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BackWahl in Sachsen-Anhalt: CDU erleidet historisches Debakel, Merz spricht von schwerster Niederlage seit Jahrzehnten
Wahl in Sachsen-Anhalt: CDU erleidet historisches Debakel, Merz spricht von schwerster Niederlage seit Jahrzehnten
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Süddeutsche Zeitung1 hour agoPolitics3 min readGermanyView translation

Wahl in Sachsen-Anhalt: CDU erleidet historisches Debakel, Merz spricht von schwerster Niederlage seit Jahrzehnten

Quick Look

  • Die CDU hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 17,2 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis erzielt und die Regierungsmacht verloren.
  • Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete das Ergebnis als schwerste Niederlage seit Jahrzehnten und kündigte Konsequenzen an.
  • Die AfD wurde stärkste Kraft, verpasste jedoch die absolute Mehrheit.

AI-generated summary

Why It Matters

Die CDU hatte Sachsen-Anhalt seit 24 Jahren regiert. Bei der letzten Wahl 2021 erzielte sie noch 37,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung stieg von 60,3 Prozent im Jahr 2021 auf 77,8 Prozent bei der aktuellen Wahl.

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Wahl in Sachsen-AnhaltNach Wahl-Debakel der CDU: Merz spricht von „schwerster Niederlage seit Jahrzehnten"

7. September 2026, 13:43 Uhr|

Das Ganze werde „natürlich Konsequenzen haben müssen“, sagt der Kanzler in Berlin.

Alle Entwicklungen im Liveblog

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. Alle Nachrichten, Analysen und Hintergründe zur Wahl in Sachsen-Anhalt finden Sie zudem auf unserer Themenseite.

Wichtige Updates

Siegmund will bei stabiler Mehrheit zur Ministerpräsidentenwahl antreten

Welche Regierungsoptionen es gibt

BSW-Spitzenkandidat: BSW würde sich im dritten Wahlgang enthalten

Vorläufige Ergebnisse: AfD verpasst absolute Mehrheit – BSW zieht in den Landtag ein

Musk gratuliert AfD zu Wahltriumph – Siegmund spricht von Zusammenarbeit

Nach Wahl-Debakel der CDU: Merz spricht von „schwerster Niederlage seit Jahrzehnten"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Wahl in Sachsen-Anhalt als Schock für die Partei und ihn selbst bezeichnet. „Mit dem gestrigen Tag hat sich nicht nur in Sachsen-Anhalt etwas verändert, sondern in ganz Deutschland“, sagte Merz in Berlin. Das Ergebnis seiner Partei vom Sonntag bezeichnet er als „schwerste Niederlage seit Jahrzehnten“. Das Ganze werde „natürlich Konsequenzen haben müssen“. Man habe dieses Ergebnis so nicht erwartet. „Das macht etwas mit uns, auch mit mir persönlich“, fügte Merz hinzu. Daher könne die Partei nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Zugleich bekräftigte Merz, dass er an seinem Reformkurs festhalten werde. Diese Reformen seien nötig. Er wolle versuchen, die Menschen mehr und besser anzusprechen und die Reformen besser zu erklären. Viele Menschen machten sich Sorgen, seit der Landtagswahl noch mehr.

„Unsere Institutionen sind wehrhaft und stabil“, sagte Merz. Das Grundgesetz schütze dies und das Grundgesetz werde durchgesetzt. Deutschland werde seine feste Verankerung in Europa immer aufrechterhalten.

Vor Merz' Stellungnahme traf sich die Bundespartei zu Beratungen. Mit dabei im Berliner Konrad-Adenauer-Haus: Spitzenkandidat Sven Schulze, der am Sonntag mit der CDU von 37,1 auf 17,2 Prozent abgestürzt ist. Merz wird die Niederlage mit angelastet.

Friedrich Merz. Foto: Ralf Hirschberger/AFP

So hat Sachsen-Anhalt gewählt – vorläufiges Ergebnis

Nach Auszählung aller 2661 Wahlbezirke gab die Landeswahlleitung folgende vorläufige Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bekannt:

Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei 77,8 Prozent. Bei der vergangenen Wahl 2021 lag sie bei 60,3 Prozent.

CDU-Spitzenkandidat Schulze kündigt Konsequenzen an

Nach der Niederlage seiner Partei hat Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Konsequenzen angekündigt. „Ich bin dort als Spitzenkandidat angetreten und werde daraus natürlich auch entsprechende Konsequenzen ziehen“, sagte Schulze nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei in Berlin. Er kündigte an, dem CDU-Landesvorstand am Abend einen Vorschlag für das weitere Verfahren zu unterbreiten.

