Ermittlungen gegen Berliner SPD-Spitzenkandidat Krach
Staatsanwaltschaft Hannover durchsucht Objekte – Vorwurf im Zusammenhang mit Klinikverkauf und abgewiesener Spende.
Quick Look
- Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Berlins SPD-Spitzenkandidaten Krach wegen eines früheren Vergabeverfahrens zu einem Klinikverkauf.
- Mehrere Objekte wurden durchsucht.
- Krach weist die Vorwürfe zurück und verweist auf eine abgewiesene Parteispende.
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Why It Matters
In Berlin wird in anderthalb Wochen ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Krach war im Sommer 2025 nach Berlin gewechselt.
In Berlin wird in anderthalb Wochen ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Krach war im Sommer 2025 aus Hannover nach Berlin gewechselt, um Spitzenkandidat für die SPD zu werden. Von seiner bisherigen Tätigkeit als Regionspräsident ließ er sich beurlauben.
Krach: »Ich weise diesen Vorwurf mit aller Deutlichkeit zurück«
Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Ermittlungen gegen Krach aufgenommen. Zu konkreten Vorwürfen äußerte sie sich nicht und verwies auf ermittlungstaktische Gründe. Es gelte die Unschuldsvermutung, hieß es von der Behörde. Am Mittwoch waren mehrere Objekte in Hannover und Berlin durchsucht worden.
Krach sagte, der Vorwurf beziehe sich auf ein Vergabeverfahren zu einem Klinikverkauf in der Region Hannover. Krach war als Regionspräsident in Hannover Aufsichtsratsvorsitzender dieses Klinikums. »Ich habe vorgeschlagen, dass wir dort ein regionales Gesundheitszentrum etablieren, das haben wir dann auch gemacht«, sagte der 47-Jährige. Es habe ein Vergabeverfahren gegeben. Einem Bieter sei der Zuschlag erteilt worden, einem anderen nicht.
»Es scheint jetzt im Raum zu stehen, dass ich mich in irgendeiner Form habe beeinflussen lassen. Diese Unterstellung möchte ich definitiv als haltlos zurückweisen«, sagte Krach. »Ich habe in keinster Weise irgendeine Summe von diesem Bieter, weder privat noch als SPD-Landesvorsitzender, jemals angenommen«, betonte Krach. »Ich weise diesen Vorwurf mit aller Deutlichkeit zurück.«
Kern der Ermittlungen offenbar Spende von 9900 Euro
Nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten hat seine Partei gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) weitere Details genannt. Demnach habe es »über den Jahreswechsel den Versuch einer Spende an die SPD Berlin in Höhe von 9900 Euro« gegeben, teilte Schatzmeister Fabian Fischer mit. »Auf Weisung unseres Spitzenkandidaten wurde umgehend entschieden, diese Spende abzuweisen.«
Am Morgen danach, »also keine 24 Stunden später, habe ich per Mail die Weisung erteilt, dass diese Spende nicht angenommen werden darf und sofort zurücküberwiesen werden muss«, sagte Krach, während er ein Papier hochhält, das die Überweisung zeigen soll. Das Geld sei am 9. Januar an den Absender zurücküberwiesen worden.
»Für mich war der Fall mit der sofortigen Rücküberweisung erledigt«, sagte Krach auf Nachfrage einer Reporterin. »Diese 9900 Euro haben in Berlin niemals eine Rolle gespielt.«
What to Watch
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Fortführung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Hannover
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Open Questions
- Welche konkreten Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft?
- Wer war der Absender der Spende?


