
Hafenarbeiter demonstrieren in Hamburg für höhere Löhne, während Verhandlungen mit dem ZDS fortgesetzt werden
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Die Gewerkschaft ver.di und der ZDS verhandeln über neue Tarifverträge für 11.000 Hafenbeschäftigte. Die bisherigen Angebote wurden von der Gewerkschaft als unzureichend abgelehnt.
Ob an den Terminals der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) in Waltershof und am Tollerort oder bei Eurogate: Die großen Containerbrücken, mit denen Boxen aufs Schiff oder umgekehrt bewegt werden, waren hochgeklappt. Ähnlich sah die Lage in den anderen deutschen Nordseehäfen bis nach Emden aus. Am späten Abend teilte die Co-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch von ver.di mit, dass die Streiks beendet worden seien.
Rückstau soll so schnell wie möglich abgearbeitet werden
Der Hamburger Hafenbetreiber HHLA hatte seine Kunden und Partnerunternehmen nach eigenen Angaben bereits am Montag über den Warnstreik informiert. Wie lange es dauert, bis der Rückstau beim Umschlag aufgeholt wird, dazu macht das Unternehmen keine konkreten Angaben. Man bemühe sich, das zeitnah zu erreichen, so ein Sprecher.
Demonstration im Hamburger Hafen
Am Dienstagmorgen versammelten sich in Hamburg laut ver.di mehr als 2.000 Hafenbeschäftigte zu einer Demonstration. Sie zogen mit Transparenten und in Warnwesten gekleidet durch das Hafengebiet und riefen Slogans wie "Hafen bleibt streikbereit". Am Containerterminal Burchardkai gab es eine Kundgebung.
Ver.di fordert bessere Bezahlung der Hafenarbeiter
Hintergrund des Warnstreiks sind Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Die Gewerkschaft fordert für die rund 11.000 Beschäftigten in den Seehäfen 8,2 Prozent mehr Lohn - bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der ZDS hatte zuletzt ein erhöhtes Angebot vorgelegt. Es beinhaltet unter anderem einen Anstieg der Löhne um 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 19 Monaten, außerdem 300 Euro mehr Urlaubsgeld und 460 Euro für Beschäftigte der Groß-Containerbetriebe.
Ab Montag wird wieder verhandelt
Ver.di hatte das letzte Angebot der Arbeitgeber zurückgewiesen. Der Arbeitgeberverband ZDS nennt den Warnstreik unverhältnismäßig. Die globalen Lieferketten seien bereits angespannt, so Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger. Am Montag und Dienstag kommender Woche sind nun in Hamburg neue Verhandlungstermine angesetzt.
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Fortsetzung der Tarifverhandlungen am Montag und Dienstag der kommenden Woche.
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