
VW-Betriebsrat lehnt Kündigungen und Werksschließungen ab; Unruhe bei der Belegschaft wegen Sparplänen und Kommunikation.
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VW kämpft mit hohen Kosten und Wettbewerbsdruck. Der Betriebsrat wehrt sich gegen den geplanten Abbau von bis zu 50.000 Stellen.
In der Wolfsburger VW-Zentrale hat die Serie von Betriebsversammlungen beim kriselnden Autobauer begonnen. Der Vorstand um Konzernchef Oliver Blume soll der Belegschaft Antworten zu angekündigten Sparmaßnahmen liefern. Die Mitarbeiter kritisierten jüngst eine aus ihrer Sicht desaströse Kommunikation und lediglich oberflächliche Infos aus der Chefetage. Zehntausende Stellen und vier Werke sollen in Gefahr sein.
Vorstandschef Blume beschrieb den Konzern vor den Versammlungen intern als „überdimensioniert“. „Das macht uns oft zu langsam und zu kompliziert“, sagte er in einem Interview. Er hatte angekündigt, an einem neuen „Zielbild 2030“ zu arbeiten und den Sparkurs verschärfen zu wollen. Seitdem wird an einigen deutschen Standorten um die Zukunft und in der VW-Welt insgesamt um bis zu 50.000 zusätzliche Stellen gebangt.
Mit Blick auf mögliche Werksschließungen in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm sprach Blume von einer letzten Option, die er gern vermeiden wolle. Für die vier Werke gebe es aber derzeit noch keine „wettbewerbsfähige Belegung“ für die 2030er-Jahre. Nach Wolfsburg sind in den nächsten Tagen acht weitere Betriebsversammlungen in Braunschweig, Emden, Zwickau, Chemnitz, Dresden, Kassel-Baunatal, Salzgitter und Hannover geplant.
Die Volkswagen-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat sich klar gegen Entlassungen und Werksschließungen bei VW ausgesprochen. „Wir schließen betriebsbedingte Kündigungen definitiv aus“, sagte die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende am Montagabend nach einem Treffen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies (SPD) im VW-Nutzfahrzeugwerk Hannover. Auch Werksschließungen seien „für uns keine Option“.
Die Mitarbeiter von VW gehen laut einer internen Umfrage hart mit der Außendarstellung des Unternehmens ins Gericht. Wegen der „desaströsen Kommunikation nach außen durch den Vorstand“ seien die Mitarbeiter und deren Familien „verunsichert und verängstigt“, heißt es in einem Intranet-Artikel. Die meistgenannten Fragen thematisierten die Angst um Arbeitsplätze, die Zukunft sozialverträglicher Abbauhebel sowie die Perspektiven für die Werke Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und Zwickau.
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Weitere Betriebsversammlungen an acht Standorten.
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