Wiesn-Rechtsstreit, AfD-Strategie in Sachsen-Anhalt, Huthi-Angriffe im Jemen und Jennifer Lawrence auf Instagram
Quick Look
Ein Wiesn-Wirt klagt gegen das Vergabesystem, die AfD in Sachsen-Anhalt sorgt für Diskurs-Kontroversen, Huthi-Milizen bedrohen eine wichtige Schifffahrtsroute im Jemen und Jennifer Lawrence startet auf Instagram.
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Why It Matters
Die Huthi-Milizen kämpfen im Jemen gegen die international anerkannte Regierung und werden von Teheran unterstützt.
Beschwerden von außen sind stets an den Verantwortlichen abgeperlt. Doch nun klagt einer aus dem System: Alexander Egger betrieb zuletzt die Wiesn-Hühnerbraterei Münchner Stubn, ein kleines Zelt. Statt die Zusage für 2026 anzunehmen, zog er vor Gericht. Er fordert eine europaweite Ausschreibung für zwei große Zelte.
Die Stadt weist die Forderung zurück, berichten meine Kollegen. Durch den Rechtsstreit könnten »die Schleusen geöffnet werden für Guinness, Kölsch und Co.«, warnt auch die Vereinigung der Wiesn-Wirte. Offenbar ist das ein echtes Horrorszenario.
»Die Festwirte werden von den Gästen bejubelt und sehen sich als Garanten für das Gelingen des Oktoberfests«, beschreibt meine Kollegin Maria Marquart. »Deren Mantra: Nur wer das Geschäft seit Jahren kennt, kann ein Zelt durch die 16 Tage Ausnahmezustand führen.« Umso größer sei nun der Ärger darüber, dass ein ehemaliger Kollege es gewagt hat, diese eingespielte Maschinerie juristisch infrage zu stellen.
»Rüstungsgüter« als »Hilfsmittel« bei künftigen »Remigrations- und Abschiebeoffensiven«: Darüber denkt Ulrich Siegmund von der AfD laut eigenen Aussagen nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt nach. Man verteufele deshalb nicht pauschal die Rüstungsgüterproduktion.
Die Aussage sei nicht nur verfassungsrechtlich problematisch, sondern auch Teil einer Strategie der Diskursverschiebung, analysiert mein Kollege Peter Maxwill. »Sie könnte auch politische Folgen haben: Sollte sich das brüskierte BSW nun ganz von der AfD abwenden, stünde Siegmund womöglich ohne Mehrheitsbeschaffer da – gewollt oder unbeabsichtigt«, sagte mir Peter. »Dann wäre völlig unabsehbar, wie es in Sachsen-Anhalt weitergeht.«
Der Bürgerkrieg im Jemen hat in den vergangenen Jahren die Lebensgrundlage von Millionen Menschen zerstört. Nun könnte er auch für die Weltwirtschaft dramatische Folgen haben: Die mit Iran verbündeten Huthi-Milizen haben eine strategisch wichtige Insel in der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen erobert.
Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, wieso das so brisant ist: Iran hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend zum Erliegen gebracht. Durch die Meerenge vor dem Jemen führt die wichtigste Ausweichroute – auf der anderen Seite der Arabischen Halbinsel. Sie gerät nun durch die Angriffe unter Druck.
Eigentlich soll darüber zumindest ein Teil der Ausfälle an der Straße von Hormus aufgefangen werden. Auch die Hafenstadt Mokha an der Meerenge ist umkämpft, berichtet meine Kollegin Susanne Koelbl. »Wer Mokha kontrolliert, verfügt über einen wichtigen militärischen Zugang zur jemenitischen Küste. Von dort aus könnten die Huthis den Schiffsverkehr, Öltanker und Versorgungslinien übersehen – und bedrohen«, schreibt sie.
Die Miliz kämpft im Jemen gegen die Truppen der international anerkannten Regierung des Landes. Teheran unterstützt sie mit Waffen, Technik und Geld.
May the likes be ever in her favor: Die Schauspielerin und Oscarpreisträgerin Jennifer Lawrence, 36, ist jetzt auch offiziell bei Instagram. Innerhalb weniger Stunden gewann sie dort bereits mehr als drei Millionen Follower. In einem ersten Video kündigte Lawrence allerdings scherzhaft an, sich sofort wieder zurückzuziehen, falls Nutzer etwas Negatives über sie schreiben. Das zog offenbar, wie Kommentare zeigen. Dort wird zur Nettigkeit aufgerufen gegenüber dem Star. »Leute«, schrieb ein Nutzer. »Versaut das bloß nicht.«
Open Questions
- Wie reagiert das BSW auf die Aussagen von Ulrich Siegmund?
- Welche rechtlichen Konsequenzen hat die Klage des Wiesn-Wirts?


