Wohngeld-Rekord in Deutschland: 1,3 Millionen Haushalte erhalten staatliche Hilfe
Ende 2025 bezogen so viele Haushalte Wohngeld wie noch nie seit 2005. Die Bundesregierung plant eine Reform zur Kostensenkung.
Quick Look
- Ende 2025 bezogen rund 1,3 Millionen Haushalte in Deutschland Wohngeld, ein neuer Rekordwert.
- Die Staatsausgaben stiegen auf 4,99 Milliarden Euro.
- Vor allem Rentner und Familien erhalten die Leistung, für die nun eine Reform geplant ist.
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Why It Matters
Das Wohngeld wird zur Hälfte von Bund und Ländern getragen und passt sich automatisch an Preis- und Mietentwicklungen an.
In Deutschland ist die Zahl der Haushalte, die Wohngeld beziehen, auf ein Rekordhoch gestiegen. Laut Statistischen Bundesamt erhielten Ende 2025 bundesweit rund 1,3 Millionen Haushalte die Leistung. Das waren 7,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung 2005.
Mit Blick auf die Gesamtzahl aller privaten Haushalte in Deutschland bezogen demnach 3,2 Prozent die staatliche Unterstützung. Die Ausgaben des Staates für die Leistung beliefen sich Ende 2025 auf rund 4,99 Milliarden Euro - ein Plus von 6,4 Prozent binnen Jahresfrist und ebenfalls der höchste Wert seit gut 20 Jahren.
Die Kosten für das Wohngeld tragen Bund und Länder jeweils zur Hälfte. Um die Kosten für das Wohngeld zu senken, plant die Bundesregierung eine Reform. Sollten die geplanten Maßnahmen greifen, könnte die Leistung für rund ein Drittel der derzeit beziehenden Haushalte wegfallen.
Die aktuellen Anstiege ergeben sich aus der gesetzlich vorgeschriebenen turnusmäßigen Anpassung des Wohngeldanspruchs an die allgemeine Preis- und Mietpreisentwicklung. Dadurch stieg auch der durchschnittliche monatliche Anspruch pro Haushalt. Ende des vergangenen Jahres lag er bei 296 Euro und damit um 3,1 Prozent höher als Ende 2024.
Vor allem Ruheständler und Familien bekommen Wohngeld
Laut Statistischen Bundesamt bezogen vor allem alleinstehende Personen im Ruhestand und Familien die Sozialleistung. In rund der Hälfte der Empfängerhaushalte seien Ende 2025 Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre die Person mit dem Haupteinkommen gewesen. MIt 85 Prozent war die große Mehrheit von ihnen alleinstehend. In 39 Prozent der Fälle handelte es sich um Haushalte, in denen auch Kinder und junge Menschen unter 25 Jahren leben.
Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Bundesländern. Der Anteil der Wohngeldhaushalte an allen Haushalten war mit 5,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten und mehr als dreimal so hoch wie in Bayern. Dort bezogen mit 1,9 Prozent der Privathaushalte anteilig die wenigsten Haushalte Wohngeld.
Im regionalen Vergleich verzeichnete Schleswig-Holstein im Jahresvergleich mit 12,9 Prozent den höchsten prozentualen Anstieg an beziehenden Haushalten. Am schwächsten sei der Anstieg in Berlin mit 1,7 Prozent gewesen, teilte das Bundesamt mit.
What to Watch
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Reformmaßnahmen zur Senkung der Wohngeldkosten werden vorgelegt
Likely · Within months
Open Questions
- Wie genau soll die geplante Reform zur Senkung der Wohngeldkosten aussehen?
- Welche konkreten Kriterien führen zum Wegfall der Leistung für ein Drittel der Haushalte?







