
Saudi Aramco verlädt wieder Öl, Trump lehnt Verlängerung der Iran-Waffenruhe ab und US-Gesandter Kushner verhandelt über Gaza-Friedensplan.
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Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die Kämpfe im Gazastreifen belasten seit Monaten die Region.
Lydia Wolter
Saudi Aramco verlädt wieder Öl in der Straße von Hormus
Der staatliche saudiarabische Ölkonzern Saudi Aramco verlädt nach wochenlanger Unterbrechung wieder Rohöl in der Straße von Hormus. Schifffahrtsdaten und Brancheninsidern zufolge warten weitere Tanker auf ihre Abfertigung. Der weltgrößte Ölexporteur bietet asiatischen Raffinerien in diesem Monat schwere Rohölsorten über Schiff-zu-Schiff-Verladungen vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate an.
Wegen der Angriffe auf seine Tankerflotte im Zuge des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hatte der Konzern die Verkäufe im vergangenen Monat ausgesetzt. Die Wiederaufnahme der Exporte dürfte den Engpass bei schwereren Ölsorten lindern.
Lukas Bay
Iran: Straße von Hormus bleibt vorerst geschlossen
Die Straße von Hormus bleibt nach Angaben des Irans so lange geschlossen, bis die USA die Bedingungen des vorläufigen Abkommens erfüllten. Darunter sei die Aufhebung der Seeblockade und der Sanktionen sowie die Freigabe der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte, erklärt der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf in einer von den staatlichen Medien veröffentlichten Stellungnahme.
Lydia Wolter
Bericht: Israelische Luftangriffe auf syrischen Militärflugplatz
Bei acht israelischen Luftangriffen ist am frühen Morgen der Militärflugplatz Abu al-Duhur im Nordwesten Syriens getroffen worden. Die Attacken richteten sich gegen die Startbahn und Lagerhäuser, wie der staatliche syrische Fernsehsender Echbariya unter Berufung auf einen Insider im Militär meldet. Berichte über Verletzte oder Tote gab es den Angaben zufolge nicht. Das israelische Militär wollte sich dazu nicht äußern.
Der Stützpunkt dient der neuen syrischen Armee seit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad Ende 2024 als Trainingszentrum. In Israel herrschen Sorgen über den Wiederaufbau der syrischen Luftwaffe.
Lukas Bay
Schiff in Straße von Hormus von Projektil getroffen
Ein Schiff ist in der Straße von Hormus nach Angaben der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Es gebe Schäden im Maschinenraum und ein Opfer unter der Besatzung, teilt die UKMTO mit. Die restliche Crew werde von der omanischen Küstenwache unterstützt. Berichte über Umweltschäden liegen nicht vor, die Behörden ermitteln. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist stark beeinträchtigt. Derzeit passieren täglich Schiffe im einstelligen Bereich die Straße von Hormus, vor dem Krieg waren es mehr als 130.
Sabrina Frangos
Erdogan fordert Trump zu Gesprächen mit dem Iran auf
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zu direkten Gesprächen mit dem Iran aufgefordert, um die Spannungen abzubauen. Erdogan habe erklärt, es sei von großer Bedeutung, bei den Spannungen zwischen dem Iran und den USA die Diplomatie bestmöglich zu nutzen, teilte das türkische Präsidialamt am Dienstag mit. Die Türkei hoffe auf eine Fortsetzung der Gespräche und werde die Friedensbemühungen weiter unterstützen. Die Türkei, die über die zweitgrößte Armee der Nato verfügt und an den Iran grenzt, hat wiederholt ein Ende des Krieges gefordert.
Hintergrund des Telefonats sind die zunehmenden Spannungen in der Region. Ein hochrangiger iranischer Vertreter hatte am Montag der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, der Iran werde zu einer „vollständig offensiven“ Militärhaltung übergehen. Grund dafür seien die ins Stocken geratenen Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Krieges, da Washington eine Verlängerung eines vorübergehenden Waffenstillstands ausgeschlossen habe. Erdogan und Trump sprachen demnach auch über die bilateralen Beziehungen, den Krieg in Gaza und einen Verteidigungspakt zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan. Eine Stellungnahme des Weißen Hauses lag zunächst nicht vor.
