Im Schatten von Wahlergebnissen und Koalitionsdebatten darf nicht vergessen werden: Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen Wählerauftrag. Nun muss er liefern.
AI-generated summary
Bundeskanzler Friedrich Merz und die Union gewannen die Wahl 2025 mit fast 29 Prozent.
Im Geplapper über die Folgen des Wahldebakels für die Koalition und den Bundeskanzler sollte eines nicht vergessen werden: Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Wahl gewonnen. Er und seine Union sind 2025 mit fast 29 Prozent gewählt worden.
Anders gesagt: Merz hat von den Wählern den Auftrag zu Reformen erhalten. Ein kümmerlicher Wahlerfolg von Manuela Schwesig kann daran genauso wenig ändern wie der Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt. Der gesamtdeutsche Souverän hat mehr Gewicht als die rund 3,6 Millionen Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Diesen Auftrag sollte Merz nicht vergessen. Mehr als das: Der 70 Jahre alte Kanzler hat schon heute an sein Ende zu denken – und an den Platz in der Geschichte. Er hat das zu vollziehen, womit er 2025 antrat. Das ist die Pflicht, seine Mission. Erfüllt er sie und gelingt es ihm, Deutschland zukunftsfähig zu machen, ist ihm der Eintrag in die Geschichtsbücher sicher. Allein darum sollte es ihm gehen.
In der Düsternis der Gegenwart braucht es dazu heute womöglich ein wenig Pathos. Max Weber bietet es. Der Soziologe schreibt, ein Antrieb, Politiker zu werden, sei „das Gefühl, einen Nervenstrang historisch wichtigen Geschehens mit in Händen zu halten, über den Alltag hinauszuheben“.
Wer dieses Bewusstsein hat (Konrad Adenauer besaß es genauso wie Helmut Kohl), der besitzt den Mut, selbst gegen Mehrheiten das durchzufechten, was er für notwendig hält. Im Extremfall pfeift er auf den Zeitgeist, so wie es Faust seinem Famulus Wagner riet: „Was ihr den Geist der Zeiten heißt, / Das ist im Grund der Herren eigner Geist, / In dem die Zeiten sich bespiegeln.“
After the recent AfD election successes, Hesse's Prime Minister Boris Rhein is calling for the cityscape debate to continue. It is not possible to hide issues behind a firewall, Rhein told Bild am Sonntag.

The new British Prime Minister Andy Burnham faces difficult economic conditions before his first budget. Due to high national debt and rising interest rates, there is a risk of tax increases again.
Seven months before the French presidential election, around 93,500 politicians elect half of the Senate. The focus is on whether Marine Le Pen's Rassemblement National can achieve parliamentary group status.

German federal politicians and prime ministers are debating the pace of reform in pensions, taxes and migration. While the Union is discussing Chancellor Merz's course, economic researchers are criticizing the unclear economic policy.

In France, half of the Senate is being re-elected. Around 93,500 local and regional politicians are called to vote. The focus is on the question of whether Marine Le Pen's Rassemblement National can achieve faction status.
After electoral defeats, the CDA called for the CDU to be reformed into a people's party. The party leadership needs to better involve voters and rethink criticism of their willingness to perform.