AfD- und CDU-Stadträte in Heidenau wollen Stolpersteine ablehnen
Quick Look
- In Heidenau wollen Stadträte von AfD und CDU gemeinsam mit dem Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie die Verlegung von Stolpersteinen im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich ablehnen.
- Stattdessen schlagen sie vor, das Gedenken an NS-Opfer auf dem Nordfriedhof stattfinden zu lassen.
- Die Stadtverwaltung empfiehlt, den Antrag abzulehnen, da das Gedenken im öffentlichen Raum sichtbar bleiben soll.
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Why It Matters
Stolpersteine sind seit den 1990er Jahren existierende Gedenksteine, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Sie werden in der Regel spendenfinanziert am letzten bekannten Wohn- oder Wirkungsort der Opfer verlegt. In Heidenau gibt es bereits Stolpersteine an zwei Standorten, darunter einer zur Erinnerung an den ehemaligen Bürgermeister Paul Gröger.
Stadträte von AfD und CDU wollen die Verlegung sogenannter Stolpersteine in Heidenau (Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) in Zukunft ablehnen. In einem fraktionsübergreifenden Beschlussantrag gemeinsam mit dem «Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie» fordern Vertreter der beiden Parteien, Stolpersteine «im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich» künftig abzulehnen. Der Stadtrat soll am Abend über eine entsprechende Beschlussvorlage abstimmen. Zuvor hatte die «Bild» berichtet.
Viele Bürger, Angehörige und Initiativen würden diese Form der Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus als nicht angemessen empfinden, heißt es weiter. Stattdessen solle das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, so «dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist».
Verwaltung spricht sich gegen den Antrag aus
Die Verwaltung empfiehlt, die Vorlage abzulehnen. «Das Gedenken sollte auch künftig sichtbar und wahrnehmbar im öffentlichen Raum stattfinden», heißt es darin.
In Heidenau gibt es demnach bereits Stolpersteine an zwei Standorten - unter anderem zur Erinnerung an den früheren Heidenauer Bürgermeister Paul Gröger. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Alternative Kultur- und Bildungszentrum Sächsische Schweiz mit Sitz im benachbarten Pirna die Verlegung weiterer Stolpersteine beantragt.
Die Erinnerungsform der Stolpersteine gibt es bereits seit den 90er Jahren. Die in der Regel spendenfinanzierten Pflastersteine mit den Namen der Opfer des Nationalsozialismus werden am letzten bekannten Wohn- oder Wirkungsort der Opfer verlegt.
What to Watch
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Der Stadtrat wird den Antrag zur Ablehnung von Stolpersteinen im öffentlichen Raum ablehnen.
Likely · Within hours
Open Questions
- Wie wird die Abstimmung im Stadtrat ausgehen?
- Wird das Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie weitere Schritte unternehmen, falls der Antrag abgelehnt wird?
- Wie reagieren Bürgerinitiativen und Überverbände auf den Antrag?
