
Angesichts drohender Werksschließungen und Stellenstreichungen mahnt Oliver Blume die Belegschaft zu gemeinsamem Handeln.
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Der Volkswagen-Konzern steckt in einer tiefen Krise und plant massive Sparmaßnahmen, die bis zu 50.000 Stellen und vier Werke betreffen könnten.
VW-Konzernchef Oliver Blume forderte die Beschäftigten vorab auf, in der aktuellen Krise zusammenzuhalten. "Auf die nächsten Wochen kommt es an", sagte Blume der "Bild am Sonntag". Man habe den größten Transformationsplan in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns aufgesetzt. Nun müssten alle mitziehen. Es gebe enormen Spardruck, betonte der VW-Chef. Die weltweite Autoindustrie stecke in einer Mega-Krise und VW sei mittendrin. Die kommenden Jahre würden zeigen, wer im Wettbewerb bestehen könne, betonte Blume.
Vier Werke stehen auf der Kippe
Erst am Freitag hatte der VW-Konzernchef die Belegschaft auf einen harten Umbau eingeschworen. Die Lage sei "mehr als kritisch", sagte er in einem Interview im VW-Intranet. Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, den Sparkurs bei VW deutlich zu verschärfen. Seitdem wird bei dem Konzern um vier Werke, darunter Emden und Hannover, und bis zu 50.000 zusätzliche Stellen gebangt. Im Juli hatte Blume seine Sparpläne im Aufsichtsrat vorgestellt; eine Entscheidung wurde aber nicht getroffen. Der Betriebsrat um die Vorsitzende Daniela Cavallo forderte die Konzernspitze danach auf, gegenüber der Belegschaft "Rede und Antwort" zu stehen.
Mehrere Betriebsversammlungen in dieser Woche
Nach den Werksferien ist nun im September bei VW die nächste Aufsichtsratssitzung geplant. Zuvor sind bei dem Konzern bis Ende August bundesweit neun Betriebsversammlungen angesetzt, bei denen der Vorstand sich vor der Belegschaft zu den Sparplänen äußern soll. Den Auftakt machen am Dienstag Wolfsburg und Braunschweig. In Niedersachsen sind noch außerordentliche Versammlungen in Emden (26. August), Salzgitter (28. August) sowie Hannover (31. August) angesetzt. Bereits an diesem Montag besucht Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrats-Mitglied Olaf Lies (SPD) das von der Schließung bedrohte Werk in Hannover. Dort wolle er sich einen Eindruck von der Stimmung verschaffen, hieß es vorab. Lies soll dort auf die Chefin des VW-Gesamtbetriebsrats, Daniela Cavallo, treffen.
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Betriebsversammlungen zur Erörterung der Sparpläne
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