Sabrina Frangos
Trump: Iran wird für USA akzeptablem Abkommen nicht zustimmen
US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Worten nicht, dass der Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. „Sie werden nicht die Art von Abkommen schließen, die ich für notwendig halte“, sagt Trump vor Reportern in Oval Office. „Wir sind aus einem einzigen Grund dabei: Der Iran darf keine Atomwaffen besitzen“, sagt Trump weiter. Wie seine Äußerungen zu verstehen sind, bleibt zunächst unklar.
Die USA und der Iran hatten sich bereits im Juni auf ein 14-Punkte-Abkommen verständigt, in dem der Iran sich unter anderem verpflichtet hatte, keine Atomwaffen anzustreben. Das ist aber die offizielle Position Teherans seit der Ratifizierung des UN-Atomwaffensperrvertrags im Jahr 1970 und insofern kein Zugeständnis an Trump. Allerdings hatten westliche Länder dem Iran immer wieder vorgeworfen, im Geheimen doch am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Der Iran hat das zurückgewiesen, aber auch keine tiefgreifenden Inspektionen in seinem Land zugelassen, mit der internationalen Experten diese Frage mutmaßlich weitgehend hätten beantworten können.
Julius Stockheim
Trump: Streben keine Verlängerung des Waffenruhe-Abkommens mit Iran an
Die USA streben nach den Worten von Präsident Donald Trump keine Verlängerung der Waffenruhe-Vereinbarung mit dem Iran an. Trump verneint eine entsprechende Frage eines Reporters. Am heutigen Montag wäre der Stichtag gewesen, bis zu dem der Iran und die USA gemäß einer im Juni unterzeichneten Absichtserklärung ein endgültiges Friedensabkommen hätten erzielen sollen.
Das am 17. Juni unterzeichnete Papier sah dafür eine Frist von 60 Tagen vor. Ein iranischer Insider hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, es gebe keine Gespräche über eine Verlängerung, da eine Frist gar nicht erst begonnen habe.
Julius Stockheim
Israel: Kein Wiederaufbau in Gaza ohne Entwaffnung der Hamas
Als ersten Schritt zur Entmilitarisierung des Gazastreifens soll die islamistische Hamas nach Darstellung Israels sämtliche Waffen zur Vernichtung übergeben. Ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter teilte mit, dies solle unter Aufsicht des US-Generals Jasper Jeffers geschehen, Kommandeur der im Aufbau befindlichen internationalen Stabilisierungstruppe.
Dies sei bei einem „sehr langen Treffen“ des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit dem US-Unterhändler Jared Kushner in Jerusalem vereinbart worden, bei dem es um den Fahrplan des sogenannten Friedensrats für Gaza ging. „Trotz der großen Differenzen in Bezug auf den Friedensrat“ sei die amerikanische Seite mit gemäßigteren Positionen gekommen, sagte der Regierungsvertreter laut einer Mitteilung. „Dadurch wurden klare Grenzen für das Gespräch geschaffen.“
Es sei auch vereinbart worden, dass im Gazastreifen kein Wiederaufbau stattfinden werde, solange die Hamas nicht vollständig entwaffnet sei. Israel bestehe auch weiter auf der „Handlungsfreiheit“ seiner Armee mit Blick auf gezielte Tötungen in dem Küstenstreifen. Dies betreffe sowohl unmittelbare Bedrohungen der Streitkräfte als auch die „Ausschaltung“ von Hamas-Terroristen.
Julius Stockheim
Iran droht mit Eskalation bei Scheitern von Diplomatie
Der Iran droht mit einer Eskalation der Spannungen in der Straße von Hormus und der gesamten Region, falls die USA ein vorläufiges Friedensabkommen nicht vollständig umsetzen. Teheran werde für diplomatische Bemühungen eine Frist von wenigen Wochen setzen, bevor es in die Offensive gehe, sagte ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Er verweist auf eine politische Neuausrichtung des Landes, die verstärkt auf Offensive statt auf Verteidigung setzt.
