Dax aktuell: Anleger halten sich inmitten der Bilanzsaison zurück – Symrise verliert zehn Prozent
Deutsche Bank, BASF und Mercedes legen Quartalszahlen vor, während Anleger auf die US-Notenbank warten.
Quick Look
- Der Dax zeigt sich am Mittwoch stabil, während Anleger Quartalszahlen von Konzernen wie Deutsche Bank, BASF und Mercedes bewerten.
- Der Markt wartet zudem auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Abend.
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Why It Matters
Die Bilanzsaison der Dax-Konzerne läuft, während der Markt auf geldpolitische Signale der US-Notenbank wartet.
Düsseldorf. Im Trubel der Bilanzsaison hält der Dax am Mittwoch inne. Der deutsche Leitindex notiert nahezu unverändert bei 25.608 Punkten. Am Dienstag hatte der Dax 0,7 Prozent im Plus bei 25.590 Punkten geschlossen.
Im Fokus stehen zur Wochenmitte unter anderem die Zahlen verschiedener Dax-Konzerne.
Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal einen Milliardengewinn erzielt. Der Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Nach Steuern ergab sich ein Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro und damit zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zum guten Abschneiden trug besonders die Investmentbank bei. Die Papiere des größten deutschen Geldhauses steigen um 3,3 Prozent.
BASF hat im dritten Quartal vom Umbau und von weiteren Preiserhöhungen profitiert. Dadurch stieg das Ergebnis des Chemiekonzerns unerwartet deutlich. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte um 15 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro zu. Der Umsatz kletterte um 14 Prozent auf knapp 16,4 Milliarden Euro. Angesichts einer starken Entwicklung in den Kerngeschäften hob der Konzern zudem erneut seine Jahresziele an. Die BASF-Aktie verliert 1,1 Prozent.
Der Autohersteller Mercedes leidet unter dem Einbruch des China-Geschäfts. Nach neun Monaten erzielte der Autobauer einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 5,2 Milliarden Euro. Das sind 21 Prozent mehr als im schwachen Vorjahr, aber ein Drittel weniger als im selben Zeitraum 2023. Trotz des Gewinnanstiegs rechnen die Schwaben nicht mehr damit, ihre Jahresziele zu erreichen. Die Mercedes-Papiere legen um 0,5 Prozent zu.
Nach Börsenschluss legt zudem Airbus seine Zahlen für das dritte Quartal vor. In den USA folgen unter anderem Microsoft und die Google-Mutter Alphabet. Bei den Tech-Konzernen richtet sich die Aufmerksamkeit primär auf das Verhältnis zwischen den gewaltigen Investitionen in KI-Infrastruktur und der Entwicklung der freien Cashflows, sagt Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. Der freie Cashflow ist der Betrag an liquiden Mitteln, der einem Unternehmen nach Abzug aller für den laufenden Geschäftsbetrieb und für Investitionen notwendigen Ausgaben in einer Periode frei zur Verfügung steht.
Die Zweifel an der langfristigen Finanzierbarkeit des KI-Booms haben zuletzt erheblich zugenommen. Erst Mitte Oktober kam es zu einem massiven Verkauf von Tech-Aktien. Bei den US-Chipkonzernen summierten sich die Verluste binnen einer Woche auf mehr als eine Billion Dollar. Zugleich geriet die seit 2023 anhaltende KI-Rally bereits mehrmals ins Stocken. Bislang erwiesen sich Kursrücksetzer aber immer als Einstiegschance.
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