Schulze sprach von einer schweren Niederlage. „Wir haben als CDU keinen Regierungsauftrag mehr, wir sind Opposition. Der Regierungsauftrag liegt jetzt bei der AfD.“

Dobrindt drängt nach AfD-Wahlsieg auf mehr Reformen im Bund

Die Union muss nach Ansicht von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt mit einem konsequenten Reformkurs im Bund auf den Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt reagieren. „Es kommt jetzt entscheidend auf die Union an“, sagte der CSU-Politiker auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Man dürfe das Land nicht denen überlassen, die „aus der Vergangenheit nichts gelernt haben aber für die Zukunft das Blaue vom Himmel versprechen“.

Dobrindt nannte den Ausgang der Wahl in Sachsen-Anhalt ein „politisches Beben“, weil „Systemgegner und Systemkritiker“ gegenüber der politischen Mitte in der Mehrheit seien. Entschieden hätten die Wahl die „Ängste, Sorgen und Frustrationen“ der Menschen. Und darauf müsse jetzt mit Reformen reagiert werde. „Unser Land braucht Veränderungen“, betonte Dobrindt. „Die Menschen wollen Entscheidungen, die Leistungen wieder belohnen.“ Leistungsverweigerung müsse wieder Konsequenzen haben.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) steht beim politischen Frühschoppen Gillamoos auf der Bühne. Peter Kneffel/dpa

Siegmund will bei stabiler Mehrheit zur Ministerpräsidentenwahl antreten

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will nach dem Wahlsieg seiner Partei in Sachsen-Anhalt bei den anderen Fraktionen und einzelnen Abgeordneten des neuen Landtags eine Mehrheit suchen. Sein „erklärtes Ziel“ sei es, „dass wir schnellstmöglich eine stabile Mehrheit, auf die wir uns verlassen können, im Landtag von Sachsen-Anhalt auf den Weg bringen“, sagte Siegmund in Berlin. Dies solle „unter der Maßgabe“ geschehen, dass Kernpositionen etwa bei Migration und innerer Sicherheit „zu 100 Prozent umgesetzt“ würden. Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag mit großem Vorsprung gewonnen, die absolute Mehrheit aber verpasst.

„Selbstverständlich trete ich als Ministerpräsidentenkandidat in Sachsen-Anhalt an, wenn es sich abzeichnet, dass ich eine stabile Mehrheit auf den Weg gebracht habe“, sagt er. „Das ist heute überhaupt nicht absehbar. Deswegen ist es jetzt unser Anspruch, genau diese stabile Mehrheit in den nächsten Tagen und Wochen zu organisieren.“

Siegmund kündigte ausdrücklich an, Gespräche mit den einzelnen Fraktionen sowie mit einzelnen Abgeordneten führen zu wollen. Entsprechende Gespräche würden bereits „heute angestoßen“.

Dieses Vorgehen sei kein Widerspruch zu seinen Ankündigungen vor der Wahl, nur allein regieren zu wollen, sagte Siegmund auf eine entsprechende Nachfrage. „Der Plan war ganz klar eine Alleinregierung.“ Bei den anstehenden Gesprächen müsse geguckt werden: „Wer sind diese Menschen, kann man das so machen, dass wir politisch unseren Werten treu bleiben.“ So könne es auch sein, dass es beim BSW Stimmen geben werde, die einen Wechsel wollten. Er wolle aber „keine Spielchen“, sodass man sich dann später nicht darauf verlassen könne.

Verdi fordert klare Haltung gegen AfD-Zusammenarbeit

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, die demokratischen Parteien vor einer Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt. „Kein Demokrat darf den Faschisten zur Regierungsmacht verhelfen“, sagte Werneke laut einer Mitteilung. Der AfD-Wahlsieg sei „für alle demokratischen Kräfte in Deutschland ein bitteres und alarmierendes Ergebnis“.

Insbesondere das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) stehe dabei in der Verantwortung, sich gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD zu stellen, sagte Werneke. Das BSW dürfe nicht zum „Steigbügelhalter“ der AfD werden. Auch mögliche Unterstützer aus der CDU-Landtagsfraktion dürften sich nicht an einer solchen Zusammenarbeit beteiligen. Für das schlechte Wahlergebnis von Union und SPD machte Werneke die Politik der Bundesregierung verantwortlich. Er forderte deshalb einen Kurswechsel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Weidel: Streben 40 Prozent bei Bundestagswahl an

AfD-Co-Chefin Alice Weidel hat die Ambitionen ihrer Partei für die nächste Bundestagswahl nach oben geschraubt. „Mein erklärtes Ziel ist, den Abstand deutlich in kürzester Zeit auszubauen und auf mindestens 40 Prozent anzuwachsen für die nächste Bundestagswahl“, sagte Weidel. „Die CDU/CSU wird nie mehr wieder eine Bundestagswahl gewinnen können. Das ist Fakt.“ Die Menschen wünschten sich einen Politikwechsel.

