
AI-generated summary
Der DAX reagiert auf globale Unsicherheiten und die Erwartungshaltung bezüglich der Nvidia-Bilanz. Volkswagen kämpft mit internen Restrukturierungsproblemen.
Der DAX ist wenig spektakulär in die neue Woche gestartet. Vor einer Reihe wichtiger Ereignisse hielten sich viele Marktteilnehmer zurück. Der deutsche Leitindex schloss 0,1 Prozent tiefer bei 26.106 Punkten.
Am Freitag war der DAX mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 26.136 Zählern aus dem Handel gegangen. Auf Wochensicht hatte er mehr als ein Prozent eingebüßt.
Die US-Börsen haben uneinheitlich eröffnet. Während es für die Standardwerte des Dow Jones zunächst noch für ein leichtes Plus reichte, verloren die Technologietitel an der Nasdaq rund ein Prozent. Auf dem Markt lastet neben dem ungelösten Iran-Konflikt auch die neue Zoll-Eskalation mit Kanada.
Auch am deutschen Markt standen Aktien mit KI-Bezug wie Siemens Energy und Infineon unter Druck. Vor den Quartalszahlen von Nvidia wagen sich viele Anleger nicht in den Sektor. Der KI-Chipkonzern öffnet am Mittwoch nach Börsenschluss seine Bücher.
Die Ergebnisse gelten als Gradmesser für die Stärke der Nachfrage nach KI-Chips. Sollte die Nvidia-Bilanz enttäuschen, könnte der gesamte Aktienmarkt darunter leiden. "Die meisten Kunden Nvidias haben schon Quartalszahlen vorgelegt, und alles deutet auf eine erneut spektakuläre Bilanz hin", sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. "Die Frage ist daher weniger, ob Nvidia liefern wird, sondern vielmehr nur, wie der zunehmend anspruchsvollere Markt darauf reagieren wird."
Der hohe Kapitalbedarf der KI-Investitionen hat neben den Sorgen wegen hoher Staatsverschuldung zum jüngsten Renditeanstieg am Anleihemarkt beigetragen. Das gilt als Krisensignal. Höhere Zinsen verteuern den Schuldendienst und schränken deren Budgetspielraum ein. Aber auch die Kredite für Verbraucher und Unternehmer werden teurer.
Wegen der Sorgen wegen steigender Zinsen steht auch die US-Geldpolitik im Blickpunkt. Zunächst werden am Mittwoch die Daten zu den privaten Konsumausgaben (PCE) veröffentlicht, ein bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Von Donnerstag bis Samstag wird dann das Symposium in Jackson Hole stattfinden, ein Treffen von Notenbankern, Ökonomen und Finanzpolitikern. Von dort erhoffen sich Investoren weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Fed unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh.
Im DAX stand auch die Aktie von Volkswagen unter Druck. Beim derzeitigen Konzernumbau geht es um die Zukunft eines der größten Industriekonzerne Deutschlands und um Zehntausende Arbeitsplätze. Auch Werkschließungen stehen zur Debatte. In diesen Tagen finden bei VW deshalb eine Reihe außerordentlicher Betriebsversammlungen statt. Arbeitnehmer verlangen Details zu den Sparplänen des Managements.
Der Konzern kämpft mit hohen Kosten in einem schwierigen Branchenumfeld. Mit Kostensenkungen, Restrukturierungen und Personalabbau will die VW-Führung die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Seit Jahresbeginn hat der Konzern fast ein Drittel seines Börsenwerts verloren.
AI outlook — possibilities, not facts
Nvidia veröffentlicht Quartalszahlen nach Börsenschluss am Mittwoch.
Very likely · Within days

Kurz vor den Midtermwahlen in den USA erreicht die Staatsverschuldung unter Donald Trump einen Rekordwert von 40 Billionen Dollar. Die steigenden Zinsen belasten die Politik, während Versuche, den Schaden durch Anleihekäufe zu begrenzen, als ineffektiv gelten.

Der Milliardär und Unternehmer Klaus-Michael Kühne, der die Spedition Kühne+Nagel zu einem Weltkonzern ausbaute und zu den reichsten Deutschen zählte, ist verstorben. Ein Nachruf würdigt sein unternehmerisches Lebenswerk und seinen Charakter.

Die Girocard verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 mit 4,21 Milliarden Transaktionen einen neuen Rekord. Besonders kontaktloses Bezahlen via Smartphone und Smartwatch nimmt zu, während der durchschnittliche Transaktionsbetrag auf 36,12 Euro sank.

VW-Konzernchef Oliver Blume fordert angesichts einer "Mega-Krise" der Autoindustrie Zusammenhalt von der Belegschaft. Dem Konzern drohen Werksschließungen und massive Stellenstreichungen, während für Ende August zahlreiche Betriebsversammlungen geplant sind.

Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, wird laut NZZ als Nachfolgerin für die WEF-Spitze gehandelt. Sie soll bereit sein, das Amt 2027 zu übernehmen, will jedoch ihre Amtszeit bei der Notenbank bis Ende Oktober 2027 regulär beenden.

Im VW-Stammwerk Wolfsburg hat eine Serie von Betriebsversammlungen begonnen. Konzernchef Blume plant ein Sparprogramm mit bis zu 50.000 Stellenstreichungen und prüft Werksschließungen. Der Betriebsrat lehnt diese Maßnahmen entschieden ab.