
Vance, DeSantis und Cruz mit Ambitionen für 2028 – Parteiexperte erwartet erst Widerstand, wenn Trumps Umfragewerte weiter sinken
AI-generated summary
Seit zehn Jahren gibt Donald Trump in der Republikanischen Partei weitgehend den Ton an und verkauft sich als Garant für deren Erfolg. Nach den Midterms ist der Präsident geschwächt. Die Demokraten gewannen Senatssitze und Gouverneursposten, auch in republikanischen Hochburgen. In Kansas wurde erstmals seit 94 Jahren ein Demokrat in den US-Senat gewählt.
Washington. Die verheerende Niederlage bei den US-Parlamentswahlen läutet den Schlussakt von Präsident Donald Trumps Präsidentschaft ein. Für seine Republikaner gewinnt die Suche nach ihrer künftigen Ausrichtung damit an Fahrt. Wie viel Nähe oder Distanz zum Präsidenten ist geboten? Welche Themen, welche Gesichter will die Partei nach vorn stellen – gerade mit Blick auf die Präsidentenwahl in zwei Jahren? Führende Köpfe der Republikaner fordern darüber eine schonungslose Debatte.
Keine 24 Stunden nach dem Schließen der Wahllokale wagten sich denn auch die ersten Republikaner nach vorne: In ungewohnter Klarheit machte Vizepräsident JD Vance den von Trump begonnen Iran-Krieg für das Debakel verantwortlich. „Jeder weiß, warum wir verloren haben. Und jede Diskussion darüber, wie es weitergeht, muss dort ansetzen“, teilte er mit.
Floridas republikanischer Gouverneur Ron DeSantis verglich das Ergebnis mit einem Meteoriteneinschlag, und der republikanische Senator aus Texas, Ted Cruz, sprach gar von einem „Blutbad“. Allen dreien werden Ambitionen für die Präsidentschaftswahl 2028 nachgesagt.
Seit nunmehr zehn Jahren gibt Trump in der Partei weitestgehend den Ton an und verkauft sich als Garant für ihren Erfolg. Doch nach den Midterms ist der Präsident geschwächt. Er selbst drückte dem Wahlkampf seinen Stempel auf und bestand auf handverlesene Kandidaten, auch gegen parteiinternen Widerstand. Ihr Scheitern etwa in Texas rückt damit die Frage in den Fokus, wie gut Trump seiner Partei noch tut.
Denn die US-Bevölkerung verpasste ihm und den Republikanern nicht nur einen Denkzettel, sondern eine historische Niederlage. Selbst in republikanischen Hochburgen gingen Senatssitze und Gouverneursposten an die Demokraten. In Kansas wurde erstmals seit 94 Jahren ein Demokrat in den US-Senat gewählt.
Aber sind die Republikaner schon bereit für eine Zeit nach Trump? Absolutes Alleinstellungsmerkmal Trumps bleibe seine Basis in der „Make America Great Again“-Bewegung (Maga), sagt der Politikwissenschaftler David Brady von der Universität Stanford der Deutschen Presse-Agentur. Die dem Präsidenten loyale Maga-Basis mache aktuell noch etwa 40 bis 50 Prozent der Partei aus und übe weiter erheblichen Einfluss aus, sagte Brady.
Brady erwartet, dass sich in der Partei erst merklicher Widerstand gegen Trump regt, wenn seine Umfragewerte noch weiter fallen. Aktuell liegt die Zustimmung etwa bei 34 Prozent, je nach Umfrage. Bis dahin müsse jeder Republikaner, der etwa die Nachfolge Trumps erwäge oder Kritik an ihm und seinen Entscheidungen habe, sehr genau überlegen, wie er vorgehe.
Im Verhalten von Vizepräsident Vance sieht Brady dafür ein Beispiel. Vance habe sich mit seinen Äußerungen zwar ein Stück weit von Trump distanziert. „Gleichzeitig befindet er sich in einem Spannungsfeld: Er muss abwägen, wie weit er mit seiner Kritik gehen kann, ohne Trumps Zorn auf sich zu ziehen.“
Die Macht Trumps rühre auch daher, dass er Zugang zu Wählern gefunden habe, die vorher nicht für die Republikaner gestimmt hätten – darunter etwa Menschen ohne Hochschulabschluss, sagt Brady. „Es wird schwer für jeden, der kein Trumper ist.“
Trump konnte bis zur Wahl auf eiserne Gefolgschaft setzen: Wer den Zorn des Präsidenten auf sich zog, musste bei den Vorwahlen und den Midterms mit der Quittung seiner Anhänger rechnen. Mit dem Ende der Wahl fällt dieses disziplinierende Element weg. Möglich ist also, dass sich mehr Parteikollegen mit offener Kritik aus der Deckung wagen.
Trump könnte das im neuen Kongress gefährlich werden. Abhängig von noch offenen Entscheidungen in zwei Staaten kommen die Demokraten im Senat auf 54 oder 56 der 100 Sitze. Es bräuchte also nur wenige republikanische Abweichler, um auf 60 Stimmen zu kommen: eine entscheidende Schwelle, um Gesetze in der Kammer zur Abstimmung zu bringen. Mit einer Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern könnte der Kongress gar ein Veto des Präsidenten überstimmen.
Eine neue Dynamik bringt das Wahlergebnis zudem in den Vorlauf für die Präsidentschaftswahl 2028. Das Ausmaß der Niederlage der Republikaner sei so groß, dass sich das Feld potenzieller Kandidaten deutlich weite, analysierte der frühere republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich. „Hätte die Regierung einen großen Sieg errungen, hätte Vizepräsident JD Vance ein gewichtiges Argument dafür gehabt, als unvermeidlicher Kandidat zu gelten.“
Gingrich sieht hingegen breite Unterstützung für ein anderes Regierungsmitglied. „Die Zahl der Menschen, die Außenminister Marco Rubio als Kandidaten aufstellen wollen, ist überwältigend.“ Anders als Vance und Trump werden Rubio und Gingrich eher dem traditionell-konservativen Flügel der Partei zugerechnet.
Medienberichten zufolge soll Rubio nach der Wahl bereits erwogen haben, sein Amt in der Regierung niederzulegen. Als Grund wurden Überlegungen zu seiner Zukunft genannt. Sein Ministerium wies das zurück. Rubio selbst sagte der „New York Times“, es sei „immer sein Plan gewesen“ bis zum Ende der Amtszeit in der Regierung zu bleiben. Nach seinen Ambitionen gefragt, sagte er: „Ich sage zu 2028 jetzt wirklich nichts mehr.“
AI outlook — possibilities, not facts
Mehr Republikaner werden sich mit offener Kritik aus der Deckung wagen, da das disziplinierende Element des Trump-Zorns mit dem Ende der Wahl wegfällt.
Likely · Within weeks
Das Feld potenzieller republikanischer Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2028 wird sich deutlich erweitern.
Likely · Within months

