Das Leipziger Werk wird als weltweit erste Automobilfabrik direkt über eine Pipeline mit Wasserstoff versorgt.
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Das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz soll bis 2032 rund 9.000 Kilometer umfassen und Industriezentren vernetzen. BMW nutzt bereits seit 2013 Wasserstoff für Flurförderzeuge und in der Lackiererei.
Der Autobauer BMW schließt sein Leipziger Werk über eine Pipeline an das künftige Wasserstoff-Kernnetz an. Die Fabrik werde dadurch das weltweit erste Automobilwerk sein, das direkt über eine Leitung mit Wasserstoff versorgt werden könne, teilte das Unternehmen mit. Die rund zwei Kilometer lange Pipeline solle im ersten Halbjahr 2028 fertiggestellt und angeschlossen werden.
Das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz ist derzeit noch weitgehend Zukunftsmusik. Bis 2032 sollen bundesweit rund 9.000 Kilometer Leitungen entstehen, die große Industriezentren, Speicher, Erzeugungsanlagen und Importpunkte miteinander verbinden. Dazu werden unter anderem bestehende Erdgas-Pipelines umgerüstet. Das Netz wird nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums nach und nach aufgebaut.
BMW sieht im direkten Anschluss seines Leipziger Werkes an das Netz einen Beitrag zur Dekarbonisierung. Durch die Nutzung von Wasserstoff könnten die CO2-Emissionen des Standortes reduziert werden. Der Pipeline-Bau werde mit EU- und Landesmitteln gefördert.
Der Autohersteller nutzt nach eigenen Angaben schon seit 2013 werksintern Wasserstoff. Derzeit würden rund 230 Gabelstapler und Schlepper auf dem Gelände von Brennstoffzellen angetrieben. Außerdem komme Wasserstoff seit vier Jahren in der Lackiererei zum Einsatz. Der Pipeline-Anschluss ermögliche künftig eine Nutzung in ganz anderen Größenordnungen: Bei energieintensiven Prozessen - etwa bei den Trocknern in der Lackiererei - könne der Wasserstoff in Zukunft Erdgas ersetzen.
Das Leipziger BMW-Werk hat derzeit nach Unternehmensangaben rund 6.800 Beschäftigte. Sie produzieren den BMW 1er, zwei 2er-Modelle sowie den Mini Countryman.
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Fertigstellung der Pipeline im ersten Halbjahr 2028.
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