
Führende Institute prognostizieren für 2026 ein Wachstum von 1,3 Prozent. Impulse kommen vor allem aus der Verteidigung.
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Die Gemeinschaftsdiagnose ist ein wichtiges wirtschaftspolitisches Instrument zur Einschätzung der konjunkturellen Lage in Deutschland.
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Donnerstag in Berlin ihr Herbstgutachten vor. Nach SPIEGEL-Informationen rechnen sie mit moderatem Wachstum, das vor allem durch die hohen Ausgaben für Verteidigung und Rüstung angetrieben wird. Für das laufende Jahr 2026 gehen die Institute von 1,3 Prozent aus, für das kommenden Jahr sagen sie 1,1 Prozent voraus. 2028 ist demnach aber nur noch mit einem Plus von 0,4 Prozent zu rechnen.
Im Frühjahr hatten die Institute wegen der Auswirkungen des Irankriegs für 2026 nur mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent gerechnet. Für das kommende Jahr hatten sie ein Wachstum von 0,9 Prozent erwartet.
In der Bundesregierung dürfte man erleichtert sein, dass die Konjunktur jetzt stärker anzieht als erwartet. Gleichzeitig aber bedeutet der prognostizierte Rückgang des Wachstums im Jahr 2028 auch einen engeren Spielraum für den Bundeshaushalt, der in den kommenden Jahren noch große Lücken aufweist.
Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose wird erstellt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Ifo-Institut, dem Kiel Institut für Weltwirtschaft, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und dem RWI – dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet bisher mit einem geringfügig geringeren Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. In ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick prognostizierte die Industriestaatenorganisation für dieses Jahr ein Wachstum von 1,1 Prozent – 0,4 Prozentpunkte mehr als noch in der Prognose vom Juni. Für das kommende Jahr geht die OECD ebenfalls von einem Plus 1,1 Prozent aus. Allerdings bleibe der Ausblick durch den Konflikt im Mittleren Osten mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.
AI outlook — possibilities, not facts
Vorstellung des Herbstgutachtens der Wirtschaftsinstitute in Berlin
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