In Berlin, the three parties in the coalition negotiations are determined to form an alliance under the leftist Elif Eralp with the Greens and the SPD, but a growing number of prominent Social Democrats are rejecting this. The initiative “Not at any price” brings together SPD celebrities such as Karl Lauterbach, Sigmar Gabriel, Christine Lambrecht, Nancy Faeser and Boris Pistorius and has already collected 1,800 signatures. However, the Berlin SPD regional association decides independently. At the same time, the Federal Ministry of Finance under Lars Klingbeil is making mistakes with tax plans, and the German Bundestag is debating the demands of the Gen Z protest movement. There is also speculation about Ilse Aigner's possible candidacy for the office of Federal President.

The Paraguayan public prosecutor's office is opening a criminal investigation against President Santiago Peña and other government officials in connection with the collapse of the Ueno Bank. Three investigations concern banking supervision, dealing with the collapse of institutions and public funds. Peña refuses to resign and wants to cooperate with investigators.

A Civey survey for the ZVEI shows that 41 percent of Germans would accept short-term personal cuts for sustainable social reforms. 83 percent are calling for comprehensive political reforms, with less bureaucracy at the top of the list of demands.

The Berlin CDU state leader Stefan Evers explains in an interview why his party lost the election and how the Christian Democrats could address the longing for socialization.
The Green parliamentary group is calling for a mandatory, non-contributory last year of daycare before starting school as well as a permanent daycare quality pact with three billion euros annually from the federal government. The demands therefore go beyond Federal Education Minister Karin Prien's planned daycare law.

President Trump defends his Defense Secretary Pete Hegseth after the Republican defeat in the midterm elections and the war against Iran. Hegseth described the operation as “courageous and historic” and rejected impeachment. Trump said Hegseth was doing a very good job, but insiders spoke of a possible replacement.