
Alice Weidel und Tino Chrupalla äußern sich in Sommerinterviews zu Ambitionen bei den kommenden Landtagswahlen
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Der Verfassungsschutz stuft die AfD als gesichert rechtsextrem ein. Die FPÖ in Österreich ist bereits in fünf Bundesländern an Regierungen beteiligt.
Berlin. Alice Weidel steht im hellen Blazer auf einer Terrasse mit Blick über die Dächer Wiens. Die AfD-Vorsitzende ist für das ZDF-Sommerinterview am Sonntagabend in Österreichs Hauptstadt. Sie habe sich hier Tipps von der Schwesterpartei, der rechtspopulistischen FPÖ geholt, sagt Weidel. Anders als die AfD regiert die FPÖ bereits in fünf österreichischen Bundesländern mit. Das will Weidel bald nachmachen: „Wir werden in Sachsen-Anhalt die Regierung stellen“, sagt sie im ZDF.
Auch ihr Co-Parteivorsitzender Tino Chrupalla stellt sich an diesem Sonntag dem Fernsehinterview – im Gegensatz zu seiner Parteifreundin führt Chrupalla sein Gespräch in Berlin. Im ARD-Hauptstadtstudio sitzt er locker in seinem Stuhl, die Hände in den Schoß gelegt, am Revers ein Anstecker der deutschen Flagge.
„Ich habe schon vor Jahren angekündigt, dass es so weit kommen wird“, sagt Chrupalla siegessicher und meint damit einen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt.
In Umfragen liegt die AfD dort aktuell bei 43 Prozent. Die Wahl am 6. September könnte der Landespartei, die der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem einstuft, ein Rekordergebnis einbringen. Sogar die absolute Mehrheit ist möglich. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund plant bereits eine Alleinregierung und schließt eine Koalition aus. Man wolle keine Kompromisse eingehen.
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September
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