Autobauer: Stellantis steigert Gewinn – verbrennt aber Milliarden
Der Autobauer meldet im dritten Quartal ein gestiegenes Betriebsergebnis, aber vier Milliarden Euro flossen aus dem Industriegeschäft ab.
Quick Look
- Stellantis steigerte im dritten Quartal das bereinigte Betriebsergebnis auf 256 Millionen Euro, verzeichnete jedoch einen Mittelabfluss von vier Milliarden Euro.
- Bei stagnierendem Umsatz kämpft der Konzern mit sinkenden Verkaufszahlen und bekräftigte dennoch seine Prognosen.
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Why It Matters
Stellantis entstand Anfang 2021 aus der Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot und kämpft seit zwei Jahren mit sinkenden Verkaufszahlen.
Mailand. Der Autobauer Stellantis hat im dritten Quartal trotz eines operativen Gewinnsprungs einen hohen Mittelabfluss verzeichnet. Während das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) auf 256 (Vorjahr: 90) Millionen Euro stieg, flossen zugleich vier Milliarden Euro aus dem Industriegeschäft ab, wie der Hersteller von Marken wie Opel oder Fiat am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stagnierte bei 37,6 Milliarden Euro. Die Zahlen zeigen die Herausforderungen des Konzerns, der sich in einem langwierigen Umbauprozess befindet.
Der französisch-italienische Konzern, der Anfang 2021 aus der Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot hervorging, kämpft seit zwei Jahren mit sinkenden Verkaufszahlen und schwindender Profitabilität. Vorstandschef Antonio Filosa hatte im Mai einen neuen Geschäftsplan bis 2030 vorgelegt, der Dutzende neue Modelle, Kostensenkungen und eine engere Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern vorsieht.
Investoren müssen jedoch noch überzeugt werden, dass der Konzern auf dem Weg zu einer nachhaltigen Erholung ist. Im Februar hatte Stellantis Abschreibungen im Zusammenhang mit Elektroautos von mehr als 22 Milliarden Euro bekanntgegeben. Die Aktie fiel Anfang des Monats auf den tiefsten Stand seit der Unternehmensgründung.
Trotz der Schwierigkeiten bestätigte der Vorstand seine Prognosen für 2026 und das Ziel, ab 2027 wieder einen positiven Cashflow zu erzielen. Dabei soll ein konzernweites Sparprogramm helfen. „Unser 'Value Creation Program' ist schnell angelaufen“, sagte Filosa. Man sei auf Kurs, bis Jahresende mindestens 40 Prozent der geplanten Einsparungen von insgesamt sechs Milliarden Euro umzusetzen. Zudem kündigte er an, am 10. Dezember einen neuen Geschäftsplan für die Luxusmarke Maserati vorzustellen, die zuletzt ebenfalls zu kämpfen hatte.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Vorstellung eines neuen Geschäftsplans für Maserati am 10. Dezember
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wie will Stellantis den hohen Mittelabfluss kurzfristig stoppen?
- Wann erholen sich die Verkaufszahlen der Kernmarken?






