Chinas „Goldene Woche“: Konsumverhalten im Fokus
Die Feiertage zum Nationalfeiertag gelten als wichtiger Indikator für die chinesische Verbraucherstimmung
Quick Look
- Die „Goldene Woche“ zum chinesischen Nationalfeiertag ist eine der wichtigsten Reisezeiten des Jahres.
- Während die Regierung auf Konsumimpulse hofft, zeigt sich bei Reisenden eine ausgeprägte Sparsamkeit, die als Indikator für die schwächelnde Wirtschaft dient.
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Why It Matters
Die Feiertage zum Nationalfeiertag wurden 1999 eingeführt, um den Binnentourismus und den Konsum in China zu fördern.
Peking. In China hat sich gerade eines der „wichtigsten Konsumfenster des Jahres“ geöffnet. So zumindest formuliert es die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die sogenannte „Goldene Woche“ rund um Chinas Nationalfeiertag am 1. Oktober ist eine der Hauptreisezeiten in China. In diesem Jahr lässt sie sich mit nur drei Brückentagen mit dem Mondfest auf dann 13 freie Tage verbinden – zur „längsten Ferienzeit des Jahres“, frohlockt Xinhua.
Die Feiertage rund um den Nationalfeiertag wurden 1999 eingeführt, um Inlandstourismus und Konsum zu stärken. Anders als zum Neujahrsfest im Frühling, wenn viele Chinesen traditionell zu ihren Familien in die Heimat fahren, stehen in den Oktoberferien touristische Reisen hoch im Kurs. In den sozialen Medien kursieren dann Bilder von Menschenmassen auf der Chinesischen Mauer, bei den Pandas in Chengdu oder an der Hafenpromenade in Shanghai.
Die Konsumausgaben während der Goldenen Woche gelten als Echtzeitindikator für die Verbraucherstimmung. Es gibt nur ein Problem: Die Chinesen sparen.
Deutlich wurde das jüngst bei einer Recherche in Dali, einer Touristenhochburg im Südwesten Chinas. Das frühlingshafte Hochlandklima lockt in der Hochsaison im Sommer und Herbst Millionen Chinesen in den Ort. Doch es seien weniger Besucher als früher – und die, die kommen, geben weniger Geld aus, klagen Hotelbesitzer, Fremdenführer und Taxifahrer unisono. In fast jedem Gespräch fällt der Satz: „Die Wirtschaft läuft schlecht.“
Open Questions
- Wie stark werden die tatsächlichen Konsumzahlen von den Erwartungen abweichen?




