Brandenburgs Verkehrsminister lehnt Ausweitung des Nachtflugverbots am BER ab
Quick Look
- Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach lehnte eine Ausweitung oder Aufweichung des Nachtflugverbots am Flughafen BER ab und betonte, dass der bestehende Planfeststellungsbeschluss schwer genug herbeizuführen sei.
- Die Berliner Linke fordert hingegen eine Ausweitung des Verbots auf 22 bis 6 Uhr, während der amtierende Regierende Bürgermeister Kai Wegner ein flexibleres Verbot vorgeschlagen hatte.
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Why It Matters
Am Flughafen BER gilt derzeit ein Nachtflugverbot zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr, wobei zwischen 22.00 und 6.00 Uhr nur lärmarme Flüge erlaubt sind. Die Berliner Linke fordert eine Ausweitung auf 22 bis 6 Uhr, während der Brandenburger Verkehrsminister das bestehende Verbot beibehalten möchte.
Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach lehnt eine Ausweitung oder Aufweichung des Nachtflugverbots am Flughafen BER ab. «Wir haben einen Planfeststellungsbeschluss, der war schwer genug herbeizuführen, und ich sehe überhaupt gar keinen Anlass für eine Änderung», sagte Crumbach der Deutschen Presse-Agentur. «Das würde ich dann diskutieren, wenn der BER an die Grenzen seiner Kapazität gelangen würde. Das ist aber leider nicht mal im Ansatz zu sehen.»
Zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr sind am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) nur Flüge mit lärmarmen Maschinen erlaubt. Zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr ruht der reguläre Flugbetrieb. Die Zeit zwischen 23.30 Uhr und Mitternacht sowie zwischen 5.00 Uhr und 5.30 Uhr steht nur für Verspätungen oder zu frühe Flüge zur Verfügung.
Berliner Linke will Nachtflugverbot erweitern
Die Berliner Linke, die bei der Abgeordnetenhauswahl mit Abstand stärkste Kraft wurde, möchte das Verbot erweitern. «Wir setzen uns für eine Ausweitung des Nachtflugverbots auf 22 bis 6 Uhr ein», heißt es in ihrem Wahlprogramm. Der noch amtierende Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte ein flexibleres Verbot als das bestehende vorgeschlagen.
Der Brandenburger Verkehrsminister will an der bestehenden Regelung festhalten. «Es gibt auch Ausnahmen. Über die muss man in jedem Einzelfall entscheiden», sagte Crumbach. «Da muss ein Antrag gestellt werden. Selbstverständlich: Wenn sich ein Flugzeug aufgrund von Unwetter um eine Minute verspätet, dann wird es in der Regel landen dürfen.»
Open Questions
- Wie wird die Berliner Linke ihre Forderung nach Ausweitung des Nachtflugverbots parlamentarisch umsetzen?
- Gibt es konkrete Pläne für eine Evaluierung der Lärmbelastung am BER in naher Zukunft?