AfD-Co-Chef Tino Chrupalla sagte, dass seine Partei in Sachsen-Anhalt auch mit den Christdemokraten reden möchte. „Wir sind gesprächsbereit auch in Richtung CDU.“ Allerdings wolle man keinen Zustand wie in Thüringen, wo ein Ministerpräsident von der Unterstützung mehrerer Parteien abhängig sei.

Auftritt auf der Bundespressekonferenz: Ulrich Siegmund (li.) gemeinsam mit Tino Chrupalla und Alice Weidel. Foto: Clemens Bilan/EPA

Schnieder: „Wer regiert, trägt Verantwortung dafür, dass es am Ende funktioniert"

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und CDU-Chef Gordon Schnieder hat die Bundesregierung aufgefordert, klare Entscheidungen zu treffen und weniger zu streiten. „Wer regiert, trägt Verantwortung dafür, dass es am Ende funktioniert. Dass Probleme gelöst und Entscheidungen getroffen werden“, sagte Schnieder in Mainz. „Deutschland kann sich keinen politischen Dauerstreit leisten.“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält nach der Wahl in Sachsen-Anhalt ein selbstkritisches Innehalten in der Politik für dringend erforderlich. Er habe die Hoffnung, „dass wir nicht in einer oder zwei Wochen wieder zur Tagesordnung übergehen, sondern dass wir jetzt wirklich endlich anfangen zu schauen, was bewegt die Menschen, warum wählen sie so“, sagte der CDU-Politiker in Dresden. „Und es ärgert mich total über die vergangenen Jahre, dass das eben nicht passiert ist.“

Welche Regierungsoptionen es gibt

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Abstand gewonnen. Ulrich Siegmund ist deshalb aber noch nicht Ministerpräsident. Seiner Partei fehlen drei Sitze zur absoluten Mehrheit. Rechnerisch könnte sie mit dem BSW regieren – politisch ist ein solches Bündnis bislang nicht absehbar. Möglich wäre auch eine Regierung aller übrigen Parteien oder ein Minderheitsmodell.

Besondere Bedeutung könnte die Wahl des Ministerpräsidenten bekommen: Nach zwei gescheiterten Wahlgängen kann schließlich die Mehrheit der abgegebenen Stimmen genügen. Doch selbst dann wäre Siegmunds Wahl keineswegs sicher. AfD und die vier Parteien CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen jeweils über 39 Sitze. Dem BSW kommt mit fünf Mandaten eine Schlüsselrolle zu, doch auch einzelne Abgeordnete können eine entscheidende Rolle spielen.

Lesen Sie mehr dazu im Text von Tim Frehler:

Kirchen besorgt über Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt

Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erfüllt die Kirchen mit „großer Sorge“. „Diese Landtagswahl hat die politischen Verhältnisse in Sachsen-Anhalt tiefgreifend verändert. Das Land ist gespalten. Unsere Sorge gilt dem sozialen Frieden und dem Miteinander der Menschen in unserem Bundesland“, teilten die Bischöfe der evangelischen und der katholischen Kirche, Friedrich Kramer und Gerhard Feige, sowie der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche, Karsten Georg Wolkenhauer, mit. Die Sorge gelte auch den von der AfD angekündigten Folgen, die das Wahlergebnis für Kultur und Bildung, Gemeinwesen und Ehrenamt, Diakonie, Caritas und Kirchen haben werde.

„Wir Kirchen stehen auch nach der Wahl fest an der Seite jener, die mit wachsamem Blick auf die Politik der AfD schauen.“

Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Sein katholischer Amtskollege Feige appellierte an die AfD, die Verfassung von Sachsen-Anhalt und das Grundgesetz uneingeschränkt zu achten und die Würde aller Menschen zu wahren. „Wer Regierungsverantwortung übernehmen möchte, übernimmt die Verantwortung für alle Menschen in unserem Land.“

Kanzleramtschefin Warken gegen Personaldiskussion

Kanzleramtschefin Nina Warken pocht auf eine stabile Bundesregierung nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt. „Es wäre jetzt das Falscheste, wenn wir Personalfragen stellen würden“, sagt die CDU-Politikerin in der ARD auf die Frage nach Bundeskanzler Friedrich Merz. „Die Regierung ist für vier Jahre gewählt, der Bundestag ist für vier Jahre gewählt. Wir brauchen jetzt hier auch eine gewisse Stabilität.“ Merz sei auch derjenige, der Dinge anstoße und voranbringe, die verändert werden müssten.

