
Löscharbeiten im belgisch-deutschen Grenzgebiet dauern an, während Brandgeruch bis nach Köln und Wuppertal zieht.
AI-generated summary
Das Hohe Venn ist ein grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet zwischen Belgien und Deutschland. Torfböden neigen bei Trockenheit zu langwierigen Schwelbränden.
Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn unweit der Grenze zu Deutschland dauert der Kampf gegen die Waldbrände an. Das Feuer habe sich in der Nacht und am Vormittag nicht weiter Richtung deutsche Grenze ausgebreitet, sagte der Feuerwehrsprecher der Grenzstadt Monschau, Tobias Schell. Die Flammen seien weiter gut zwei Kilometer entfernt. "Aktuell ist das beherrschbar."
Falls der Wind auffrische und in eine ungünstige Richtung drehe, könnte dies das Feuer aber erneut stärker anfachen. Die Kräfte hätten für diesen Fall vorsorglich Löschwassertanks in den möglicherweise betroffenen Gebieten aufgestellt. Günstig wirkten sich kräftige Schauer aus. Der Regen sollte auch in den nächsten Tagen voraussichtlich anhalten.
Aktuell seien noch 170 Einsatzkräfte im Drei-Schicht-System im Einsatz. Die Löscharbeiten würden sicher noch etliche Tage dauern, sagte er.
"Der Boden ist eine Glutfläche"
In Monschau sowie den Gemeinden Simmerath und Roetgen wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben. Es kommt zu erheblichen Geruchsbelästigungen und einer möglichen Schadstoffbelastung. "Gesundheitliche Gefahren können nicht ausgeschlossen werden", teilte die Gemeinde mit. Klima- und Lüftungsanlagen sollten abgeschaltet sowie Fenster und Türen geschlossen bleiben. Tiere sollten ebenfalls in geschlossenen Räumen gehalten werden.
Feuerwehrsprecher Schell erläuterte, dass die Geruchsbelastung durch die stark qualmenden Schwelbrände im torfigen Boden entstehe. "Der Boden ist eigentlich eine Glutfläche", sagte er. Darauf sei vormittags Regen gefallen, der große Mengen Wasserdampf brachte.
Brandgeruch in Köln und Wuppertal
Das Großfeuer an der belgisch-deutschen Grenze sorgte auch in Köln und Wuppertal - also mehr als 100 Kilometer weit entfernt - für Brandgeruch. Die Kölner Feuerwehr rief eine "großräumige Geruchslage" im Gebiet der Millionenstadt aus. Es drohe aber keine Gefahr, hieß es.
In Wuppertal warnte die Feuerwehr: "Zurzeit ist der Brandgeruch im ganzen Stadtgebiet wahrzunehmen. Eine gesundheitliche Gefährdung kann nicht ausgeschlossen werden." Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben. Der Oberbergische Kreis gab ebenfalls eine Warnmeldung heraus. Aus Düsseldorf kamen vereinzelte Berichte über unangenehmen Brandgeruch.
Feuerwehr mahnt Fahrzeuge und Vorbeugung an
Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft verlangte eine bessere Vorbereitung. "Wir brauchen einen vorbeugenden Brandschutz für Waldbrände", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Siegfried Maier im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. So könnten Schneisen, die eine Ausbreitung von Bränden verhinderten, im Voraus angelegt werden. Wichtig seien geländegängige Fahrzeuge und Wasserdepots, um an den Einsatzorten schnell ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben.
Auch der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, mahnte mehr Vorbeugung an. Die Ausbildung bei der Feuerwehr müsse sich ändern und die Bekämpfung von Waldbränden mehr trainiert werden. Wichtig sei es, die Menschen stärker zu sensibilisieren, wie gefährlich bestimmtes Verhalten im Wald sein kann. Lagerfeuer, illegales Grillen oder weggeworfene Zigaretten könnten große Feuer auslösen.

Nach einer 29-tägigen Zwangspause aufgrund von Niedrigwasser fahren wieder viele Rheinfähren. Trotz gestiegener Pegelstände sind jedoch viele Passagiere wegen des wechselhaften Wetters abwesend, was zu erheblichen wirtschaftlichen Folgen für die Fährenbetreiber führt.

Die Halbinsel Saint-Tropez setzt verstärkt auf Naturschutz, insbesondere am Strand Pampelonne. Trotz strengerer Bauauflagen und reduzierter Strandbewirtschaftung boomt das Luxusimmobiliensegment, da die Regulierung die Exklusivität der Region sichert.
In Bremerhaven sorgt der Schiffsbohrwurm (Teredo navalis) für massive Schäden an Hafenanlagen und Brücken. Die Muschel, die durch den Klimawandel begünstigt wird, nagt Holzpfähle ab und gefährdet die maritime Infrastruktur, was nun teure Sanierungen erzwingt.
In der spanischen Region Valencia mussten 1000 Menschen wegen eines Waldbrandes bei Gátova evakuiert werden. Gleichzeitig verursachten heftige Regenfälle an der Costa Dorada Überschwemmungen, bei denen drei Personen verletzt wurden.

Der Extrembergsteiger Alexander Huber engagiert sich als „Garant“ für die Organisation Mountain Wilderness. Er kritisiert aktuelle Seilbahnprojekte wie die Scheidtobelbahn und fordert ein Umdenken in der bayerischen Umweltpolitik zum Schutz der alpinen Biodiversität.

Nach 308 Festnahmen wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung in Griechenland seit Jahresbeginn reagiert das Land mit einem neuen Feuermeldesystem für 22 historische Stätten, um die Reaktionszeiten bei Waldbränden zu verkürzen.