
Das Neugeschäft wächst den dritten Monat in Folge, getrieben vor allem durch Großaufträge im Bereich des sonstigen Fahrzeugbaus.
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Die deutschen Industrieaufträge wurden im Juli durch staatliche Sondervermögen und Großaufträge gestützt.
Berlin. Die Auftragsbücher der deutschen Industrie füllen sich dank staatlicher Milliarden aus den Sondervermögen: Das Neugeschäft wuchs im Juli bereits den dritten Monat in Folge. Wegen vieler Großaufträge aus dem Inland stiegen die Bestellungen um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Verglichen mit dem Vorjahresmonat legten die Bestellungen um 13,1 Prozent zu.
„Die Auftragseingänge steigen auf den höchsten Wert seit Ende des letzten Jahres, das ist eine gute Nachricht“, sagte the Konjunkturexperte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Jupp Zenzen. „Aber daraus lässt sich leider keine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und damit auch kein selbsttragender Aufschwung herauslesen.“
Denn die Juli-Bilanz weist einen Schönheitsfehler auf: Die positive Entwicklung geht fast ausschließlich auf den Bereich des Sonstigen Fahrzeugbaus zurück, zu dem Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge gehören. Wegen eines außergewöhnlich hohen Volumens an Großaufträgen hat sich der Auftragseingang in diesem Bereich zum Vormonat mehr als verdoppelt (+126,4 Prozent).

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