„Innerhalb der vom Iran gesetzten kurzen Frist von wenigen Wochen müssen alle Bestimmungen des Abkommens von den USA umgesetzt werden“, erklärte er. „Dies ist eine Bedingung für weitere Verhandlungen mit den USA.“
Julius Stockheim
Trump droht Oman offenbar mit Bombardierung
US-Präsident Donald Trump hat dem Oman offenbar mit einem Militärschlag gedroht, sollte das Land die US-Blockade iranischer Schiffe in der Straße von Hormus behindern. Das sagte Trump wohl in einem Telefoninterview mit dem TV-Sender Fox News, wie Fox-News-Reporter Trey Yingst am Montag berichtete. Der Sender stellte keine Audioaufnahmen des Interviews mit Trump zur Verfügung.
Wenn „der Oman sich in den Weg stellt, werden wir sie in Grund und Boden bomben“, sagte der Präsident demnach. Die Blockade setze den Iran unter Druck, und er habe keinen Zeitplan für die Lösung des Konflikts, da er es damit nicht eilig habe, fügte Trump hinzu. Er sagte Yingst zufolge, dass das Ende der 60-Tage-Frist für Verhandlungen über ein Ende des von den USA begonnenen Iran-Kriegs irrelevant sei.
Julius Stockheim
Huthis greifen saudische Schiffe im Roten Meer an
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben eigenen Angaben zufolge ein saudisches Militärschiff und vier Begleitschiffe im Roten Meer angegriffen. Dabei habe die vom Iran unterstützte Gruppe Raketen eingesetzt, teilt Huthi-Militärsprecher Jahja Saree auf Telegram mit. Eine Bestätigung der saudischen Behörden liegt zunächst nicht vor.
Bastian Prockner
Iran: Hormus-Abkommen mit Oman vor dem Abschluss
Der Iran und Oman stehen nach Angaben Teherans kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung zur Schifffahrt in der Straße von Hormus. Der iranische Außenministeriumssprecher Ismail Baghai erklärte am Montag, es werde eine gemeinsame Erklärung vorbereitet. Über den Verlauf einer Transitroute sei eine Einigung erzielt worden, sagte Baghai, ohne Details zu nennen.
In bislang bekanntgewordenen Planungen war vorgesehen, dass Schiffe über eine Route in der Nähe der iranischen Küste durch die Meerenge in den Persischen Golf einfahren und über eine Route vor dem Oman wieder herausfahren.
Lara Dehari
Erdogan lobt Hamas für Zusammenarbeit bei Gaza-Plan
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Terrororganisation Hamas mit Blick auf den Gaza-Friedensplan gelobt. Sie zeige „aufrichtige Zusammenarbeit“ und erfülle ihre Verpflichtungen, sagte er in einem Gespräch mit dem Sender Al Jazeera. Israel wiederum setze seine Angriffe im Gazastreifen fort, kritisierte Erdogan. Seinen Angaben zufolge soll US-Präsident Donald Trump über Israels Vorgehen beunruhigt sein.
Miriam Braun
Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht nach Angriffen zurück
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus geht nach Angriffen auf Tanker und ins Stocken geratenen Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran deutlich zurück. Am Wochenende passierten den Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge nur fünf Frachtschiffe die Meerenge, wobei an einem Tag sogar kein einziges Schiff registriert wurde. Am vorangegangenen Wochenende waren es noch 31 Schiffe.
Miriam Braun
Hamas stellt Bedingungen für Umsetzung des Gaza-Fahrplans
Die Hamas hat vor einer Umsetzung des neuen Fahrplans für eine Waffenruhe im Gazastreifen einen Stopp der israelischen Angriffe und einen Rückzug der israelischen Truppen bis zur „gelben Linie“ gefordert. Das sagte ein Hamas-Vertreter nach dem mehr als zweistündigen Treffen von Hamas-Chef Chalil al-Haja mit dem US-Gesandten Jared Kushner am Sonntag in Ägypten. Die gelbe Linie wurde nie genau definiert. Israelische Streitkräfte sind über sie hinaus vorgedrungen und kontrollieren inzwischen rund 60 Prozent des Gazastreifens. Das Weiße Haus äußerte sich nicht zu den Gesprächen.
