mission Impossible« auf dem Privatsender »al-Mehwar«. Darin geht es um Kriminalfälle. Nun soll die 39-Jährige selbst in ein Verbrechen verwickelt gewesen sein – so urteilte nun ein Strafgericht in Kairo. Es befand sie für schuldig, mit anderen einen Drogenring betrieben zu haben, der Rohmaterialien für synthetische Drogen aus dem Ausland eingeführt haben soll.

Laut den Ermittlern wurden 750 Kilo dieser Drogen bei den Bandenmitgliedern gefunden. Das Verfahren läuft seit April 2025 gegen insgesamt 28 Beschuldigte, am Samstag fiel das Urteil. Khalifa wurde zusammen mit elf weiteren Beschuldigten zum Tode durch Erhängen verurteilt. Neun weitere müssen lebenslang in Haft, sieben wurden freigesprochen. Das berichtet unter anderem die staatliche ägyptische Zeitung »Al-Ahram«.

Das Gericht hatte zuvor die Einschätzung von Ägyptens Großmufti eingeholt, wie es bei derartigen Strafen vorgesehen ist. Allerdings ist seine Stellungnahme nicht rechtlich bindend. Dem Urteil sei eine ausführliche Beweisaufnahme vorausgegangen, 20 Zeugen hätten ausgesagt, berichtet die staatliche Zeitung. Die Ermittler hätten auch illegale Feuerwaffen und Munition gefunden. Khalifa beteuert ihre Unschuld.

»Ich brauche kein Drogengeld«

Laut »Al-Jazeera« sagte sie, dass sie noch nicht einmal rauche. Sie wird mit den Worten zitiert: »Meine Eltern haben mich gut erzogen. Sie sind Menschen, die beten. Und ich brauche kein Drogengeld.« Die Moderatorin war für verschiedene Fernsehshows bekannt geworden und bewies auch jenseits der TV-Studios unternehmerisches Geschick. Sie betreibt eine Eventagentur und eine Klinik für Schönheitschirurgie. Außerdem ist sie eine Social-Media-Persönlichkeit mit zweieinhalb Millionen Followern allein auf Instagram.

Die Verurteilten haben noch die Möglichkeit, gegen die Strafe Berufung einzulegen. Laut dem Sender »Al-Jazeera« gibt es in Ägypten derzeit dafür zwei Wege. Vermutlich werden die Verurteilten zunächst bei einem Kassationsgerichtshof beantragen, dass das Verfahren neu aufgerollt wird. Ägypten verhängt Todesstrafen für Mord, Terrorismus und Drogenhandel. Laut Amnesty International wurden in Ägypten im vergangenen Jahr 492 Todesstrafen gefällt und 23 Hinrichtungen ausgeführt.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Berufung beim Kassationsgerichtshof

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie wird das Berufungsverfahren verlaufen?
  • Welche Beweise führten zur Verurteilung?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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