Warken fordert, dass die schwarz-rote Koalition die angegangenen Reformen umsetze. „Wir müssen schneller werden“, damit die Menschen spürten, dass sich etwas verändere. Die Wirtschaft müsse „endlich wieder auf Trab“ gebracht und die sozialen Sicherungssysteme stabilisiert werden.

Internationale Pressestimmen zur Wahl in Sachsen-Anhalt

Das starke Abschneiden der in dem Bundesland als rechtsextremistisch eingestuften Partei sorgt über Deutschland hinaus für ein großes Echo. Viele große internationale Medien machen den Wahlausgang zu ihrer Top-Story.

Italien, La Stampa: „81 Jahre nach Hitlers Untergang, der das Land in Trümmern und mit der unauslöschlichen Schuld des Holocaust zurückließ, gewinnt eine Partei, die sich mehr oder weniger ausdrücklich auf jenes Deutschland beruft, die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.“

Schweiz, Neue Zürcher Zeitung: „Der schlimmste Albtraum der CDU ist wahr geworden: Die Wähler haben die Partei halbiert. Sie holte das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte in dem Bundesland und verlor die Wahl noch dazu mit der AfD an eine Partei rechts von ihr. Würde der frühere CSU-Chef Franz Josef Strauß noch leben, der einst sagte, an dieser Stelle dürfe es keine demokratisch legitimierte Partei neben der Union geben, er wäre entsetzt.“

Großbritannien, The Independent: „(…) Dieser Sieg ist der größte Erfolg in der 13-jährigen Geschichte der AfD und erfolgt in einer Zeit weit verbreiteter Unzufriedenheit mit einer unpopulären Bundesregierung, die die Wähler bislang nicht davon überzeugen konnte, dass sie die schwächelnde Wirtschaft des Landes wieder in Schwung bringen kann. Zudem ist der Sieg ein symbolischer Rückschlag für (Bundeskanzler Friedrich) Merz, dessen Mitte-Rechts-Partei Sachsen-Anhalt seit 24 Jahren regierte.“

USA, Wall Street Journal: „Alles, was einst feststand, zerfällt, und viele der Instrumente, die einst dazu dienten, die extreme Rechte einzudämmen, haben sich als nutzlos oder gar kontraproduktiv erwiesen. Der überwältigende Sieg der AfD im kleinen ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt wird das demokratische Lager zwingen, seine Strategien der vergangenen Jahre zu überdenken und einige Wahrheiten neu zu bewerten, die bisher als unumstößlich galten.“

Auch internationale Politik-Prominenz meldete sich zu Wort. Mehr dazu lesen Sie im Artikel der SZ-Korrespondenten:

Anna Schimpp

Auschwitz-Überlebende Eva Umlauf: Dieses Wahlergebnis macht uns Angst

Die Auschwitz-Überlebende Eva Umlauf zeigt sich entsetzt über den AfD-Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. „Dieses Wahlergebnis macht uns Angst“, sagte die Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees nach Mitteilung der Organisation in München. Weiter fragte sie:

„Auf welchem Weg ist Deutschland? Dem Weg, den es schon einmal gegangen ist? “

Eva Umlauf (Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees)

„Die Tatsache, dass noch einmal in einem deutschen Landesparlament eine rechtsextreme Partei als stärkste Fraktion Platz nehmen wird, hätten wir als Überlebende des Holocaust nie für möglich gehalten“, so Umlauf. Die Auschwitz-Überlebende kündigte an, weiter für Demokratie und Erinnerung zu kämpfen. „Das sind wir unseren ermordeten Angehörigen schuldig, und das ist unsere Verpflichtung den jungen Menschen in Deutschland gegenüber.“

In Berlin fügte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, hinzu: „Nicht n

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die CDU wird personelle Konsequenzen ziehen und möglicherweise ihren Spitzenkandidaten Sven Schulze ersetzen.

    Likely · Within weeks

  • Die AfD wird versuchen, eine Koalition mit dem BSW oder einzelnen Abgeordneten anderer Parteien zu bilden, um eine stabile Mehrheit zu erreichen.

    Possible · Within weeks

  • Internationale Kritik an der AfD-Teilnahme an einer Regierung wird zunehmen, insbesondere von Holocaust-Gedenkorganisationen.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Welche konkreten Konsequenzen wird die CDU aus dem Wahlergebnis ziehen?
  • Kann die AfD eine stabile Regierungsmehrheit im Landtag von Sachsen-Anhalt erreichen?
  • Wie wird die internationale Gemeinschaft die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt langfristig bewerten?
  • Welche Auswirkungen hat das Wahlergebnis auf die bevorstehende Bundestagswahl?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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