Bei dem Treffen ging es nach Angaben aus regionalen Regierungskreisen auch darum, die Zusicherung der Hamas für den Fahrplan und insbesondere ihre Bereitschaft zur Entwaffnung zu erhalten. Der Hamas-Vertreter sagte, die Gruppe stehe zu dem Fahrplan und warte nun darauf, dass die Vermittler die 14-tägige Verhandlungsphase zur Festlegung eines Zeitplans für die Umsetzung einleiten. Die Hamas forderte die Vermittler und den von den USA geschaffenen Friedensrat in einer Erklärung auf, Israel zur Zustimmung zu dem Fahrplan für die nächsten Schritte zu „zwingen“.
Die Forderungen kommen vor dem für Montag geplanten Treffen Kushners mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dieser lehnt einen Rückzug israelischer Truppen ab, solange die Hamas nicht vollständig entwaffnet ist.
Julius Stockheim
Rechter israelischer Minister für gezielte Tötungen in Gaza
Der ultrarechte israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir hat sich für die gezielte Tötung von Menschen im Gazastreifen ausgesprochen. In einem Podcast der früheren Geisel Rom Braslavski kritisierte Ben-Gvir den Rückgang israelischer Angriffe in dem palästinensischen Gebiet. „Es ist kein Geheimnis, dass ich eine andere Meinung als der Ministerpräsident habe“, sagte er.
„Ich finde, es sollten in Gaza gezielte Tötungen ausgeführt werden, wobei jede Nacht 30 bis 40 ausgeschaltet werden. Nicht nur diejenigen, die eine unmittelbare Gefahr bedeuten - es gibt dort Menschen, die es nicht verdient haben, zu leben. Sie sollten nicht am Leben sein. Sie sind nicht einmal Menschen“, sagte Ben-Gvir. Die Aussagen tauchten am Sonntag auf und wurden von palästinensischen Medien verbreitet.
Julius Stockheim
Kushner trifft Hamas und al-Sisi zu Gesprächen über Gaza – Treffen mit Netanjahu geplant
Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Er traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, wie die Präsidentschaft mitteilte. Auch der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen.
Kushner werde in Ägypten auch eine Hamas-Delegation treffen, verlautete aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Anschließend reise Kushner weiter zu Gesprächen in Israel. Er wollte dort nach Medienberichten unter anderem den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treffen.
AI outlook — possibilities, not facts
Iran setzt Ultimatum für Umsetzung des Abkommens.
Likely · Within weeks

Bei russischen Drohnenangriffen auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih starben mindestens 16 Menschen, 130 wurden verletzt. Ein weiterer Angriff in der Region Mykolajiw forderte vier Todesopfer, darunter drei Kinder.

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in Krywyj Rih wurden mindestens 16 Menschen getötet und über 130 verletzt. Die Attacke erfolgte in zwei Wellen, wobei die zweite gezielt Rettungskräfte traf.

Russland intensiviert Angriffe auf ukrainische Städte und Infrastruktur, während Bundesaußenminister Wadephul Kiew besucht. Parallel dazu gibt es Berichte über Drohnenangriffe in Russland, Luftraumverletzungen in Finnland und ein mutmaßliches russisches Waffendepot bei Berlin.

Der Iran-Konflikt verschärft sich durch US-Wirtschaftssanktionen und militärische Blockaden. Während die USA ihre Präsenz in der Straße von Hormus verstärken, droht Teheran mit Widerstand. Parallel dazu eskaliert die Gewalt im Westjordanland.

Bei russischen Drohnenangriffen auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih starben mindestens 16 Menschen, 130 wurden verletzt. Ein weiterer Angriff in der Region Mykolajiw forderte vier weitere Todesopfer, darunter drei Kinder.

Während eines Solidaritätsbesuchs von Bundesaußenminister Johann Wadephul in Kiew griff Russland den Vorort Boryspil mit ballistischen Raketen an. Dabei wurden mindestens zwei Menschen getötet und acht verletzt. Zeitgleich meldet die Ukraine weitere Angriffe.