Breaking
ITMigrants: massacre on a boat drifting towards the Canary Islands, at least 5 dead and 80 missingDEWomen's Basketball World Cup in Berlin: German team before the start of the tournamentESRussia orders the closure of the Goethe Institute in response to the closure of the Russian House in BerlinARKatz: Israel will target Iranian infrastructure if it is attackedDEDanish secret service warns of Russian sabotage plansDEFederal government blames Russia for attempted attackCRYPTO-FRGTA 6: a fake fans site traps Internet users with a “wallet drainer”INGrove City Charter Amendment Sparks Debate Over Data Center DevelopmentESProducer Luis de Llano is arrested for failing to comply with SCJN rulingARTwo Palestinians were killed by Israeli army gunfire in the village of Al-Mughayir in the West BankITMigrants: massacre on a boat drifting towards the Canary Islands, at least 5 dead and 80 missingDEWomen's Basketball World Cup in Berlin: German team before the start of the tournamentESRussia orders the closure of the Goethe Institute in response to the closure of the Russian House in BerlinARKatz: Israel will target Iranian infrastructure if it is attackedDEDanish secret service warns of Russian sabotage plansDEFederal government blames Russia for attempted attackCRYPTO-FRGTA 6: a fake fans site traps Internet users with a “wallet drainer”INGrove City Charter Amendment Sparks Debate Over Data Center DevelopmentESProducer Luis de Llano is arrested for failing to comply with SCJN rulingARTwo Palestinians were killed by Israeli army gunfire in the village of Al-Mughayir in the West Bank
BackBrandanschlag auf Baustelle in München: LKA ermittelt wegen politischem Hintergrund
Brandanschlag auf Baustelle in München: LKA ermittelt wegen politischem Hintergrund
BREAKING
Handelsblatt54 minutes agoCrime2 min readGermany

Brandanschlag auf Baustelle in München: LKA ermittelt wegen politischem Hintergrund

Nach einem Angriff mit Brandsätzen auf eine Baustelle in der Nähe von Rüstungsunternehmen hat das Bayerische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Quick Look

  • Nach einem Brandanschlag auf eine Baustelle in München ermittelt das LKA wegen eines möglichen politischen Hintergrunds.
  • Zwei bulgarische Staatsangehörige wurden festgenommen.
  • Die Tat ereignete sich in der Nähe mehrerer Rüstungsunternehmen.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Sicherheitslage für deutsche Rüstungsunternehmen hat sich durch die Unterstützung der Ukraine im Ukraine-Krieg verschärft. Der Verfassungsschutz warnt vor Sabotage durch russische Stellen oder linksextremistische Gruppen.

Font size

München. Nach einer Brandattacke auf eine Baustelle in München vermutet das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) einen Anschlagsversuch gegen ein Unternehmen aus dem Rüstungsbereich. Es werde wegen eines politischen Hintergrunds ermittelt, sagte ein Sprecher des LKA. Deswegen habe das LKA die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Um welches Unternehmen es konkret geht, sagte der Sprecher nicht.

Mehrere Brandsätze waren in der Nacht auf die Baustelle geworfen worden, in deren unmittelbarer Nähe sich mehrere Rüstungsunternehmen befinden. Welchem Unternehmen der Anschlagsversuch galt, ist nach LKA-Angaben Gegenstand der Ermittlungen.

Später nahmen Einsatzkräfte zwei Menschen an einer Tankstelle fest, wie ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums erklärte. Ob sie mit der Tat in Verbindung stehen, werde nun ermittelt. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.

Mindestens einer der Brandsätze habe ein Feuer ausgelöst, das Polizisten löschten. Größerer Schaden sei nicht entstanden, sagte der Polizeisprecher. Ein weiterer Brandsatz musste von Spezialkräften entschärft werden.

Die Brandsätze sollen gegen Mitternacht aus einem Auto geworfen worden sein. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und alarmierte die Polizei. Nach der Fahndung wurden eine 28-Jährige und ein 38-Jähriger festgenommen. Bei den beiden handelt es sich nach LKA-Angaben um bulgarische Staatsangehörige. Sie hätten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Gefährdung hat sich für deutsche Rüstungsunternehmen im Laufe der vergangenen vier Jahre erhöht. Da Deutschland die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges politisch und militärisch unterstützt und sich mit Blick auf eine etwaige Bedrohung von Nato-Staaten durch Russland auch selbst aufrüstet, ist die Branche zunehmend Ziel hybrider Angriffe sowie von Aktionen linker beziehungsweise linksextremistischer Gruppen.

Im Juli rief das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) aufgrund aktueller Erkenntnisse Mitarbeiter von Rüstungsunternehmen zu besonderer Wachsamkeit auf. „Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass entsprechende Unternehmen das Ziel von Ausspähungs- und Sabotagehandlungen durch russische staatliche Stellen oder in deren Auftrag werden“, heißt es in einem Sicherheitshinweis für die Wirtschaft, den der Inlandsnachrichtendienst veröffentlichte. Abhängig vom weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine seien selbst gezielte Angriffe gegen einzelne Mitarbeiter – besonders der Leitungsebene – nicht auszuschließen.

Deutschland ist inzwischen der wichtigste Unterstützer der Ukraine. So wird bereits Rheinmetall-Chef Armin Papperger von der Polizei besonders geschützt. Laut einem Bericht des US-Senders CNN sollen US-Geheimdienste Anfang 2024 Mordpläne der russischen Regierung gegen ihn aufgedeckt haben; der Kreml dementierte.

Um die Dringlichkeit seines Hinweises zu untermauern, führt die Sicherheitsbehörde unter anderem die Veröffentlichung einer Liste des russischen Verteidigungsministeriums an, mit 21 europäischen Unternehmen, denen vorgeworfen wird, mit der Herstellung und Lieferung von Drohnen für die Ukraine in Verbindung zu stehen.

In seinem Hinweis zur „Sicherheits- und Verteidigungsbranche als Zielfläche“ weist der Verfassungsschutz auch auf Störaktionen hin, die mit Russland nichts zu tun haben. So sieht er die Möglichkeit weiterer Aktionen mit dem Ziel, Rüstungsexporte nach Israel zu verhindern sowie ein „besonders hohes linksextremistisches Mobilisierungspotenzial durch Antimilitarismus“.

Open Questions

  • Welches Unternehmen war das konkrete Ziel?
  • Stehen die Festgenommenen in Verbindung zur Tat?

Related Topics

This article was originally published by Handelsblatt.

Related Stories

More on this topicmünchen